# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1854 06 22_S162 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) Krieg der Saeramentirer wider Chriſtum. Der alte Selnetcer hat wider die Sacramen⸗ tirer, das heißt, wider die, welche die weſentliche Gegenwart Chriſti im hl. Abendmahl leugnen, 1571 eine Predigt herausgegeben, worin es u. A. alſo heißt: „Wollen ſie aber daran und ihre Kunſt an dem HErrn Chriſto beweiſen, wohlan, ſo wollen wir ſehen, wer das Feld behalten wird. Chriſtus ſoll Hauptmann ſein ſeinem Wort. Eure Vernunft und Kunſt ſoll auch Hauptmann ſein bei euren Gedanken und Gloſſiren. Laſſet nun ſehen, wer gewinnen ſoll. Denn an un⸗ ſern Blutfahnen ſtehet geſchrieben: Nehmet, eſ⸗ ſet, das iſt mein Leib; trinket, das iſt mein Blut. An euren Fahnen iſt gemalet: Die wahre Eigenſchaft des Leibes iſt feſtzuhalten; das iſt: ein Leib iſt ein Leib, und ein Leib kann nicht auf Eine Zeit an vielen Orten ſein. Flat— tert nun und laßt gehen und ſchwenkt die Fahnen in die Luft. Es ſoll gewißlich alſo lauten: Chriſtus, ein HErr der Luft, wird Seine Fahne wider euch aufſchwingen und ſein Wort erhalten in Ewigkeit, da ſonſt Himmel und Erden ver⸗ gehen werden. Denn wer will ſich wider Ihn ſetzen, und etwas gewinnen? Es bleibt alle⸗ zeit: „„Galiläer, du haſt geſiegt!“' wie der Kaiſer Julianus geſagt hat.“ — —— Das gute Bekentniß. Unlängſt — ſo erzählt der evangeliſche Kir— chenbote für die Pfalz, kam in die Apotheke einer unſerer pfälziſchen Städte, in der ſeit lange der frechſte Unglaube zur Mode geworden iſt und die einfachſte Aeußerung der Gottesfurcht als Muk⸗ kerthum gebrandmarkt wird, ein Bauersmann, um für ſeine ſchwer kranke Frau Arzenei zu ho⸗ len. Auf die Frage des Apothekers: „nun, wie geht's bei eurer Frau“? antwortete der Bauer, „es geht etwas beſſer, und ich hoffe, daß ſie's, wennder HErrhilft, durchmacht.“ — Was, ſagte der Apotheker, ſeid ihr auch noch ſo einfäl⸗ tig? Der Doktor muß helfen; wenn Doktorund Apotheker nicht helfen, ſo hilftkein Gott.“ Der Bauer ſchweigt; Der Apotheker bereitet die Arznei. Als dieſelbe fertig iſt, greift der Bauer in ſeine Taſche und ſagt: „Machen ſie mir meine Rechnung, Herr ..., alles zuſam⸗ men, was ich ſchuldig bin.“ .Der Apotheker er— widert: „Das hat ja keine Eile ihr werdet noch mehr als einmal in die Apotheke müſſen, bis eu— re Frau wieder ganz geſund iſt, und dann zahlt ihr auf einmal.“ „Nein, ſagte der Bauer, ich will jetzt meine Schuldigkeit bezahlen, denn in Ihrer Apotheke bin ich heute zum letzten Male geweſen. Ein Apotheker, dernichtan Goiiglaubt, hatauch kein Gewiſſen, undzueinem Apotheker, der kein Ge⸗ wiſſen hat, habe ich kein Vertrauen.“ So ſpricht der Bauer. Der Apotheker ver— ſtummt. Der Bauer bezahlt ſeine Rechnung und hat Wort gehalten. Abnahme des Methodismus.— Der in New⸗York erſcheinende „Chriſtian Advokate und Journal“ von letzter Woche bringt eine Ta⸗ belle, welche die Geſammtzahl der Mitglieder der Methodiſten Kirche in jener Stadt gibt. Im Jahre 1843 belief ſich dieſelbe auf 9,780; in 1845, 9,571; 1847, 9,326; 1847, 8,893; 1851, 9,289; 1853, 9,319; woraus ſich eine Verminderung von 400 Mitgliedern in zehn Jahren ergibt, während ſich die Bevölkerung ſeit jener Zeit beinahe verdoppelt hat. (Wächter im Weſten.) Kirchliche Nachricht. Nachdem Herr Joh. Mich. Hahn, bis daher Zögling des Fort Wayner Seminars an die Stel⸗ le des Herrn P. Riedel in Franklin Co. Mo. be⸗ rufen war, iſt derſelbe am Sonntage Jubilate (7. Mai) inmitten ſeiner Gemeinde vom Präſes or⸗ dinirt, und in ſein Amt eingewieſen. Die Addr. des lieben Bruders iſt: Blisli's Mills Frannlin Co. Mo. St. Louis den 11. Mai. A. D. 1854. Fr. Wyneken. Zur Nachricht. Wegen meines vorgerückten Alters und Ab⸗ nahme meiner Kräfte habe ich mich genöthigt ge— ſehen, das zeither von mir beſorgte Bücher— Geſchäft auf⸗ und insbeſondere den Vertrieb des im Verlage der hieſigen deutſchen ev. luth. Gemeinde u. A. C. herausgegebenen Kirchen— Geſangbuchs in die Hände der genannten