# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 07 19_S184 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) und gieße das Waſſer, welches rie Wiedergeburt wirkt, aus, ohne daß Jemand weiß, was ich thue.⸗ Methode Herrn Pompallier's, Bi⸗ ſchofs von Neuſeeland, Betehrun⸗ gen zu wirken. — Er ſagt: „Ich beſuchte neue Stämme, deren Häuptlinge ſchon lange meine Anweſenheit ge— wünſcht hatten. Die Folge dieſer langen Riiſe war, daß 40 Stänene zum katholiſchen Glanden bekehrt wurden. Ueber 15.00) Eingeborne habe ich unſerer katboliſchen Kirche einverleibt. Ich konnte mich nur wenige Tage bei jedem Stam⸗ me aufhalten; dieſe kurze Zeit wurde zu B. leh⸗ rungen über die wichtigſten Religionzwahrhei⸗— ten und zu Widerlegung der Verläumdungen⸗ welche die Hireſie (die Ketzer) gegen mich und die heilige Kirche in Umlauf ſetzt, angewendet.““ (Of. Annales de la Propagation de la foi. Janvier 1841.) I 19 5. 9 * geliums. Gillius von der Banner, ein rei⸗ cher und angeſehener, aber dabei frommer und gottesfürchtigir Kaufmann in den Niederlanden, war ein eifriger ſtandhafter Bekenner der edan⸗ geliſch⸗chriſtlichen Religion; man drohete ihm mit dem Tode, wenn er die evangeliſche Reli— gion Jeſu nicht verließe. Er antwortete herz— haft: „ich halte ſie für die ewige göttliche Wahr— heit, und werde nimmermehr davon abgehen.“ Man ließ ihm Bedenkzeit; und da er ſeine Mei⸗— nung nicht ändern wollte, ließ man ihm durch den Henker mit iner hölzernen Reule beide Schenkel entzwei ſchlagen, und glaubte, durch ſolche erſtaunliche Marter würdeman ihn von ter erkannten und bekannten Wahrheit abbrin⸗ gen. Aber — nichts weniger als das; er blieb immer ſtandhaft und ſtimmte mit inniger Freu⸗ digkeit ein Loblied nach dem andern an. Des andern Tages wurde er nochmals befragt: ob er ſich noch nicht eines andern bedacht hätte? — „Nein!“ war die Antwort; „ich danke Gott von Herzen, daß er mich zu ſeiner heilſamen Er— kenntniß hat gelangen laſſen: ihr ſolltet ſie nur auch haben, um nicht ewig verloren zu ſein!“ — Darauf mußte ihm der Henker mit der Keule beide Arme zerſchlagen. Aber auch dadurch ließ er ſich in dem Bekenntniß der Wahrheit nicht wankend machen; er lobte vielmehr Gott noch immer mit faſt fröhlicherem Herzen. Darauf ließen ſie ihn rinige Tage hungern und durſten. Auch dieſes Zwangsmittel blieb ohne Erfolg. Nun ließen ſie ihur mit ͤer Keule den Rücken und die Rippen im deibe zerſchlagen: — Alles vergeb⸗ lich. Endlich am vierten Tage, weil er auf ſeinem Bekenntniſſe ſo unbeweglich wie ein Fels war, mußte ihm der Henker Haut und Haar mit einem Scheermeſſer vom Kopfe ſchneiden und abreißen, und darauf heißes Blei in den licher Schönheit. Hals gießen worauf denn dieſer treue Mär⸗ tyrer des evangeliſchen Glauens den Schmer— zen unterlag, und die Krone des ewigen Le⸗ bens erlangte. (Röm. 8, 35. —— Rührender Tod dreier Kinder. Ali Paſcha hatte den Untergang der chriſt⸗ lichen Bewohner von Suli beſchloſſen, und verband ſich zu dieſem Zwecke mit dem Vezier von Barat, den Paſcha's von Delvino und Pa⸗ ramythia, und mit den mächtigen Bey Cha⸗ mury gegen ſie. Dieſe Chbriſtenwürger rückten plötzlich, ohne daß das unglücklige Völkchen die geringſte