# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1855_S32 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 32 Aufnahme unserer Antwort ꝛc. niß practicirt wird. Wenn denn die Herren in ihrem Postscipto berichten, daß es sich in der Herrschaft Jever auch also verhalte, da man vordessen so strenge nicht verfahren und der täglichen Conversation, Handels und Wandels halben nicht wohl vermieden werden kann, auch in der benachbarten Grafschaft Oldenburg gebräuchlich ꝛc., als zweifeln wir nicht, die Theologi desselben Orts werden sich in diesem Fall also zu bequemen wissen, daß neben dem Gewissen der Menschen auch gemeine Ruhe des Vaterlandes und gute Devotion der Unterthanen gegen die Obrigkeit erhalten werde. Welches den Herren wir zu begehrter Antwort nicht verhalten sollen; thun hiemit dieselben dem Schutz des Allerhöchsten befehlen. Datum Wittenberg den 18. Maji Anno Christi 1624.“ (Siehe: Consilia theologica Witebergensia d. i. Wittenbergische geistliche Rathschläge ꝛc. abgefertigt von der theologischen Fakultät daselbst, damals bestehend aus Calov, Meisner, Quenstedt und Deutschmann. Frankf. a. M. 1664. Theil II. Fol. 128. 129.) Aufnahme unserer Antwort (auf das Ermahnungsschreiben der Leipziger Conferenz) in Deutschland. In dem „Sächsischen Kirchen- und Schulblatt“ von Prof. Dr. Kahnis findet sich, durch drei Nummern des Novembers v. J. hindurch, eine ausführliche Anzeige unserer im „Lutheraner,“ Jahrg. 10, No. 24 und 25 mitgetheilten und in Deutschland in Pamphletform (Verlag von B. G. Teubner in Leipzig) erschienenen Antwort. Die Anzeige schließt mit den Worten: „Statt besonderer Empfehlung diene den Lesern des Kirchen- und Schulblattes die zwiefache Bemerkung, einmal, daß genanntes Schreiben in der vielbewegten Frage von Kirche und Amt eine Antwort in thesi und praxi darstellt, und zwar in Einklang mit unserer lutherischen Kirchenlehre; zweitens, daß es ein Zeugniß ist von einer Gemeinschaft, welche zu großem Theile aus unsern sächsischen Brüdern besteht.“ — Der Referent ist Herr R. Neubert, Candidat des Predigtamts in Leipzig, ein ausgezeichneter Schüler des vormaligen Professor Dr. Harleß und später noch eine Zeitlang des Professors Kahnis an der Universität genannter Stadt.