# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1855_S13 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Das neueste papistische Concil ꝛc. 13 sein können, nicht mehr Organe des Geistes, sondern todte Glieder, der Lebenskraft beraubt, am äußern Leibe zu dessen größtem Schaden oder (bei relativ reiner Lehre auf den Lippen) zu wenigstens weit schwächerm Nutzen hangend. Und endlich, das geistliche Amt ist keine göttlich gesetzliche Institution, insofern ein anderes Gesetz noch gelten sollte, als die heiligen zehn Gebote, sondern ein Geschenk des Evangelii Gottes, dessen höchste Bethätigung und Erfüllung eben geschieht an dem Sonderberuf zum öffentlichen Dienste innerhalb der Gemeinschaft derer, die da glauben. In wahrer Freiheit, damit Christus sie befreit hat, frei von allem Zwange eines Gesetzes, nicht weil sie müssen, sondern weil Gottes Wille ihr Wille geworden, ist zu handeln von Berufenden und den Berufenen. (Fortsetzung folgt.) Das neueste papistische Concil und die Lehre von der unbefleckten Empfängniß der heil. Jungfrau Maria. Schon im Februar 1849 erließ der gegenwärtige Pabst, Pius IX., ein sogenanntes Encyklisches Schreiben, worin er alle seine Creaturen aufforderte, vereint mit allen ihren sogenannten Gläubigen den HErrn (?) mit Gebet und Flehen anzugehen, daß er (der Pabst) „möge erleuchtet werden, damit er schneller zu einer Entschließung kommen möge in Betreff der Frage, ob die heilige Jungfrau Maria auch wie die andern Menschen in Sünden empfangen und geboren sei, oder nicht.“ Ob also die heilige Schrift und der heilige Geist gelogen habe oder nicht, wenn es heißt: „Und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben“ (Röm. 5, 12.); oder wenn es heißt: „Es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Sünder, und mangeln des Ruhms, den sie an Gott haben sollten“ (Röm. 3, 23.); oder wenn es heißt: „Es ist kein Mensch, der nicht sündiget“ (1 Kön. 8, 46.). — Das heißt nun freilich Gottes gespottet: Ihn um Erleuchtung anrufen, um zu erkennen, ob Er, der liebe Gott, gelogen habe! Wer aber aus Gottes Wort erkannt hat, daß der Pabst der Antichrist und daß das römische Pabstthum die große Hure ist, die auf dem Thiere sitzt, das „voll Namen der Lästerung“ ist (Offb. 17, 3.), der wird sich darob nicht groß wundern. Unser allerunheiligster Vater Pabst hat es aber nicht dabei bewenden lassen, seine Lieben Getreuen um ihre Fürbitte zu ersuchen, damit er jenes Basiliskenei, auf dem er eben sitzt, glücklich ausbrüte; es hat derselbe nun auch ein Concil ausgeschrieben, welches zu Rom, in der „ewigen Stadt“ d. h. in dem allberühmten Babylon, abgehalten und in welchem jene Frage mit