# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1855_S3 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zur Lehre vom heiligen Predigtamt. 3 ihm, und kann aus ihm erwachsen, wo der Herr will. Dann stände es schlimm um Luthers Lehre, und sein ganzer gewaltiger Schriftbeweis gegen die römische Häresie, namentlich in seinem Brief an die Böhmen, wäre ein Fechten ins Blaue hinein gewesen, wenn sie nicht als unwiderleglich sich bewährten . Wir glauben aber: besser, als er, wird es wohl schwerlich Jemand in unserer Zeit machen. Und wenn Wucherer in dem Vorwort bekennt, er verdanke seine Ansicht als Resultat einem selbstständigen Forschen in der Schrift: so darf Einsender dieß wohl aus seiner Erfahrung durch Versicherung des Gegentheils neutralisiren; nachdem Gottes Gnade vor 26 Jahren ihn, anregend und hinweisend zwar durch Lebende, zunächst aber durch das bloße Studium des N. T., aus den Schlingen des Unglaubens befreit hatte, stand Lehre von Kirche und Amt zwar nicht in der Klarheit, wie jetzt, aber in derselben Lauterkeit ihm vor der Seele und später Schrift, Luther und Symbole auch nicht im mindesten Widerspruch; erst als er durch den bekannten Prediger St. in Dresden auf päpstische Anschauungen, ganz dieselben, wie sie heutzutage solche, die Altlutheraner heißen, mit Zähigkeit festhalten, geführt ward, marterte sich sein lutherisches Gewissen damit ab, sie in Schrift und Symbolen zu finden, aber es gelang ihm nie, und er konnte sich nur beruhigen durch den Gedanken, es werde in's Künftige ihm noch deutlicher werden, wie Past. St. hierin die Schrift auf seiner Seite habe und die symbolischen Bücher hingegen, wie er selbst sagte, Mangel und Unvollkommenheit. Eine ernste Warnung für die, welche in der Lehre, vor Allem aber für die, welche sogar in der Praxis auf Männer hören, welche in unglückseligen hierarchischen Bestrebungen gefangen sind. Doch zur Sache. Ephes. 4, 11 lautet nach dem Grundtext also: Und Er selbst, Christus, hat Etliche gegeben zu Aposteln, Etliche zu Propheten, Etliche zu Evangelisten, Etliche zu Hirten und Lehrern. Wem hat Er diese gegeben? Er muß sie doch Jemandem gegeben haben. Und wem Etwas gegeben wird, der hat dieß dann zu eigen. Nun heißt Christus K. 1, V. 22 das Haupt über Alles der Gemeinde gegeben. Wie Er also der Gemeinde gegeben ist, so auch Seine Diener: Er zum Haupte — diese zur Zurichtung der Heiligen (in der Einigkeit des Glaubens), in das Werk des Dienstes, (daß die Gemeinde ein vollkommener Mann werde,) auf die Erbauung des Leibes Christi, (erfüllt zu werden zu aller Gottesfülle, vergl. K. 3, 19; denn V. 12 in K. 4 korrespondirt mit dem folgenden, und diesem entsprechen V. 14, 15 und 16;) also zu dienenden Gliedmaßen an Seinem geistlichen Leibe. Vergleiche „Lutheraner“ Jahrg. 11, S. 36.— Doch nicht bloß das Amt, insofern es sonderlich geführt wird, sondern auch, insofern es ursprünglich von Christo ist eingesetzt, wird als Gnadengeschenk des Erzhirten und Herrn an Seine heilige Gemeinde bezeichnet. Die unerschöpfliche Fülle des Inhalts Seiner Gabe wird uns aufgeschlossen durch Vergleichung mit 1 Kor. 3, 21 folg. Man deutele doch nicht an den Worten. Ich darf von dem einfältigen Verstand der Schrift nicht weichen, es zwinge mich denn die Analogie des Glau-