# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1855_S65 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lehre und Wehre. Jahrgang I. März 1855. No. 3. (Eingesandt von Past. Wyneken.) Eine Erklärung Herrn Pfarrer Löhe's nebst einigen daran hängenden Bemerkungen. Die zwölfte Nummer des „Kirchlichen Informatorium“ bringt den fol= genden Aufsatz von Herrn Pf. Löhe aus dessen „Kirchlichen Mittheilungen“ No. 8. 1854, der mir des Abdrucks in dieser Zeitschrift werth scheint; einmal, weil er uns zeigt, wie man drüben unsere Blätter liest, dann auch, weil Herr Pf. Löhe seine Meinung über den Unterschied zwischen unserer Richtung und der seinigen darin ausspricht. Der Löhe'sche Aufsatz lautet, wie folgt: Die neuest eingetroffenen Nummern des „Lutheraner“ No. 22—26 des 10. Jahrgangs. Wer diese neuesten Nummern des „Lutheraner“ auch nur flüchtig übersieht, findet schnell den Unterschied zwischen der amerikanisch=lutherischen und deutsch= lutherischen Richtung. Dieser Unterschied ist aber so bedeutungsvoll, daß er wohl verdient, auch in diesem Blatte ein wenig aufgezeigt und hervorgehoben zu werden. Wir würden gerne recht viel aus den genannten Blättern ab= drucken lassen, zumal sie die Herausgeber dieses Blattes und die mit ihnen verbundenen Freunde sehr nahe berühren; wir mußten uns aber beschränken — weil unser kleines Blättchen drauf ginge mit allen zwölf Nummern, wenn wir auch nur z. E. die Antwort unsrer amerikanischen Brüder auf die Leipziger Conferenzschrift mittheilen wollten. Vielleicht theilt die Leipziger Conferenz in irgend einem Organe die ihr gegebene Antwort mit. No. 22 giebt die Harleß'schen Thesen über Kirche und Amt, versteht sich, mit demjenigen Triumph, welchen die amerikanischen Freunde bei der wesentlich gleichen Ueberzeugung eines in der Kirche so hoch gestellten Mannes haben können. Ferner enthält das Blatt einen Aufsatz, betitelt: „Licht und Schat= tenseiten der lutherischen Kirche in Deutschland.“ Wir erlauben uns, den Anfang des Aufsatzes abzudrucken. „Wenn wir hier vorerst davon Nachricht geben wollen, daß jetzt in der lutherischen Kirche unserer alten Heimath bei allem Jammer unserer Zeit mehr 5