# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1855_S195 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die Erlanger „Zeitschrift für Protestantismus u. Kirche.“ 195 „so ziemlich in die Reihe der Rationalisten, die auf das quatenus dringen, „welche Form der Anerkennung aber wohl auf die Beschlüsse des Tridentinischen Concils oder der Dortrechter Synode und dergleichen, aber nicht auf „unser Bekenntniß anzuwenden ist.“ Dies der Passus. Wir fügen keinen langen Commentar bei. „Die Schrift ist nach dem Symbole auszulegen, und als Lutheraner hat man nur Nicht=Lutheranern gegenüber auf die Schrift zurückzugehen!“ Also möge sich in Acht nehmen, wer einen „Schriftbeweis“ zu schreiben für nöthig findet! Also mögen Löhe und Wucherer und Andere zusehen, wie sie mit der Missouri=Synode zurecht kommen, wenn sie von einer Fortbildung der symbolischen Erkenntniß auf Grund der heiligen Schrift sprechen! Ist das gesunde Theologie? Ist das nicht ein Beweis, daß es in Nordamerika auf beiden Seiten übel steht? Gott weiß, daß wir so mit Schmerz und in Liebe fragen. Wir hören von anderer Seite, daß die lutherische Kirche, namentlich die von der Missouri=Synode vertretene, große Aussichten in Nordamerika habe. Dafür sei Gott gepriesen, daß Er über seiner Kirche auch da seine gnadenvolle Hand hält, wo Menschen so viel thun, um Verwirrung anzurichten und den fröhlichen Gang der Dinge aufzuhalten. Gott übersieht der Menschen Schwachheit, weil, wie wir gerne glauben und hoffen, Er dort guten Willen und ehrliche Gesinnung nicht vermißt. Je mehr wir aber dieser Aussichten uns freuen und jemehr wir den Zuständen in Nordamerika, insbesondere dem Wirken der Missourier mit treuem Liebesauge folgen, desto weniger wollen wir den Wunsch zurückhalten, daß die Brüder drüben sich Demuth und ein offenes Ohr für eine treu gemeinte Warnungsstimme erhalten! * * * Dies der Artikel. Hauptsächlich in Betreff zweier Punkte in demselben achten wir eine Erläuterung von unserer Seite nöthig. Die „Zeitschrift“ sagt erstlich: „Erinnern wir uns, daß die beiden Missourier, welche uns vor einigen Jahren besuchten, bei uns allerlei bedenkliche Schriften gefunden, die von Männern ausgegangen waren, die wir zu unseren Orthodoxen rechnen, was sie zwar, unseres Wissens, uns in Deutschland nicht gesagt haben, wovon sie aber alsbald nach ihrer Heimkehr ihren Landsleuten im „„Lutheraner““ Mittheilung gemacht haben, so liegt die Vermuthung nahe, daß ihr Zutrauen zu uns und unserer Theologie kein sonderlich großes ist und sie wohl unserer Belehrung sich entwachsen glauben.“ — Hierauf haben wir kürzlich nur Folgendes zu erwiedern. Wenn der Schreiber dieses auf uns, die vor vier Jahren in Erlangen einige Wochen anwesenden Delegaten der Synode von Missouri ꝛc., hiermit den Verdacht legt, als ob von uns aus irgend welchen Motiven unser Dissensus in Betreff der in Erlangen herrschenden Theologie bei unserer Anwesenheit daselbst verschwiegen, hier aber alsbald öffentlich ausgesprochen worden sei, so können wir uns dies nur aus der Annahme erklären, daß gerade der Schreiber jener Zeilen bei den Gesprächen