# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1855_S336 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 336 (Eingesandt von Pastor Hoyer.) Die sogenannte Amerikanische Ueberarbeitung der Augsburgschen Confession. Mehrere Prediger östlicher und westlicher mit der Generalsynode verbundenen Synoden haben eine Schrift ausgearbeitet, die unter folgendem Titel herausgegeben ist: Definite Platform, doctrinal and disciplinarian, for Evangelical Lutheran District Synods, constructed in accordance with the principles of the General Synod, d. i. Grundveste der Lehre und Kirchenzucht, für Evangelisch-Lutherische Distrikts-Synoden, aufgestellt in Uebereinstimmung mit den Grundsätzen der Generalsynode. Hergestellt ist diese Grundveste in der Art, daß man die Augsburgsche Confession verstümmelte durch Ausstreichen aller den Verstümmlern anstößigen Artikel, daß man die Verwerfung einiger nicht in der Augsburgschen Confession, wohl aber in anderen Lutherischen Bekenntnissen enthaltenen Bestimmungen daran knüpfte und endlich die Zuchtordnung der Generalsynode hinzufügte. Zwei der mit der Generalsynode verbundenen Synoden haben sich über diese ihnen vorgelegte Grundveste ausgesprochen. I. Die Wittenberg Synod of Ohio. welche sich am 6. September dieses Jahrs zu Bellefontaine, Logan Co., Ohio, versammelte und Pfarrer J. Crouse zum Präsidenten, Pfarrer J. W. Goodlin zum Secretär und Pfarrer G. N. H. Peters zum Schatzmeister erwählte, faßte über die genannte Grundveste folgenden von den Herrn L. Sprecher, J. W. Goodlin, J. G. Biddle, C. E. Jordan eingebrachten Beschluß: „Da es die Pflicht der Jünger Christi ist, ihre Religion vor der Welt (Matthäi 10, 32.) nicht bloß durch heiligen Wandel und Leben, sondern auch dadurch zu bekennen, daß sie bleiben in der Apostel Lehre und von dem Glauben zeugen, der einmal den Heiligen vorgegeben ist (Judä 3.), so haben Christen von früheren Zeiten her irgend einen Inbegriff ihrer Lehren oder ein Glaubensbekenntniß abgelegt. Solche Bekenntnisse, die auch Symbole genannt werden, sind das sogenannte Apostolische, das Nicänische und andere Bekenntnisse, aus den ersten vier Jahrhunderten nach Christo.“ „So haben ebenfalls die Lutherischen Reformatoren des 16. Jahrhunderts, als sie vom Kaiser vor den Reichstag zu Augsburg gefordert waren, die nach letzterer Stadt genannte Confession vorgelegt als eine Darstellung ihrer Hauptlehren, in welcher sie auch, wie sie selbst gestehen, nur den größeren Theil der Irrthümer widerlegen, die sich in die Römische Kirche eingeschlichen hatten. Hernach änderten Luther und seine Mitarbeiter weiter noch ihre Ansichten über einige in jener Confession enthaltenen Gegenstände, wie unter Anderen über die Messe, und lehrten reinere Gesichtspunkte in den Schmalkaldischen Artikeln.“ „Ferner wurden ein Vierteljahrhundert nach Luthers Tode diese und andere Schriften Luthers und Melanchthons sammt einem anderen Werke,