# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1855_S132 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 132 Lutherisch=theologische Pfarrers=Bibliothek. tropischen Redefiguren, als Epizeuxis, Climax, Anapher ꝛc., Paronomasie; Antanaclasis; Logismus; Dialogismus; Amplification. Das 6. Buch endlich stellt die biblische Logik dar. — Buddeus schreibt von diesem Werk: daß im Lobe desselben die Unsrigen und Fremden mit einander gewetteifert haben. Und in der That ist dasselbe ein Schmuck unserer Kirche. Es ist ein Repertorium zur Lösung der biblischen sprachlichen Schwierigkeiten, wie kein anderes. Mit Hülfe des beigegebenen Registers der citirten und ausgelegten Schriftstellen läßt sich daraus ein ziemlich vollständiger biblischer Commentar ausziehen. Es kann uns natürlich nicht einfallen, zu leugnen, daß gerade was das Sprachliche betrifft unsere gegenwärtige Zeit für die Auslegung der h. Schrift sehr Bedeutendes geliefert hat; je öfter aber jetzt die Resultate der Sprachforschung zu falscher Deutung der göttlichen Bücher ausgebeutet werden, desto wichtiger ist es für einen jungen Theologen, ein Werk, wie die Philologia sacra von Glassius ist, zu haben, mit welchem gewaffnet er das Neuere erst recht benutzen kann. *) 2. In die andere Reihe des Faches für Exegese stellen wir die Schriften für die biblische Philologie, und zwar die Lexica für den hebräischen und griechischen Codex. a. Unter den hebräischen Lexicis behauptet noch immer seinen Platz: Christiani Stockii Clavis linguae sanctae Veteris Testamenti. Der Verfasser dieses Werkes war zuletzt Professor der orientalischen Sprachen zu Jena und ist am 4. Februar 1733 gestorben. Als derselbe, noch ein Jüngling, das von ihm frequentirte Gymnasium zu Gera im Reußischen verließ, hatte er es bereits so weit gebracht, daß er, wie Jöcher berichtet, „im Stande war, bei seinem Abschiede eine öffentliche Rede in deutscher, lateinischer, griechischer, hebräischer, chaldäischer, samaritanischer, arabischer, persischer und äthiopischer Sprache zu halten;“ was schon einer von den Beweisen ist, daß sich unsere lutherische Kirche dieses in ihrem Schooße gebildeten großen Philologen auch noch immer nicht zu schämen hat, selbst wenn demselben die neueren Sprachforscher an die Seite gesetzt werden. Das genannte ebräisch=lateinische Lexicon ist zuerst 1717 herausgekommen und hernach zu wiederholten malen theils von Stock selbst, theils von anderen (z. B. von J. F. Fischer) emendirt und vermehrt herausgegeben worden. Fast jede Bibelstelle, in welcher das angeführte Wort vorkommt, ist hier citirt und unter die betreffende Rubrik bei Angabe der verschiedenen Bedeutungen des Wortes gebracht. Es kann daher dieses Wörterbuch zugleich als ebräisch=biblische Concordanz dienen. *) Wir erklären überhaupt hier ein- für allemal, daß wir, wenn wir fast lediglich alte Werke recensiren, damit keinesweges zu verstehen geben wollen, daß ein lutherischer Pfarrer von den neueren literarischen theologischen Erzeugnissen keine Notiz nehmen solle. Unsere Ueberzeugung ist vielmehr diese, daß ein jeder zwar erst vermittelst des Studiums der Alten einen festen Grund reiner Erkenntniß legen, dann aber, gegen das in den neueren Schriften mit geringen Ausnahmen sich findende Gift der Irrlehre verwahrt, die Früchte auch der gegenwärtigen Arbeit in den Feldern der theologischen Wissenschaften sich anzueignen und einzusammeln suchen sollte.