# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1855_S256 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 256 Ein Weg nach Rom. Kirche damals mit Gottes Wort sich rüstete, so gewiß reicht sie ihren heutigen Kindern dieselbige Rüstung zu gegenwärtigem Siege dar. Ist es nicht, als hätte Papst Pius IX. der Apologet unsers Bekenntnisses werden wollen? Denn seit der Reformation hat kein päpstlicher Act das antichristliche Princip des Papstthums unverholener offenbart, als der am 8. Dec. v. J. zu Rom vollzogene. Was Sixtus IV. im Jahr 1483, was Alexander VII. im Jahr 1661 noch nicht für zeitgemäß hielt, das hat Pius IX. im Jahr 1854 für zeitgemäß gehalten — tandem est a Romana ecclesia et apostolica sede decisum! O, wie ohnmächtig muß die rechte, die wahrhaftig apostolische Kirche in der Welt geworden sein, daß der Papst jetzt es wagt, mit seiner Dogmenbildung hervorzutreten! Seine Wunde ist heil geworden. (Sächs. K. u. Sch. Blatt.) Ein Weg nach Rom. Unter den Fahnenträgern des lichtfreundlichen Freigemeinethums war seiner Zeit neben Uhlich und Wislicenus bekanntlich auch der Prediger Giese einer der ersten. Er hatte sich den „Gläubigen“ zugesellt, obgleich er seinen Glauben, wie er selbst erzählte, nur widerwillig, unter stetem Widerstreben seines innern Menschen, als ein Joch getragen hatte. Deshalb nannte er sich nach Abwerfung dieses Joches einen „Freigewordenen.“ Zu seinem Schaden war er auch Dichter. Ein Gedicht, zu welchem ihn die erlangte Freiheit begeisterte, brachte ihn nach Magdeburg auf die Festung. In dieser Gefangenschaft bekehrte er sich wieder und nahm das abgeworfene Joch des Glaubens wieder auf. Nachdem er seine Haft bestanden hatte, hörte man nichts von ihm; er war aber, nach öffentlichen Blättern, zwei Jahre im Rauhen Hause bei Hamburg und ist jetzt in Münster katholisch geworden. So wird er also Freiheit und Gefangenschaft aus eigener Erfahrung beurtheilen können. (Petri’s Zeitblatt.) Verbesserungen des vorigen Heftes.*) Seite 163 von oben, Zeile 14, anstatt und: ins. „ 200 „ „ „ 3, „ euphonistischen: euphemistischen. „ 200 „ unten, „ 7, „ Wilhelm IV. von Beza beredet: Moritz. „ 201 „ oben, „ 3, „ das: der. „ „ unten, „ 19, „ Wornsdorf: Wernsdorf. „ 204 „ „ „ 9, „ sauberen: sauberern. „ 207 „ „ „ 5, „ ihn: ihm. „ 210 „ „ „ 4, „ lenken: denken. *) Für die Bitte, um diese Verbesserungen Verzeihung sich erbittend, erklärt die Redaction, daß Anstalten getroffen sind, in Folge welcher hoffentlich künftighin ein fehlerloserer Druck erzielt werden dürfte, als bisher.