# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1855_S339 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die sog. amerik. Ueberarbeitung der Augsburg. Confession. 339 ten, das steht Art. 7. und 15. des ersten Theils der Augsburgschen Confession und zeugt wahrlich nicht von ihrem Glauben an dergleichen übrigens gute und erbauliche Ordnungen. Zwar studirt haben die Glieder der Wittenberg Synod, nur nicht die Kirchengeschichte; sonst hätten sie das Athanasianische Symbol nicht so ohne Weiteres aus der Reihe der Bekenntnisse allgemeiner Christenheit ausgelassen; sonst hätten sie nicht von Königreichen gefaselt, in denen durch weltliche Behörden die Annahme der Concordienformel erzwungen sei, auch nicht von einer Mehrzahl von Königreichen, welche eine oder mehrere Symbolische Schriften verworfen hätten; sonst hätten sie nicht von den Feinden unserer Kirche die Fabel geborgt, als sei den 8000 Predigern, welche die Concordienformel unterschrieben, dieselbe von weltlichen Behörden auf die Gewissen gebunden, da doch z. B. im alten Herzogthum Preußen die Prediger sogar für sich und ohne die weltlichen Behörden derselben beitraten; sonst hätten sie gewußt, daß die weltliche Obrigkeit an der Aufstellung der Concordienformel Theil hatte in derselben Weise wie Johann von Sachsen und Philipp von Hessen u. A. an der Abfassung der Augsburgschen Confession, nämlich in ihrer Eigenschaft als Vertreter der Gemeinden und Inhaber eines Theils der bischöflichen Gewalt oder des Kirchenregiments; sonst hätten sie überhaupt nicht so liederlich geschwatzt über die bekennenden Thaten der Gläubigen des Herrn, in welchen die Kirche ihre Siege über die Welt feierte und dem edelsten Streben und Ringen der Geschlechter kommender Jahrhunderte Bahn brach, Richtung gab und ihr Siegel aufdrückte; sonst hätten sie gewußt, daß wer Lehrsätze oder Dogmen, die bereits von der Kirche festgestellt sind, abthun und zur früheren Unbestimmtheit der in denselben enthaltenen Lehren zurückschreiten will, den geschichtlichen Boden der Kirche verläßt und zum Sektirer wird; sonst hätten sie gewußt, daß alle Unternehmungen, wie die ihrige, durch Verschweigen oder zweideutigen Ausdruck streitiger Lehren Einigkeit herbeizuführen, zu den entsetzlichsten Zwistigkeiten, den bittersten Zerwürfnissen führten; sonst hätten sie gewußt, daß wer, wie sie oder die Väter des Endes vorigen und des Anfangs dieses Jahrhunderts, eine einzige Lehre des Bekenntnisses dahin giebt, auch die anderen verliert, bis das Ganze unter seinen Händen zerbröckelt. Habt Mitleiden mit den armen irregeführten Gliedern der Wittenberg Synod; der Teufel nasführt sie, in der Augsburgschen und den anderen Lutherischen Bekenntnissen römischen Irrthum aufzuspüren, damit er sie selber in aller Stille recht römisch mache. Die Glücklichen! nicht Einen Papst haben sie, wie die Römischen, sondern viele in Gestalt ihrer Professoren und Doktoren der Theologie, deren einer z. B. die Annahme der verstümmelten Augsburgschen Confession mit empfohlen hat. Diese, denen es unwohl wird beim rüstigen Kampfe der Kirche wider den alten abgelebten Rationalismus und Supranaturalismus, der auch in der sogenannten Amerikanisch-Lutherischen Kirche sein Wesen treibt, haben gesagt, die Augsburgsche Confession lehre falsch vom heil. Abendmahl und von der Taufe und bekenne ihren Glauben