# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 11 23_S51 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 83————————.— —3— —— (Oſſenb. Joh. Cay. 14 v 6. 7. — —— — „Sottes Wort und Luthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.““ —————————— — — —— —— — — ——— Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten Nedigirt von C. F. W. Walther. Jahrg. 10. St. Louis, Mo., den 23. November 1853. No. 7. stdingungen: 1 Ver Lutteraner erſcheint alle wei Wochen einmal für den jäbrlichen ö Subſeriptiens vreis von Einem Dollar für die auenärtigen Unterſchreiber, welche denſelben vorane ube ⸗ Uhlen und das Poſtgeld zu rragen daben. — In St. Leuis wird lede einzelne No. für 5 Cents verkauft. aber. Nur die Briefe, welche Mitibellungen für welche Geſchäftliches, Beſtellungen. Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anber zu ſenden. das Blatt enthalten, ſind an den Redakteur, allt anderen Abbekellungen. Gelrer c. enthalten, unter der Adreſe Jeſuitismus. — „Si fecisti, nega!''ꝰ „Haſt du was Böſes gethan, ſo leugne es!“ So lautet das Noth⸗ und Hülfs⸗Grundſätzlein der Jeſuiten. Und das ſchtint auch von den Herausgebern des „He⸗ rolds des Glaubens“ in unſerem St. Louis practicirt zu werden. Wir hatten in Nro. 5 un⸗ ſeres Blattes auch dieſen „Herold“ unter den Blättern genannt, welche im Dienſte der Jeſui⸗ ten ſtehen und die dieſelben weiß zu waſchen ſu⸗ chen. Was thut nun der muthige „Herold“? —Erſtlich leugnet er, daß das Dokument, wel⸗ ches wir mitgetheilt haben, echt ſei, weil der ſchlaue und feige Jeſuit nicht gewagt hatte, den ſaubern Brief mit ſeines Namens Unterſchrift zu verſehen. Zweitens leugnet der Herold“ daß die Jeſuiten die ihnen Schuld gegebenen unmoraliſchen Grundſätze hegen, vielmehr nennt ir den Jeſuitenorden: „eine Geſellſchaft, die ſich um die Welt in jeder Beziehung ſo verdient ge⸗ macht hat, und die einzig“ (allerdings!) „da⸗ ſteht;“ drittens endlich, und das iſt das Merk⸗ würdigſte, leugnet der „Herold“ dennoch, daß er den Jeſuiten diene! Ja, er ſchreibt: „Er, (der Lutheraner) macht uns die dumm⸗lächerliche Zumuthung, daß unſer Blatt im Dienſte der Jeſuiten ſteht“(1) Wenn nun der „Herold“ unter Anderem ſagt: * „Zum Schluße möchten wir noch gerne irgend eine Schrift oder ein Werk eines Jeſuiten wiſ⸗ ſen, wo der Grundſatz ausgeſprochen iſt, daß der gute Zweck ein ſonſt böſes Mittel heilige“ —ſo müſſen wir geſtehen, daß der „Herold“ zu gütig gegen uns iſt. Er will uns offenbar die Mü⸗ he, Stellen aus den Werken renommirter Jeſuiten erſt abzuſchreiben, erſparen. Denn welches ſchla⸗ gendere Beiſpiel zu unſerer Behauptung, daß die Jeſuiten und ihre Geſinnungsgenoſſen je⸗ nen ſchändlichen Grundſatz hegen, könnte es ge⸗ ben, als der liebe „Herold“ ſelbſt?— Erſt vertheidigt er die Jeſuiten mit großer Wär⸗ me, als eine Geſellſchaft, die ſich in jedeer Be⸗ ziehung um die Welt verdient gemacht habe und einzig (mit nichts zu vergleichen) daſtehe, und hebt dieſelben ſo als wahre Socii Iesu, als Mit⸗Weltheilande, bis in den Himmel, — und noch in demſelben Aufſatze leugnet er, ja, weiſt es mit tiefer Entrüſtung als eine dumm-lä⸗ cherliche Zumuthung zurück, womit man ſeiner Unbeſcholtenheit zu nahe trete, daß er im Dien— ſte der Jeſuiten ſtehe! Erſt ſtellt er ſich, als müſſe ſich jeder Chriſtenmenſch gratuliren, in dem Dienſt einer ſo verdienten, frommen heili⸗ gen Jeſusgeſellſchaft zu ſtehen, und hernach, da man ihm dies wirklich zu muthet, geberdet er ſich, als wolle man ihn damit zu einen Hehler einer Spitzbubenbande machen und ihm damit alle Ehre abſchneiden. Was kann hiernach offenba⸗ rer ſein, als dieſes, daß der „Herold' ſelbſt dem Grundſatz huldigt und ſich deſſelben nicht ſchämt: „Der gute Zweck heiligt ein ſonſt böſes Mittel?“ Oder iſt, die offenbare Wahrheit kühnlich ab⸗ leugnen, nicht ein böſes Mittel? und iſt die Vertheidigung der römiſchen Kirche dem Herold“ nicht ein guter Zweck! Obgleich wir uns daher bei der Beantwor⸗ tung deſſen, was der Herold“ uns vorgelegt hat, kurz faſſen und denſelben auf ſeine eigenen Spalten verweiſen könnten, wo er die von uns genanntenPrincipien aufs ſchönſte entfaliet finde, ſo ziehen wir es doch vor, dem Herrn Herold“ ei⸗ was voller einzuſchenken, und ihm, wir beſor⸗ gen, mehr Zeugniſſe wider ſeine „um die ganze Welt ſo verdienten und einzig daſtehenden Jeſu⸗ iten“ mitzutheilen, als ihm lieb ſein dürfte. Faſt ſcheint es, der Herold“ hat ſchon ſo etwas ge⸗ wittert und nur im Vertrauen auf Entſatz von New.Nork ſich ein Herz gemacht, uns aus ſei⸗ ner Burg den Fehdebrief herabzuwerfen. Der „Herold“ ſchreibt nämlich: „Unſer College in New⸗Hork, Herr Maximilian Oertel, wird nicht ermang lu, dem Lutheraner die gehörige Erwie⸗ derung zu geben, wozu er ganz der gemachte Mann iſt.“ Der „Herold“ hofft alſo, Herr Oer⸗ tel, der ſchon ſo oft in ſeinem Kirchenzeitungs⸗ Cireus die Lacher auf die Seite der Jeſuiten ge⸗ bracht hat, werde auch diesmal durch einige Harlekinaden der fatalen Stimmung ſchnell wie⸗ der ein Ende machen, in welche dit Vorführung