# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1856_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14 Aus einer Recension ꝛc. 4. Welche rechtschaffene Christen sein wollen, die sind verbunden, Alteration der vom Herrn gegebenen Gnadenmittel nicht zu dulden. Sie müssen Zucht üben gegen die, von welchen sie ausgeht, und welche damit gemeinschaftliche Sache machen. 5. Diese Zucht führt zur Ausschließung des Ketzerhaufens, wenn der Stamm der Versammlung der Wahrheit gehorsam bleibt, zum Ausgehen eines Häufleins, wenn der Treuen nur wenige sind. 6. Ein solcher Akt der Kirchenzucht war auch die Kirchentrennung in Folge der Reformation Luthers. 7. Ihnen zufolge wird die Sakramentsgemeinschaft verweigert denen, oder — was dasselbe — der Bann verhängt über die, welche Wort und Sakrament verderbt oder verlassen haben. Dies trifft zunächst die falschen Lehrer, und die, welche ihnen bewußt beistehen; kann jedoch auch von denen nicht abgewandt werden, welche ihnen unbewußt anhangen. 8. Man darf aber diesen darum nicht die Gemeinschaft an der Kirche Christi absprechen. 9. Selbst Ketzerhaufen, die sich zusammen thun und sondern, aber noch Stücke von Wort und Sakrament mitnehmen, und namentlich die Taufe nicht verlassen haben, haben noch Theil an der Kirche. Aus einer Recension der in achter Auflage erschienenen Kirchengeschichte des Dr. und Professor H. E. F. Guericke. Eine längere Recension dieses in der neuen Auflage nicht nur umgearbeiteten, sondern auch wirklich vielfach verbesserten und vermehrten, keines Lobes mehr bedürfenden Handbuches (in 3 Bänden für den Preis von 4 Thlr. 20 Neugroschen) findet sich in dem vierten Quartalheft der Rudelbach=Guericke'schen Zeitschrift. Es ist dieselbe von dem Licentiaten der Theologie in Zeiz, Herrn Karl Ströbel. Mangel an Raum verbietet uns, diese vortreffliche Recension in extenso mitzutheilen. Wir können uns nicht versagen, daraus wenigstens Einen Passus auszuheben und unseren Lesern vorzulegen. Guericke hatte in der Vorrede zu seinem Werke sich über seinen ökumenisch=lutherischen Standpunkt und über erfahrene Anfechtungen ausgesprochen und dabei die Meinung ausgedrückt, er hoffe in Absicht auf dieses „Persönliche“ hiermit auf immer „abgeschlossen“ zu haben. Hiervon nimmt Ströbel Gelegenheit u. A. Folgendes zu schreiben: „Ich fürchte sehr, die Zeit wird diesen Wunsch als einen frommen ausweisen; denn jenes „Persönliche“ ist zugleich ein sehr Allgemeines, Kirchliches. Seit die Welt Christum nicht hat mit Gewalt unterdrücken können