# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1856_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Vermischte kirchliche Nachrichten. 31 und allen Predigern der Provinz zur Erwägung übersandt, und wurde solches und die einzelnen Stücke nach erklärender Einleitung des Referenten auf der Conferenz der Reihe nach erwogen und darüber abgestimmt. Das Ganze wurde darnach von der Versammlung als eine (nicht aber strikte bindende) Norm für unsre Provinz angenommen, und es wurde beschlossen daß, nachdem man bei dem Königlichen Consistorio angefragt habe, ob der Einführung etwas im Wege stehe? die Sache dem Drucke zu übergeben sei. Der Past. Zeidler hatte die Gebete und Formulare für die Amtshandlungen nach älteren classischen Vorbildern ausgearbeitet, und wird solches gleichfalls dem Drucke übergeben werden. Das Ganze ist mit besonderem Fleiße und mit Sachkunde hergestellt. Unser altes Manuale ecclesiasticum von Stade ist natürlich dabei berücksichtigt, besonders aber Petri's Agende, aus welcher die Singweise zum Vaterunser und zum heil. Abendmahle aufgenommen wurde. Wir hoffen, daß damit dem buntscheckigen Wesen gewehrt, eine größere Uebereinstimmung und Gemeinschaft mit unseren lieben hannoverschen Brüdern gefördert und einem längst gefühlten Bedürfnisse wird abgeholfen werden. Nach einer Pause wurden 3 Verse von: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, gesungen, und hielt dann Past. Gust. Wyneken eine Vorlesung über die Bedeutung und den hohen Werth der Sacramente, besonders in Rücksicht auf die Secten. Die tiefe und doch klare Auffassung befriedigte allgemein. Mit Gebet und 2 Versen von: Ach bleib mit deiner Gnade ward geschlossen. Nachdem noch für unsere Provinz die von 2 Individuen vorzunehmende Colportage von Bibeln und guten ächt lutherischen Büchern, auch von guten Bildern zur Förderung der Hausandacht unter der Oberleitung einiger von höheren Behörden dazu autorisirten Prediger beschlossen und ein fröhliches Mahl gehalten war, woran auch in diesem Jahre wiederum, wie an der ganzen Conferenz, zu allgemeiner Freude die theuren beiden geistlichen Herren Räthe des Königlichen Consistorii Theil nahmen, trennte man sich in freudiger Erhebung mit Dank gegen Gott und mit erhöhter Gemeinschaft unter einander. Folgen des Romanisirens der englischen Protestanten. So schreibt die „Protestantische Kirchenzeitung" von Berlin: „Das englische katholische Blatt „Tablet" hat vor Kurzem eine Liste von beinahe 400 Personen veröffentlicht, die zum Katholizismus übergetreten sind, meist Peers, Baronets, Ritter und andere Personen von einer gewissen Stellung in der Welt. Aber was das schlimmere ist, die Christian Times (ein protestantisches Blatt) bemerken nicht mit Unrecht, daß wenn die Namen von Mitgliedern der beiden protestantischen Universitäten Oxford und Cambridge, und ihrer Frauen und Verwandten abgezogen würden, wenig Andere übrig bleiben würden. Die Hochschulen also, welche vor Allem theils durch historische Herkunft, theils als Stätten des mit dem Protestantismus untrennbar verbundenen wissenschaftlichen Fortschrittes, Schützer und Verbreiter des Protestantismus sein sollten, werden die Pflegestätten für den katholischen Geist, und zwar durch nichts Anderes, als durch die theologische Richtung, die sie eingeschlagen haben." Wir setzen hinzu: und durch ein Gericht Gottes dafür, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, daher sie nun so blind werden, daß sie alle die tausend und aber tausend Gräuel des antichristischen Pabstthums nicht mehr sehen können. Die deutsche Methodisten=Gemeinschaft. Ein gewisser Herr Ph. Kuhl und J. Walther schreiben aus Quincy in Illinois im „christlichen Apologeten" vom 20. Dec. v. J. u. A. Folgendes: „Blicken wir einige Jahre zurück, so finden wir, daß unser Wirken nicht mehr mit so großem Erfolg gekrönt wird, als wie in früheren Jahren. Es erhebt sich oft die Frage: woran dieses wohl liegen mag? — Der Gründe dafür gibt es viele, deren einen aber unser Heiland ausdrückt in den Worten Luc. 16, 8.: Denn die Kinder dieser Welt sind klüger, denn die Kinder des Lichts nach ihrem Geschlecht. Seit mehreren Jahren finden wir unter den Einwanderern viele deutsche wissenschaftlich gebildete Männer, die leider fast alle Zweige der Wissenschaft mißbrauchen, um den größesten Unglauben, durch öffentliche Vorträge, Flugschriften und Zeitungen zu verbreiten und zu vertheidigen und ihren gottlosen Grundsätzen Geltung zu verschaffen. Diese Feinde hat die Kirche im Allgemeinen; als ein