Gemeinde zurückzugeben. Herr Schullehrer Otto Ernſt allhier hat von jetzt an nicht nur den Vertrieb des Geſang⸗ buchs ſondern auch den Verkauf der in unſern Gemeinde⸗Schulen recipirten und der ſonſtigen unter Aufſicht unſerer Synode herausgekomme⸗— nen Bücher und Pamphlets übernommen. Neue Beſtellungen beliebe man daher an ge⸗ nannnten Herrn Ernst (care of Revd. C. F. W. Walther) zu richten, rückſtändige Zahlungen aber noch an mich ſelbſt einzuſenden. St. Louis, May 1854. F. W. Barthel. Die deutſche ev. luth. Synode von Miſſouri Ohio und anderen Staaten hält ihre nächſten Sitzungen zu St. Louis, Mo., am Mittwoch nach Dom. I. p. Trin, den 21. Juni bis 1. Juli. ö Quittung und Dank. Unterzeichneter beſcheinigt hiermit dankend. 5 5,00 vom Jünglingsverein von Fort Wayne empfangen zu haben. St. Louis deu 25 ſten Ap. 1854. Joh. Mich. Hahn. Erhalten a. zur Syuodal-Caſſe: von Hrn. Paſt. M. W. Sommer für Synodalberichte — 40 b. Zur Synodal-Miſſions-Caſſe: von .. Ungenannt, — — — — — 25 „der Gemeinde zu St. vouis — „810 0⁵ „„ luth. Gemeinde zu Bremen bei St. Louis 2⁵ durch Hrn. Paſt. Sommer geſammelt in ſeinen 3 Ge⸗ meinden — — — — — — neml. in Franklinville 85 55. „Long Green 279. „, Harford 61. von Hrn. Samuel Weil 100. 9 9⁵ von der ev. luth. Zionsgemeinde des Hrn. Paſt. Kleinha⸗- ö gen in New Orleana- — — — 56 „ der ev. luth. Johannis Bemeinde daſelbt 5 25 Zum Landankauf für die Indianer in Michigan: von der Gemeinde in Collinsville Ills. (bereits den 20. Febr. bez.zu. irrig für die Synodal-Caſſe von Hrn. Harniſch sen. allhier — —1 0⁰ „ der hieſigen Gemeinde — — — — 2 0⁰ „ Hrn. Oberjürge hier 10⁰ „dem Immanuels-Jungfrauen Verein zu St. Louis — — — — — —21 00 von Hrn. Franz Rubloff daſelbſt — — — 20⁰ von Hrn. Paſt. Frederking geſammelt am Epiphani⸗ asfe ſte — 2* — — — 5 50 neml. 81 45 in der Zionskirche, 135 „Striugton, 70 „der Osage-Gemeinde, 2 00 von F. duru Hrn. Paſt. Stubnaßy geſammielt, 2. Sendung 6 ( neml. 83 44 anf der Hochzeit des Hrn. Paſt. Küchle 106 aus der Miſſions-Büchje, 1 00 von den Schulkindern des Hrn. Paſt. Stubnatzy, 50 von Hrn. D. F. W. von Hru. J. G. Sauer in St. Louis — 200 — von Hrn. Schullehrer Jul. Koch in Piketon, O.. 150 von Hrn. Chriſt. F. Rohlfing in St. Louis — 2650 durch Hrn. Paſt. Diehlmann in Buffalo, theils in Miſſionsſtunden, theils auf Hochzeiten u. Kind⸗ taufen geſammelt — — — 15 0⁰ durch Hrn. Paſt. J. Geo. Sauer eingeſendet: von Fr. Sundermann- — 17000— „ Wilh. Duwe — — — 1 0⁰ „Gerh. Rölker — — — 1 0⁰ von Hrn. J. Schammel in Palmyra Mo. 1 0⁰ c. zum Unterhalt des Concordia-College: von Hrn. Chriſt. Friedr. Rohlfing allhier — 12⁵ d. für arme Studenten und Schüler im Concordia-College und Seminar: durch Hrn. Paſt. Freberking geſammelt am Erndte⸗ Dank- u. Reformat. Feſte 18583 und zwar: 53 30 in der Osage Gemeinde, 2 10 in Jefferſon City, 2 95 in der Zionskirche 195 in Stringron 2 00 v. F. durch Hrn. Paſt. Riemenſchneider aus der St. Jo- hannis Gemeinde in Franklin Co Mo. — e. zum Concordia⸗Collegebau: LVacat. F. W. Barthel, Caſfirer. Bezahlt den 5. Jahrg. Herr Lohmüller. „ 9. „d. HH. Paſt. Hengiſt (50 C.), Paſt. H. Lang, Andr. Pabſt, P. Bander, M. Seiboit, C. M. Siegel, Ch. Tegeler, Fr. Thie⸗ meyer, H. Timmermann, G. Waltjen / Ad. Weidemever. „„ Bär, G. Bauer, H. Bäpler, E. Beck, J. R. Drege, C. Dunker, Joh. Fritz, Andr. Germuth, Heiſinger, V. Hern, F. Hampe, Paſt. Hengiſt (50 C.). Jul. Koch, C. Fr Kleppiſch, A. Klingmeyer, W. Letmate, Chr. Leutner, J. H. Müller, C. Müller, B. Nölting, G. Niklas, W. Niemann, Andr. Pabſt, D. E. Radecke, Fr. Radecke, Joh. Roſa, J. G.Strobel, H. A. Sieck, C. M. Sie- gel, Ch. Tegeler, H. Timmermann, Zr. Thiemeger. die 2. Hälſte d. 10. Jahrg. d. HH. Paſt. Beilharz, Heinrich Green, Paſt. Sommer (5 Ex.). Mohr, Maurer. die 1. Hälſte d. 11. Jahrg. d. HH. Paſt. Beilharz, Maurer. Veränderte Addreſſe. Nev. Lolin F. Lanitenschluger, Terrt Haute, ²id. ṽIFI -------- Gedruckt bei M. Niedner Co., Nordweſtl. Ecke der Dritten und Pineſtraße. 12 3⁰ 2 50 „. 10. . V