# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1855_S216 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 216 Auch ein Fuchs. sind, zu erkennen. Denn erstlich identificirt er sich mit Herrn Pastor Mann als Autor des im „deutschen Kirchenfreund,“ Märznummer d. J., in der „Bücherschau“ über „Lehre und Wehre“ Gesagten, indem er nicht nur überhaupt für Herrn Pastor Mann in die Schranken tritt, und die in dem eben bezeichneten Artikel ausgesprochenen Gesinnungen vertritt, sondern durch seinen Ausruf: Juvat socios habuisse malorum (es freut den „Kirchenfreund,“ daß auch noch andere „Herrn“ der in „Lehre und Wehre“ ausgesprochene Tadel trifft); so wie sein Wissen, um „was Pastor Mann wol gerade nicht gethan haben würde, was ihm aber aufgefallen ist,“ sich wenigstens als dieselbe moralische Person darstellt. Zum andern geht er folgendermaßen zu Werke. Er sagt, „daß Pastor Mann im „„Kirchenfreund““ selbst den verleumderischen Schmähartikel Professor Walther's nicht beantwortet hat, ist das schärfste Urtheil über diesen literarischen Ausbruch von Gemeinheit.“ Herr Pastor Mann oder ein Gleichgesinnter für denselben beantwortet ihn dafür im Herold. Nun wird, wer die beiden betreffenden Artikel in „Lehre und Wehre“ und im „Lutherischen Herold“ liest, nicht finden, daß ersterer stärkere Ausdrücke gebraucht, als letzterer; denn wenn in ersterem Herr Pastor Mann ein Fuchs genannt, und ihm (wir glauben in gerechter Entrüstung), „pfui Schande dem „„lutherischen““ Prediger, der dem Pabst Waffen liefert für Luthers Herz!“ zugerufen wird, so giebt letzterer das Wort Fuchs zurück, und redet von „einem verleumderischen Schmähartikel.“ Gleichwol nennt der „auch ein Lutheraner“ erstern Artikel einen Ausbruch von Gemeinheit. Daraus folgt nun dieses: entweder hat Meister Fuchs gedacht, du sollst „Gemeinheit“ mit „Gemeinheit“ erwiedern; weil aber dein Kirchenfreund zu verständig dazu ist, damit er nicht verunreinigt werde, sehen, ob du nicht den Herold dazu gebrauchen kannst — und hat er so gedacht, so hat er den Herold so sicher überlistet, wie einst der Fuchs den Raben —; oder er hat gedacht, da sich gegen den Artikel in „Lehre und Wehre“ nun einmal nichts vorbringen läßt, so sollst du Wind machen und sagen, daß die Nichtbeantwortung des verleumderischen Artikels im „Kirchenfreund“ selbst das schärfste Urtheil über jenen sei, denn dann wird gewiß mancher, der das Pulver nicht erfunden hat, und den „Kirchenfreund“ für ein Orakel hält, sagen: ja freilich, das ist das schärfste Urtheil. Zu letzterer Meinung fühlt man sich einigermaßen geneigt, wenn man den Verfasser, nachdem er das Wort „Fuchs“ zurückgegeben hat, spricht: „doch, Scherz bei Seite!“ Ferner sagt er: dieselben Worte, die er, „der Kirchenfreund,“ aus Luthers Tischreden angeführt habe, seien auch in einer Abhandlung in der lutherischen Zeitschrift für Protestantismus und Kirche, herausgegeben von Thomasius und Hoffmann, Jahrg. 1854, citirt. Er sucht damit den ihm gemachten Vorwurf, daß er über Luther herfalle, ihn an den Pranger stelle u. s. w., von sich abzuwenden; und dies ist allerdings eines Fuchses nicht unwürdig, in so fern es auf den ersten Anblick scheint, als müsse es ganz harmlos sein, etwas von Luther zu erzählen, was eine Luther so freundliche Zeitschrift wie die angeführte auch