# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1854 03 02_S106 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 1 * * — „ Bitte derhalben, ein jeglicher frommer Chriſt wolle ſolches ihm laſſen gefallen, und wo ihm Gott mehr, oder dergleichen verleihet, helfen fördern. Es iſt ſonſt, leider! alle Welt allzulos und zu vergeſſen, die arme Jugend zu ziehen und zu lehren, daß man nicht allererſt darf Urſach dazu geben.“ 5226 zu Walthers geiftlichen Geſängen. XIV, 226.70— Wohlan, ſo laßt uns denn auch dieſes Unter⸗ nehmen, ſo viel als wir vermögen, unterſtützen: Es iſt ein Segen darinnen, der nicht verſchüttet, ſondern geſammelt ſein will. — Redakteur der „Illuſtrirten Abendſchule“ iſt der zu unſerer Synode gehörende Paſtor Herr K. Diehl⸗ mann in Buffalo, ein Name, der dem Chriſten Bürgſchaft iſt, daß ihm in der Abendſchule nicht wie in ſo manchen anderen angeblich für Chriſten geſchriebenen weltlichen Zeitſchriften doch Manches werde geboten werden, was vom Un⸗ glauben und der Leichtfertigkeit unſerer Zeit durchſäuert iſt. Vor allem, dieß erinnern wir noch nachträglich, ſollten es ſich alle chriſtlichen Jünglingsvereine zur Aufgabe machen, daß jedes ihrer Glieder die „Abendſchule“ halte, was um ſo leichter geſchehen kann, da das Matt ſo beiſpiellos wohlfeil iſt. (FJür den „Lutheraner.“) An die Kirche. Schon lange hat es mir geſchienen, als wie wenn der deutſche Kirchengeſang unſrer Zeit ſo ohne Rhythmus, beſonders für ſchwache und ungeübte Stimmen gar mühſam und ſchwer aus⸗ zuführen wäre. Oft hört man auch dieſe Klage; während die unter den Engliſchen üblichen Me⸗ lodien, nur weil ſie mehr rhythmiſch und folglich leichter auszuführen ſind, zur Hintanſetzung des deutſchen Geſanges ſelbſt beim deutſchen Gyttes⸗ dienſte, bevorzugt werden. Durch die Forſchungen etlicher Gelehrten Deutſchlands ſtellt es ſich her⸗ aus, daß der Kirchengeſang in der ſchönſten Zeit unfrer Gottesdienſte, nämlich zu Luthers Zeit, rhythmiſch war, und nicht ſo mühſam ſchleppend, wie heut zu Tagt. Eine Rückkehr zu der Sing⸗ art dieſer Zeit würde obiges Klagen zum Schwei⸗ gen bringen, und dem deutſchen Geſange, ohne ſeinem kirchlichen Charakter Eintran zu thun, ſondern vielmehr ihn zu ſichern, ſeine eigentliche „Stelle in der Gunſt des Volkes wieder anweiſen. Es kann unſrer Kirche in dieſem Lande, nach meiner feſten Ueberzeugung, nur zum Segen ge⸗ deihen, wenn ſie, und je eher je beſſer, dem Beiſpiele der Kirche im Vaterlande nachfolgt und die Gottesdienſte, namentlich den Geſang, nach der alten Weiſe unſrer Väter wieder einrichtet. Dieſe Ueberzeugung bewog mich zu dem Ent⸗. ſchluſſe, eine Sammlung von Chorälen, ſo wie in dem unten folgenden Proſpectus angedeutet, auf Subſeription herauszugeben, wenn die Kirche und vorzüglich meine werthen Amtsbrüder, dieſe Ueberzeugung mit mir theilen, und in ibrer Theilnahme an dieſem Unternehmen mir, darch die baldige und zureichende Einſendung der Be⸗ ſtellungen, die nöthige Aufmunterung gewähren, mein Vorhaben auszuführen. Daß dieſe Anzeige bald eine freudige Antwort, in Beſtellungen für das Buch beſtehend, hervorrufen, une daß der Segen des Herrn auf dem Unternehmen ruhen möge, bittet glaubensvoll J. J. Faſt, ev.