# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1854 04 25_S137 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 13 Vot PIIIIIIIIII tes Wort und Lüthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.““ ———— ——— — x Herausgegeben von der Deutſehen Ev. Luther. AFIIIIIIFII——— Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten Nedigirt von C. F. W. Walther. .— Offenb. Foh. Cay. 14, v 6.L7. — St. Louis, Mo., den 25. April 1854. — No. 18. PSubſcriptiensyreis von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchreiber, welche denſelben voraus zube⸗ uhleu und das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Lonis wird jede einzelne No. für 5 Kents verkauft. vedingungen: Der Lurheraner erſcheint allt zwei Wochen einmal für den jährlichen ö ö ————— (Für den Lutherauer Eingeſandt.) Katechismus, beurthellt von Wege. (Fort ſetzung.) Von Chriſto. Unſer Herr Chriſtus ſpricht Matth. 10, 33. „Wer mich bekennet vor den Menſchen, den will ich auch bekennen ꝛe.“ — Darum ſollen wir überhaupt, und im Lehr⸗ buch, aus dem-das Chriſtenthum gelernt werden ſoll, inſonderheit, Chriſtum bekennen. Zu einem richtigen Bekenntniſſe aber gehört unter Anderem die ausdrückliche und unzwei⸗— daetige Zuſtimmung zur Lehre der heiligen Sckrift. Daher iſt es kein richtiges Bekenntniß, wenn nan von Chriſto nicht mehr ſagt, als was jeder Heideſoder Ju de auch ſagen kann. Es iſt kein Bekenntniß, wenn man Chriſto noch ſo viel zugeſteht, aber nur das Eine nicht jagen will „Eriſt Gott.“ Es iſt kein Bekenntniß, wenn man von Chriſto noch ſo viele Sprüche anführt, die ſeine Gott⸗ heit bezeugen, und ſagt doch nicht, daß die darin ausgeſprochene Lehre richtig und Glauben fordernd ſey. Der Hannö v. Kat. aber, wenn er von der 4 derkunft Chrſti ſpricht, nennt ihn nur Der ſogenannte Große hannöveriſche Nur die Brie fe, welche Mittheilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Redaktenr, alle andeen aber, welche Geſchäftliches, Beſtellungen. Abbeſtellungen. Gelder 20. enthalten, Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis,Mo., anher zu ſenden. unter der Adreſſe „den Sohneinerarmen jüdiſchen Mutiter, mit welchem ſich aber Gott auf eine unbegreifliche Art auf das ge⸗ naueſte verbunden hatte.“ (Kurze Rel. Geſch. S. 171. Daß er der Sohn einer armen jüdiſchen Mutter geweſen, iſt nicht mehr, als was jeder Jude, Heide oder Türke auch ſagen kann, wenn er nur die Geſchichte kennt. Es iſt kein Bekenniniß von der Gottheit Chriſti, wenn geſagt wird, Got hatte ſich mit ihm verbunden, obſchon dabei ſteht „auf eine unbegreifliche.Art und auf das genaueſte. Die heil. Schrift ſagt: Chriſtus iſt der wahrhaftige Gott und ꝛc. 1 Joh. 5, 20. Der hannöv. Kat. aber giebt nur eine Verbindungzu und lehrt alſo nicht glauben an die Gottheit Chriſti, ſondern daran zwei⸗ feln. Dieſer Zweifel wird beſtärkt durch den Aus⸗ druck der Sohneinerarmen jüdiſchen Mutter denn eine arme jüdiſche Mutter bleibt ſie, aber eine Jungfrau bleibt ſie nicht, wenn ſie, ſtatt vom heil. Geiſte, von einem Manne ſchwanger geworden wärce. — Daher iſt es nicht bloß eine Verläumdung der Maria, ſondern eine Verdächtigmachung der Empfängniß Chriſti, wenn ſie, ſiatt eine Jungfrau, nur eine arme jldiſche Mutter! genannt wird. Iſt aber Chriſtus nicht vom heil. Geiſt em⸗ pfangen, ſo muß ſeine Empfängniß nicht allein pur menſchlich ſeyn, ſondern auch in beſonderm Grade unrein. Denn da Joſeph der Vater nicht iſt, wie ausdrücklich bezeugt wird, ſo müßte nicht allein Maria die Unwürdigſte geweſen ſeyn, den Heiland der Welt zu gebären, ſondern es würde auch die gan ze heil. Geſchichte und damit auch die ganze heil. Schrift zur unverſchämteſten Lüge. Maria löge dem Engel ins Angeſicht, wenn ſie ſagt (Luc. 1, 34.) „ſintemal ich von keinem Manne weiß“—der Engel löge die Maria an, wenn er ſagt Luc. 1, 35. „der heil. Geiſt wird über dich kommen ꝛc. —der Engel belöge auch den Joſeph und die heil. Schrift uns. Iſt Chriſtus nicht vom heil. Geiſte empfangen, ſo kann Chriſtus nicht Gott ſeyn, ſo bedarf er ſelbſt eines Erlöſers und der Glaube an ihn als einen Erlöſer iſt eben ſo vergeblich als thöricht. Dieſe Folgerungen ſind ſo einleuchtend, daß! ſie keines weitern Erweiſes bedürfen, aber auch von ſo großem Gewicht, daß nicht ein großer Scharfſinn dazu gehört, ſondern nur ein herz⸗ licher Eifer für die Ehre Chriſti, um darnach meſſen zu können, wie viel es auf ſich habe, wenn man in einer Religiousgeſchichte, die dem Volke als ein chriſtliches Lehrbuch in die Hand gegeben wird und die, je kürzer ſie ſeyn will, deſto kern⸗