# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1855_S367 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Auslegung von 1 Corinther ꝛc. 367 sichern, als indem er uns eben den Leib giebt, der für uns zur Vergebung der Sünden am Kreuze gebrochen, das Blut, das für uns zur Vergebung der Sünden am Kreuze vergossen ist. Du möchtest in der Stunde der Versuchung irre werden an deinem Glauben, durch welchen du dir das Wort von der Vergebung der Sünden annimmst; denn du weißt, Gott achtet dich in Christo als einen neuen heiligen Menschen, aber du, obwohl in Buße der Sünde gestorben, findest die Sünde noch an deinen besten Werken und kannst von dem Leben des neuen Menschen nichts entdecken. Da tröstet dich das Wort (Col. 3, 3), daß dein Leben bestehet, nur unsichtbar, verborgen mit Christo in Gott, aber zu dem Wort kommt das Sacrament, das dir Leib und Blut Christi, des Neuen Menschen selbst, giebt; sei getrost, der du von Gott mit dem Leib und Blut des wahrhaftigen Neuen Menschen gespeist und getränkt wirst, dich achtet Gott sicherlich in Christo als einen neuen Menschen, darum zweifle nicht an der Vergebung deiner Sünden, sei getrost, der du des Heiligen Menschen Jesu Christi Leib und Blut empfängst, Gott wird dir Heiligung und Wachsthum in der Heiligung, Sieg und Triumph geben über alle Sünde und Versuchung. Lieblich tröstet die Predigt von der Auferstehung unseres Herrn Christi, wenn wir in Krankheit und Todesnoth recht inne werden, in welchem Leibe und in welcher Welt dieses Todes wir wandeln, wie aber tröstet erst das theure Sacrament, welches uns Leib und Blut des Menschen zueignet, der starb und auferstand von den Todten und lebet in alle Ewigkeit; wir dürfen ja nicht anders glauben, derselbe Gott, der jetzt schon den Leib und Blut dessen in uns pflanzt, der unter den Schlafenden der Erstling worden ist, werde auch uns auferwecken aus der Erde. Und wie wird all dieser Trost noch erhöht durch das, was Paulus besonders hervorhebt, daß die Abendmahlsgenossen auch besitzen als bei ihnen bleibend des Herrn Jesu heiligen und theuren Leib und Blut; ihre Gemeinschaft ist ja gewiß das Himmelreich, ob sie auch noch im Glauben streiten, und ein Unterpfand ist ihnen gegeben, daß sie sollen einst mit den vollendeten Gerechten im Schauen triumphiren. Mag der Teufel immerhin eure Blicke lenken auf die Gebrechen, die Zerrissenheit und Uneinigkeit der kirchlichen Gemeinschaft, mit welcher ihr bekennt, und euch höhnisch fragen, ob denn da die Kirche sei, die Braut des Herrn und sein priesterlich Königreich und heiliges Volk, mag euch angst darüber werden, als müßtet ihr ausgehen von eurer Kirche als von einer gottlosen Rotte, gedenket der Gnadenmittel, die euch in lautrer Fülle geboten werden, ja gedenkt des heil. Abendmahls, das der Herr euch giebt und allen Bekennern mit euch fern und nah; ob irdisch getrennt, verstreut unter den Völkern des Erdbodens, unbekannt mit einander, verschieden genannt, ein einiger Leib seid ihr Abendmahlsgenossen alle durch das einige Brod und den einigen Kelch, dessen ihr theilhaftig werdet, ihr seid der heilige Leib des Herrn Jesu eures Hauptes, denn seinen Leib und sein Blut habt ihr mit einander gemein zu seligem Besitz. Doch ihr denkt daran, wie manche unter den Abendmahlsgenossen in Unglauben Leib und Blut Christi empfangen? Laßt diesen Gedanken euch nicht verführen,