⸗luth. Prediger, Canton, Stark⸗Co., Ohio. Proſpeetus. Der Unterzeichnete beabſichtigt, eine Samm⸗ lung von Kirchenmuſik, betitelt: „Cantica Sa- era, auf Subſcription herauszugeben. In dieſer Sammlung horfft er der Kirche eine Auswahl der auserleſenſten und beliebteſten, Nliſchen Muſikſammlungen zu machen. —104— deutſchen und engliſchen vierſtimmigen Choräle zu liefern, welche, in Rückſicht auf die Versart, den verſchiedenen, jetzt üblichen, lutheriſchen Geſangbüchern dieſes Landes angemeſſen ſein und, der Geſangsweiſe der Zeit Luthers ſich nähernd, mehr dem eigentlichen Charakter des lutheriſchen Gottesdienſtes entſprechen werde. Der Rhythmus des deutſchen Geſangs wird dieß Werk von allen andern der Art in unſrer Kirche in dieſem Lande mit Vortheil auszeichnen. Die vortreffliche und berühmte Sammlung alter, deutſcher, rhythmiſcher Kirchenmuſik des Dr. F. Layriz, Deutſchland, ſoll dem deutſchen Theile dieſer Sammlung zum Grunde gelegt werden. Dit meiſten, wo nicht alle deutſchen Choräle, welche es nöthig ſein wird in dieſe Sammlung aufzunehmen, wird der Unterzeichnete mit großer Sorgfalt aus der beſagten Sammlung von Dr. F. Layriz ausleſen. Theil, ſo wie der deutſche, auch, ſo viel wie möglich dem eigenthümlichen Charakter des luthe⸗ riſchen Gottesdienſtes entſprechen möge, wird der Unterzeichnete ſich die Hülfe ſachverſtändiger und urtheilfähiger Glieder der Kirche ſichern, um die Auswahl aus den verſchiedenen bekannten eng⸗ 11 Das Werk wird drei⸗ bis vierhundert Choräle enthalten, nebſt einem Anhange von Pſalmodie und andern auserleſenen Muſikſtücken. Deutſche und engliſche Worte aus den üblichen Geſang⸗ büchern werden, wenn möglich, zu allen Stücken geſetzt. Es wird auch eine kurze Anweiſung in den Anfangsgründen der Singkunſt enthulten; ſo wie auch eine ſoſtematiſche Tabelle derVersarten, nach welcher ein jeder Choral bezeichnet und deſſen Versart erkannt wird. Anſtatt der runden Noten werden die ſieben Charakternoten für dieß Buch gewählt, weil man glaubt, daß dieſe im Allgemeinen mehr Beifall finden werden. Bedingungen. Das Buch wird, ſobald es gedruckt iſt, den Subſcribenten an den folgenden Plätzen porto⸗ frei geliefert: nämlich, Canton und Columbus, Ohio; Fort Wayne, Indiana; Mo., und New⸗Jork, Philadelphia und Balti⸗ Der Preis der Subſcribenten iſt 75 Cents das Stück und PS. 00 das Dutzend, zahlbar, wenn die Bücher geliefert werden. So bald eine zulängliche Anzahl von Subſcri⸗ benten eingeſandt ſein wird, um die Koſten zu decken, wird das Buch zum Druck befördert werden. ö Alle Prediger und andere Freunde der Ver⸗ beſſerung unſres Kirchen⸗ Geſangs werden achtungsvoll gebeten, dieſe Angelegenheit ihren Gemeinden undSingvereinen vorzulegen und ſich dafür zu verwenden, damit die nöthigen Beſtel⸗ lungen ſo bald wie möglich geſammelt und ein⸗ geſandt werden mögen. Canton. Ohio, Januar 1. 1854. J. J. Faſt, ev.