# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1856_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lehre und Wehre. Jahrgang II. Februar 1856. No. 2. Consubstantiation und Impanation. Wollen die Gegner der lutherischen Kirche hier in Amerika die Lehre Luthers, der Augsburgischen Confession, der Concordienformel und überhaupt der ganzen alten lutherischen Kirche vom heiligen Abendmahle, insonderheit von der Art und Weise der Gegenwart des Leibes und Blutes JEsu Christi in diesem Sacramente, mit einem kurzen bündigen Terminus bezeichnen, so ist nichts gewöhnlicher, als daß sie dann die in der Ueberschrift genannten Kunstausdrücke, Consubstantiation und Impanation, oder auch Incorporation, gebrauchen. Diese Insimulation findet sich noch in der neuesten von J. Newton Brown besorgten Ausgabe der Encyclopedia of Religious Knowledge von 1854. In diesem Werke heißt es unter dem Titel: „Consubstantiation," folgendermaßen: „A tenet of the lutheran church respecting the presence of Christ in the Lord's supper. Luther denied that the elements were changed after consecration, and therefore taught that the bread and wine indeed remain; but that together with them, there is present the substance of the body of Christ, which is literally (!) received by communicants. As in red-hot iron it may be said, two distinct substances, iron and fire, are united, so is the body of Christ joined with the bread. Unter dem Titel „Lutheranism" heißt es: „It has undergone some alterations since the time of its founder. Luther believed the impanation or consubstantiation." Zwar ist es nun ein bedauerliches niederschlagendes Zeugniß von dem Stand der hiesigen theologischen Bildung, wenn ein Werk, welches dieselbe repräsentiren will, solche, wir wollen nur sagen, Verunstaltungen der Lehre einer über den ganzen Erdball verbreiteten Kirche enthält; noch unverzeihlicher ist es aber, und setzt entweder die größeste Unkenntniß oder böse Absichten voraus, wenn selbst lutherisch sich nennende angebliche Theologen die Lehre der Kirche, deren Diener, Haushalter und Wächter sie sein wollen, ebenso unrichtig darstellen. Leider! geschieht das aber hier nicht selten. Die ganze sogenannte „amerikanisch-lutherische" Kirche, einen Dr. B. Kurtz und Dr. S. S. Schmucker an der Spitze, sagt sich zwar selbst von der Annahme