# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1854 03 28_S123 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) nnre * — Offenb. Joh. Cay. 14, v 6. 7. „Vottes Wort und Juthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.““ Herausgegeben von der Deuntſchen Ev. Luther. Synode von Miſſonri, Ohio und andern Staaten Nedigirt von C. F. W. Walther. ü PFFFf P P P P P P P P T TPTPT'T'TPTPTPTP P — Jahrg. 10. St. Louis, Mo., den 28. März 1854. Bedingungen: lableu und das Poſtgeld zu tragen haben.— Der Lurberaner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jährllchen Subſcriptionepreis von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchrelber, welche denſelben vorauszube. In St. Leuis wird jede einzelne Nu. für 5 Cents verkauft. — ——— Nur die Brie fe. welche Mittbeilungen für bas Blatt enthalten, ſiud an den Redakteur, alle audeen aber. welche Geſchaftliches, Beſiellungen, Abbeſtellungen. Gelder 1c, enthalten. unter der Adreſſe Mr. F. W. Barthel, care of C. I'. W. Walther, St. Louis, Mo., auber zu ſenden. iniiimi ù —p (Eingeſandt von Dr. u. Prof. Sihler.) Das Ehrw. Miniſterium der lutheriſchen Synode von Ohio, weſtlichen Diſtrikts. Vor etwa 13 Jahren gelangten gewiſſe Be— ſchwerden einiger Gemeindeglieder des Herrn Paſtor Husmann durch den engliſch-lutheriſchen Paſtor hieſigen Orts an den damaligen Präſes der weſtlichen Diſtrikts-Snode von Ohio, Hrn⸗ Profeſſor Lehmann, den die Beſchwerdeführer zu— gleich um einen Paſtor erſuchten. Dieſer nun, ohne weder P. Husmann brieflich darüber zube— fragen, noch den Präſes unſerer Sonode davon in Kenntniß zu ſetzen, wendete ſich alsbald an einen Studenten des Seminars in Columbus, Ramens Lemcke, und trug ihm an, hierher zu gehen und den Beruf don dieſen Leuten anzu— nehmen. Lemcke jedech, den jene angeblichen Beſchwerden alsbald mit Mißtrauen erfüllten, ob ſie wohl gegründet ſein möchten, ſchlug dieſes Anerbitten aus und kam vielmehr zu dem Ent— ſchluß, Columbus zu verlaſſen und noch eine Zeit lang auf unſerm Seminar zu Fort Wayne zu ſudiren. Da that Herr Profeſſor Lehmann dem jüdiſchen Proſeisten A. Strauß, der etisa ein Jahr in Columbus auf dem Seminar ge⸗ weſen war denſeiben Anttag. und dieſer nahm ihn auch an und lam alsbald hieher. Auf An. trieb des Herrn P. Husmann wurde nun eine — — dort eine gewiſſe formelle Abbitte zu thun, nach Zuſammenkunft von den Beſchwerdeführern, dem welcher ſie jedoch ſeine lieben Kirchkinder bleiben HerrnStrauß, jenem engliſch-lutheriſchen Paſtor ſollten. ö und einem Theile des Kirchenvorſtandes der Einige Zeit darauf trug es ſich zu, daß ihm Husmannſchen Gemeinde veranſtaltet, auf wel⸗jener engliſch-Iutheriſche Paſtor in Fort Wapne cher denn jene Beſchwerdem ſich als durchaus antrug, wozu er gar kein Recht und Beruf hatte, nichtig und grundlos, falſch und erdichtet erwie⸗in ſeiner Kirche deutſch zu predigen, indem es ſen, ſo daß ihre Urheber verſtummen und ſcham- einige ſeiner Gemeindeglieder wünſchten, die der roth werden mußten, und ſelbſt Strauß in einem deuiſchen Sprache kundig waren und als speoch ſcheinbaren Eifer für Wahrheit und Recht die liebende Amerikaner und gute Athener gerne Worte gegen jene falſchen Verkläger ausſtieß: wieder etwas Nenes hörten. Dies geſchah und „Lieben Brüder, ich muß euch ſagen, es war wiederholte ſich ſpäter noch einige Male, und es ein verfluchter und vermaledeiter Rottengeiſt, der nahm ganz den Schein an, als wolle er hier eine euch getrieben hat.“ Wären nun ſolche Worte Art opposition-Gemeinde errichten. aus aufrichtigem Herzen gekommen und keine Als ich dies in Erfahrung brachte, ſo fuhr ich bloß ſchauſpieleriſche Declamation geweſen, ſomit Herrn Profeſſor Crämer zu ihm hinaus, und hätte natürlich Herr Strauß ſich mit dieſen Leu- wir berichteten ihn darüber, daß es wider GOt— ten nicht ferner eingrlaßen, ſie vielmehr chriſtlich tes Orbnung ſei, hier in Fort Wanne, da Gott ermahnt, Herrn P. Husmann reumüthig Abbitteſeit 16 Jahren ein rechtgläubiges Predigtamt zu thun und bußfertig zur Gemeinde zurückzu-aufgerichtet und eine rechtgläubige Gemeinde kehren. Statt deſſen aber that er das Umge⸗darum verſammelt habe, eine Art Gegengemein⸗ kehrte und bewies eben dadurch, daß jener Ab⸗de zu errichten, was nur zu mannichfaltiger Be— ſcheu vor der Geſinnung dieſer Menſchen eine ſchädigung und Verwirrung der Gewiſſen hin⸗ pure Heuchelei war. Er nahm nämlich dieſel-⸗ ausgehe, da leichtlich ihm ſolche Leute zulaufen ben wirklich als Gemeindeglieder an, nuchdem er würden, welche das ſtrafende Wort Gottes und ſich bei einigen andern Leuten, die aber auch be⸗ die Kirchenzucht in unſerer Gemeinde nicht lei— reits durch Abendmahisgemeinſchaft in Verbin- den möchten. Ingleich erſuchte ich ihn, wenn vung mit der Husmannſchen Gemeinde ſtanden. Leute, die über mich Beſchweide fübrirn, zu ibm einen Beruf erſchlichen hattt. Um jedoch tine kämen mit ibnen zu mir zu kommen, damit die Art äußern Schein zu retten, ſo veranlaßte er je⸗Klagen Angeſicht gegen Angeſicht »ethandelt ne Verleumter zu P. Husmann zu gehen und würden. ö Dieſes verſprach er zu ihun und erklärte, es