# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1855_S382 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 382 Vermischte kirchliche Nachrichten. worden ist: „Wer die Divinität der Bibel Alten Testaments leugne und den Talmud nicht als die gesetzliche Auslegung des Wortes Gottes anerkenne, der sei kein Jude.“ Das Institut der Synoden soll wieder ins Leben gerufen werden. Göttingen. In eine der erledigten Stellen in der theologischen Fakultät zu Göttingen ist Professor Schöberlein in Heidelberg (früher Repetent in Erlangen) berufen worden. Der neue Göttingensche Professor kommt also aus Baden, aus der Union und als ein thätiger Beförderer derselben. Ein trauriges Zeichen für Hannover! Die durch den Abgang des nunmehrigen Kirchenrathes Redepennig nach Ilfeld entstandene Lücke ist für jetzt nicht ausgefüllt. Zu den 3 außerordentlichen Professoren ist noch ein vierter in der Person des Repetenten Köstlin aus Tübingen berufen und zugleich zum zweiten Universitätsprediger bestellt. Es ist dies der Verfasser der schönen Schriften über die Kirche. Die Missouri-Synode. Durch den Redakteur der „luth. Dorfkirchenzeitung“ erfahren wir, daß zwei Pastoren mit Namen Grätz und Romanowsky die Missouri-Synode neulichst verlassen und zur Buffalo-Synode übergetreten sind. Woher doch Herr Pastor Dietrich die seltsame Nachricht haben mag? Ein Herr Grätz war nie ein „Missourier“ und ein Herr Romanowsky ist es schon seit langen Jahren nicht mehr und war in der Zwischenzeit, wir wissen nicht was für ein Prediger. Herr Dietrich freut sich sehr über das „männliche Auftreten“ dieser angeblichen Missourier, und dankt Gott, daß endlich „der Anfang des Besseren wenigstens gekommen zu sein“ scheine. Dänemark. Folgendes finden wir in der „Dorfkirchenzeitung“: „In Dänemark strebt der große Feind der Deutschen, Grundtvig mit seiner mächtigen Parthei nach einer völligen Lösung der dänischen Kirche von der luth. Confession: man will nur Dänisch sein auch in der Religion: und dänisch heißt nach dem alten Menschen lehren. Die Ordnungen der Kirche sind durch diese Parthei schon sehr gelockert. Man sieht, die Welt ist überall reif zum Pabstthum und desselben bedürftig.“ Großherzogthum Hessen. „Der neunte Sonntag nach Trin. 1855, schreibt der „Freimund,“ da man predigt vom ungerechten Haushalter, war in Höchst an der Nidder ein Tag der Gerechtigkeit. Denn der Pfarrer Bingmann daselbst ward durch gerechtes Erkenntniß unsers Fürsten und Herrn an diesem Tage wieder von dem Superintendenten in sein Amt eingeführt, aus dem ihn der ungerechte Spruch des Großherzoglichen Ministeriums zu Darmstadt entfernt hatte, weil er sich weigerte, in unirten Gemeinen zu amtiren (d. h. weil er erklärte, kein gewissenloser Mensch sein zu wollen) und weil er des Satans Verführung auf dem Seminar zu Friedberg mit dem Worte Gottes in aller gebührenden Treue gestraft hatte.“ Gewiß, ein seltener Fall! Neuester Grabauischer Styl. In dem „Informatorium“