# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1855_S34 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 34 Zur Lehre vom heiligen Predigtamt. N. T. Cäremonialgesetzliches noch Geltung haben? Man will doch nicht etwa die heiligen Sakramente unter die Kathegorie auch mit zählen? Sind diese nicht vielmehr in's Wort der Verheißung, für Alle das Wesen enthaltende, gefaßt, das mit den sichtbaren Zeichen verbunden ist, welche dann freilich im Glauben zu empfangen schon in dem ersten Gebote als Gesetz enthalten ist? Ebenso ist das Amt, das Amt, die großen Thaten Gottes auszureden, das Wort von Seiner Gnade auszubreiten und Seine Herrlichkeit mit Preis und Ehren zu verkündigen, im Evangelio gegeben, wie Symbole und Catechismen lehren, und zugleich auch in demselben verheißen, daß Gott die hierzu nöthigen Gaben in den Gläubigen durch Seinen Geist verwirkliche, vorzugsweise aber in solchen, die die Gemeinden Gottes pflanzen oder die gepflanzten mit der heilsamen Lehre weiden sollen, welche zu berufen, wann dieß durch Menschen mit geschehen soll, wiederum, wie aller Gehorsam des Glaubens, allerdings Gottes Gebot ist: Du sollst nicht andere Götter haben neben mir. Aber wie Er Niemanden zwingt zum Glauben, Niemanden zwingt zu dem heilsamen Gebrauch der Sakramente, wiewohl Er zwingt zum äußerlichen Halten dieses oder jenes durch das häusliche oder weltliche Regiment: so soll auch nicht durch Menschen in Werken des Gesetzes erstarren, was aus dem frischen Hauch und Wehen des Geistes allein stammen darf, anzunehmen aus Seiner gnädigen Hand die Prediger. Selbst die Oekonomie des A. B. hatte gesetzliche Cäremonieen nur als Vorbedeutung und Abbild geschichtlicher Thatsachen im Reiche Christi Jesu, und ohne Glauben des priesterlichen Volkes waren die Reinigungen und Opfer des mosaischen Amtes völlig unzureichend zur Gerechtigkeit und bei Gott verwerflich; und in der Zeit des N. T. sollte die heilige Kirche Gottes, der die Erfüllung doch bereits geschenkt ist, diese und damit ihr eigentliches Leben, beides in dem rechten Maße und seinem vollen Verstande, erst erlangen durch ein Priesterthum, das über ihr geordnet in einer ganz inhaltslosen Cäremonie seinen Ursprung nähme? Da ist sie nicht auf Christum, den ewigen Fels, gebaut, sondern auf menschliche Interzession, die nicht einmal im A. B. in Beziehung auf das Wesen — denn den Glauben an den Messias empfingen sie durch das Wort von den Vätern ererbt —, sondern nur rücksichtlich der Vorbilder Statt fand; und organisirt und zusammengehalten durch an sie herangebrachten äußerlichen Mechanismus, innerhalb desselben getrieben und genöthigt, sich der Seelenpflege durch die Prediger zu bedienen, wird sie nimmer ein geistliches Reich, sondern bleibt ein Volk, das regiert und regulirt wird durch Gebote und Satzungen. 1 Tim. 4, 14. 2, 1, 6. 1, 1, 18 müssen zusammengenommen werden. Daraus folgt, daß an dem erstern Orte, wie auch schon das Sprachidiom lehrt, konstruirt werden muß: Laß nicht aus der Acht die Gnadengabe, die in dir ist, welche dir gegeben ward durch die mit Handauflegung verbundene Weissagung des Presbyteriums; der zweite zieht es kurz zusammen: Durch die Auflegung meiner Hände. Als mit anwesende Zeugen von des wackern Jünglings gutem Bekenntnisse und dem Vortrage des ordinirenden