# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1855_S350 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 350 Neue Litteratur. treffliche französische Uebersetzung des kleinen und großen Katechismus Luthers herausgegeben. Ein Theil des Erlöses ist für die lutherische Kirche in Baden bestimmt. Das Büchlein ist zu beziehen durch die Buchhandlung von S. G. Liesching in Stuttgart, welche den Debit für Deutschland übernommen hat. Die Definite Synodical Platform. Aus dem „Evangelical Lutheran" ersehen wir, daß die Olive-Branch-Synode von Indiana während ihrer letzten, neulichst zu Columbus gehaltenen, Sitzungen jene berüchtigte Lehrbasis einstimmig adoptirt hat. Es ist dies nun die zweite, welche diesen Schritt gethan, während alle anderen Synoden, die bis jetzt darauf Rücksicht genommen haben, dieselbe entweder entschieden verdammt (z. B. die von Ostpennsylvanien und von Virginien) oder doch für unpracticabel erklärt haben (als die Westpennsylvanische). Luther's Kirchenpostille in englischer Sprache. Aus dem „Lutheran Standard" ersehen wir, daß Herr Dr. S. G. Henkel nun auch die Kirchenpostille Luthers in die englische Sprache zu übersetzen und herauszugeben gedenkt und daß die Synode von Tennessee demselben hierzu ihre Unterstützung zugesagt hat. Neue Litteratur. Kahnis, die Sache der luth. Kirche gegenüber der Union. Sendschreiben an Dr. K. J. Nitzsch. Leipzig (Dörffling) 1854. 97 Seiten in gr. 8. 12 Ngr. In einer Anzeige dieser Schrift (einer Antikritik) schreibt Ströbel u. A. Folgendes: „Kahnis hat in dem Sendschreiben für das blödeste Auge nachgewiesen, wie die „„Unionsdoktrin““ weder lutherisch, noch reformirt, sondern eine ganz neue Religion sei, mit einem andern formalen Princip als der heil. Schrift, mit einem andern materialen als der Rechtfertigung allein durch den Glauben. In letzterer Hinsicht sagt der Sendschreiber: „„Wissen Sie mir einen Theologen der Unionsdoktrin zu nennen, welcher die Rechtfertigung aus dem Glauben zum Grundgedanken seiner dogmatischen Anschauung gemacht hat, so nennen Sie ihn mir. Ich weiß keinen... Ich bin bereit, eine theologische Fakultät, welche allgemein in Deutschland für eine Hauptrepräsentantin der luth. Theologie gilt (Erlangen), zu bitten, über die Frage: Ob Ihre Rechtfertigungslehre dem lutherischen Symbol gemäß sei, zu entscheiden.""" *) — Ein schöner Consensus!" Wie übel muß es um den Ruhm stehen, daß die unirte Kirche für die Theologie so Großes geleistet habe, wenn sie solche Pillen stumm verschlucken muß! *) Kahnis hatte Nitzsch vorgeworfen, daß seine (Nitzsch's) Rechtfertigungslehre dem Tridentinischen Dogma sehr nahe stehe.