⸗luth. Prediger. — Um bei Eroͤffnung der Schifffahrt im nächſten Fruͤhjahre den ankommenden Lutheranern wieder mit gutem Rathe in Betreff ibrer Weiterreiſe und der Wahl eines paſſenden Wohnorts dienen zu können, erſuchen wir die Herrn Prediger unſerer Synode, beſonders die jenigen, welche uns bisher keine Mittheilungen gemacht, oder deren Geme in⸗ deverhältniſſe ſich im vergangenen Jahre weſent⸗ oder welche erſt kurzlich in's lich veraͤndert haben, Amt getreten ſind, uns ihre Berichte über die Verhaͤltniſſe ihrer Gemeinden, über Klima, Be⸗ ſchaffenheit des Bodens, Preis des Landes, Ab⸗ ſatz der Vroducte, Erwerbsqnellen für Handwer⸗ Und damit der engliſche St. Louis, — — —— ker u. f. w. einzuſenden. Die Briefe erbitten wir uns in kürzeſter Zeit portofrei unter der Ad⸗ dreſſe von J. H. Bergmann in New⸗HYork. ö Die mit der Emigranten⸗Angelegenheit beauftragte Committee. OQuittung und Dank. Gott und den milden Gebern innig dankend, beſcheinigt hiermit von dem Jünglingsverein der St. Johannis⸗Gemeinde des Hrn. P. Seidel, Neudettelsau, O., §10, 00 zu ſeiner Unterſtützung empfangen zu haben Conc. Coll. am 8. Febr. 1854. — G. F. Gruber. Erbalten a. zur Synodal⸗Caſſe: Von der Gemeinde Frankenluſt, Mictc. b. zur Synodal⸗Miſſiens⸗Caſſe: Collecte des Hrn. Paſt. König in Lafayette Ja. in ſeiner Gemeinde geſammelt zum Ankauf von *Land für die Invianer in Michiaan durch Hrn. Paſt. Brauer, in Addiſon Ills. aus dem 8D 00 Vlingelbeutel“ ſeiner Gemeinde 12 50 vom Fraueu⸗Verein in der ev. luth. Dreieinigkeits Gemtindt in Zanesville O. zum Ankauf von 3 05 Land in gan. von Franz Meyer (einem Knaben!) daſelbſt 13 —„ der Imman. Gemeinde des Hrnu. Paſt. Stephan bei Mayville, Wis. — — —7 „Hrn. Langbein in St. Louis — — 3 00 e. zum Unterhalt des Concoerdia⸗ College: vurch Hrn. Paſt. Brauer in Addiſon Ills. ans dem 7Klingelbeutel“ ſeiner Gemeinde — 12 50 Collecte der ev. lnth. St. Immanuels⸗Gemeinde zu Lancaſier, O., oafl. Kal am Reformat. feſt 1853. durch Hrn. Paſt. Kallb 20 0⁰ nemlich: W. Ol. 8. — — 2 — 2 0⁰ W. Bk. C. Bs. J. M. Mr. H. Bf. H. Schr. A. Hu. G. Hn. H. Bs. 2 81 00 — — W. Hn. ü—— — 6² 8 Gl. G. Mr; Chr. On.; r. On; E. K. Wn; C. 3 F. Wu. A. Hu ; 2 50 Cts. 435 n. — — — — G. Wn; C. Hk; J.Rf; ö N. 50 3. G. Schn; N. V N. Lh; J. G. Schr; 3 G. 613 J. Sr. V. Mr; . O J. M. F. Re; 5.Be, il Er6. We 225 te. 3 7⁵ nd — 0⁷ Gemeinde Macomb Co. Gräbner⸗ * ga, 08. u von der ev. luth. St. Peters Mich. durch Hrn. Paſt. von der Gemeinde Fraukeuluſt, Mich. (excl. für die Anſtalt in Fort Wayne — 1408 von der Imman. Gemeinde des Hru. Paft. Stephan vei Mapville, Wis. eů⸗„ 35 Collecte auf Srn. Kreſſes und Grünings Hochzeiten durch Hrn. Paſt. Hattſtäd — 3 1 von Hrn. Paſt. Hattſtädt ſelbſt.⸗ 2 von der Gemeinde des Hrn Paſt. Nordmann in Washington Ciy, D. C. — — 6 00 d. Für arme Studenten u⸗ Schüler im Con ⸗· cordia-College und Seminar: bei Kindtaufen collectirt durch Hrn. Paſt. Nordmann 2 ⁰⁰ „Paſt. Nordmann ſelbſt — 5. W. Barthel, Caſſrr. Bezablt die Oerren Anton Oeſterle, Ir. Tadge. „ Heinr. Behrens, Heinr. Brinf, Grg. Hofmann, Wittwe Hohldt, Oeſterlein (— 50 Cts.), Mack, Anton Oeſterle, Paſt. C. H. Siebke, J. G. Schäfer (-50C.) Tadge, Jac. Weinmann. Matth. Ambrofius, Paſt. Detz er, Eduard Engelmann, Paſt. W. Eppind, Emmermann, Phil. El⸗ linger, Paſt. Gräbner (2 Ex.), F. W. Hartmann, Paſt. J. P. Kalb, J. M. Müller, Fr. Oche, aſt. Fr. r.), Fr. Oeſterlein, Oeſterle, Reiß, Fr. Schleyer (7 Stutz, Paſt. C. H. Siebfe, Gottlieb Steinbrück, Carl Warnecke. Paſt. Knape. den S. Jahrg. „ 9. „ 7 a. 10. „ * 7. 11. .