# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1854 06 06_S163 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) RRUĩ TTTTTTTT e „Vottes Wort und Luthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr. ——— Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten Redigirt von C. F. W. Walther. Jahrg. 10. St. Louis, Mo., den 6. Juni 1854. Bedingungen: Der Lutberaner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jäbrlichen Eubſeriptiensvreis von Einem Dollar für dee auswärtigen Unterſchreiber, welche denſelben vorauszube⸗ lableu und das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne Ro. für 5 Cents verkauft. aber. Nur die Brie fe welche Mittbeilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Redakteur, alle andeen welche Geſchäftliches, Beſtellungen, Abbeſtellungen. Gelder ꝛc. enthalten, unter der Adreſſe Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anher zu ſenden. 2—8———— —..—— — — (Für den Lutheraner Luthers Werke A. v.Walch., B. VII S.1174.) Eingeſandt.) O Vat u b du biſt i Der ſogenannte Große hannöveriſche ater Unſer der du biſt in den Himmeln, wir deine Kinder auf Er⸗ Katechismus, beurtheilt den, von dir geſondert im Elend —wie ein groß ¶ Wer ivon Mittel iſt zwiſchen dir und uns, wie ſollen enen wir immer heimkommen zu dir in unſer Va⸗ (Fortſetzung.) Ein richtiges Urtheil über die Behandlung eines Gegenſtandes —es ſei die Lehre vom Ge⸗ bet überhaupt, oder es ſei das Vaterunſer— hängt nicht blos ab von der Erkenntniß der of⸗ fenbarſten Blößen Desjenigen, der oder das zu beurtheilen iſt, ſondern auch nicht weniger von der Einſicht in die Tiefe des Gegenſtandes ſelbſt. Dieſe Einſicht zu befördern theilen wir zum Beſchluß dieſes Aufſatzes, aus den zahlreichen Schriften und Schriftchen Luthers über das heil. V. U. die nachſtehende mit, die außer der Wahrheit, Ernſt, Tiefe, Fülle geiſtlicher Erfah⸗ rung und Lebendigkeit, welche ſie gemein hat mit Allem, was aus der Feder des großen Re⸗ formators gefloſſen, in Folge der Geſprächsform den Reiz einer beſonderen Anmuth an ſich trägt, und wohl geeignet iſt, den Unterſchied der Gei⸗— seer begreiflich zu machen. Möchte doch das Folgende, indem es (wie das Gebet ſein ſoll) ein Geſpräch der Seele mit Gott iſt, nicht blos geleſen, ſondern gebetet werden! (Tit. Kurzer Begriff und Ordnung aller vorgeſchriebenen Bitten. Ein Geſpräch der Seelen mit Gott. lieben, fürchten und ehren. terland? ö Ein Kind ehret ſeinen Vater und ein Knecht ſeinen Herrn. Bin ich denn euer Vater, wo iſt meine Ehre? Bin ich euer. Herr, wo iſt meine Furcht und Ehrerbie— tung? (Mal. 4, 6) Denn mein bei⸗ liger Name wird bei euch und durch euch geläſtert und verunehret. (Jeſ. 52, 5. O Vater, das iſt leider wahr, wir erkennen unſere Schuld; ſei du gnädiger Vater und rechne nicht mit uns, ſondern gib deine Gna⸗ de, daß wir alſo leben, daß dein heiliger Name in uns geheiliget wer de. Laß uns ja nichis gedenken, reden, thun, ha⸗ ben oder vornehmen, es ſei denn dein Lob und Ehre darinnen, daß alſo vor allen Dingen deine Ehre und Name, nicht unſere eigene eitle Ehre und Name in uns geſucht werde. Gieb, daß wir dich, wie die Kinder einen Vater, Wie kann meine Ehre und Name bei euch geheiliget werden, ſo alle euer Herz und Gedanken zum Böſen geneigt und in Sünden gefangen lieget (1. Moſ. 8, 21.) ſo doch mein Lob Niemand ſingen kann in fremden Landen? (Pſalm 137, 4.0 O Vater, das iſt wahr; wir empfinden, daß unſere Gliedmaßen zu Sünden geneigt und die Welt, Fleiſch und Teufel in uns re⸗ gieren wollen, und alſo deine Ehre u. Namen austreiben. Darum bitten wir, hilf uns aus dieſem Elende, laß dein Reich kommen, daß die Sünde vertrieben und wir fromm, dir behäglich gemacht, du allein in uns re— giereſt und wir dein Reich werden mögen im Gehorſam aller unſerer Kräfte, inwendig und auswendig. Welchem ich helfen ſoll, den verderbe ich, und welchen ich lebendig, ſelig, reich, fromm machen will, den tödte ich, ver⸗ werfe ihn, mache ihn arm und zu nichte. Aber ſolchen meinen Rath und That wollet ihr nicht leiden. (Pſ. 78, 10, II.) Wie ſoll ich euch denn helfen und was ſoll ich mehr thun? (Jeſ. 5, 40 Das iſt uns leid, daß wir deine heilſame Hand nicht verſtehen noch leiden. O Vater, gieb Gnade u. hilf, daß wir deinen gött⸗ lichen Willen laſſen in uns geſche⸗ hen; ja, ob es uns wehe thut, ſo fahre du fort, ſtrafe, ſtich, haue und brenne, mache Al⸗ les, was du willſt, daß nur dein Wille, und ja nicht der unſere geſchehe. Wehre, lieber Vater, und laß uns nichts nach unſerem Gut⸗ dünken, Willen und Meinung vornehmen u. No. 21.