Ahnung davon bekam, in deſſen Ge⸗ birge ein, warfen den ihnen eiligſt entgegenge⸗ ſetzten muthigen Widerſtand zu Boden, und tödteten Alles, was ihr Schwert und ihre Flam- men erteichten, von dem Greiſe an bis zum Säuglinge an der Mutterbruſt: denn die Ver— tilgung des ganzen Volkes war feſt beſchloſſen worden, damit man ſich in den ganzen Raub theilen könne. S Bekenntniß des Evan⸗ Standhaftes Beke iß 0 Ein Veiſpicl Von der Art, wie die Barbaren und Räubder hiebei zu Werke gingen, hier nur Den Beſchluß der unglücklichen Schlachtopfer von Suli machten 3 Kinder von außerordent⸗ Davon war das älteſte ein Knabe von 14 Jahren, das zweite ein äußerſt liebliches Mädchen von 11 Jahren, des dritte ein noch jüngerer Knabe. — Alle drei führte man, von jubelnden Derwiſchen umgeben, zum Hinrichtungsorte unter die Platanen von Kalo⸗ Tſcheome. Mit Heiterkeit gingen die unſchul— digen Kinder dem grauſamen Tode entgegen. Das ſchöne Midchen führte ihren jüngeren Bruder in der Henker Mitte, feſten Schrittes Als ſie angedonmen waͤren unter dein Schatten der Todesbäume, warf man ihren älteſten Bru⸗ der zuerſt einem wilden Vären vor, der ihn zer⸗ fleiſchte, ihrem jüngern ſchlug ein Schweroſtre ich den Kopf vor ihren Schoos, während daß ſie auf die Knie niedergeſunken mit hoch erhobenen Händen und lauter Stimme zu Gott betete: „Allbamherziger Vater, Gott der Leidenden und Schwachen! erbarme Dich meiner armen Brü— der! Chriſtms, Du Sohn Gottes, nimm ſie auf in Dein Reich!“ bis auch ihr, der Stand— haften im größten Leiden, ein Säbelhieb das junge Leben raubte. (Matth. 10, 28. mm Quittung und Dank. 5ldurch Herrn Paſtor H. Wunder. in Chi⸗ cago, Illinois, vom Jungfrauen-Vereine ſeiner Gemeinde erhalten zu haben, beſcheinige ich hier⸗ mit. Der gütige Gott wolle die milden Geber für. ihre Gaben reichlich ſegnen, beides leiblich und geiſtlich. Fort Wayne, 22. April 1853. H. Gr 4 bel. — 14 Das Lied von der Ewigkeit. IV. Was unſre Ewigkeit denn ſei? Ein Reichtbum der Freuden. Ein Ende der Lelden, Ein Anfang der Wonnen, Ein Leuchten der Sonnen, Ein Abarund der Jubeliahr immer neu. Frag nicht, was nnſre Ewigkeit ſei. Was urſre Seligkeit denn ſei? Wir haben aelitten, Wir haben geſtriiten, Viel Wehrmutb getrunken, In Jammer verſunken; Nun iſt es vorüber, nun iſt es vorbei: Fragſt du, was unſre Selig'rit ſei? Was vnſre Herrlichken denn ſei 7261 2 Was über die Maßen, In * Mit eueren Sinnen - Nichi könnt ihr's gewinnen,‚ ν Keine Feder, kein Mund, keine Phantaſti Wird euch ſagen, was unſre Herrlich'rit ſei. G. Sch⸗ Bei Orff und Schwegmann, Fort Wayne, Ja., ſind vorräthig: 1 Luthers Kirchenpoſtille, 2 Bde in Olbfrnzb. 82 90 Büchner's Handeoncordanz geb. 4 0⁰0 Die Artikel des Glaubens und der Lehre der Augs⸗ burger Confeſſion geheftet 13 Wucherer, Wort der Wahrheit, fein geb. 17⁵ Löhe, Haus⸗, Schul⸗ und Kirchenbuch für Chriſien des luth. Bek. geb. „ Rauchopfer für Kranke und Sterbende, geb. 31 „ die Miſſion unter die Heiden, broſch. 13 „ Saamenkörner des Gebete, geb. 2⁵ 7 mit Eheſtandsgebeten, geb. 31 „ Beicht⸗ und Communionbüchlein für tvangel. Chriſten, geb. 40 „ evaygel. Geiſtliche in eleg. Einb. 688 drei Vücher von der Kirche geb. 10⁰ Oclithh vier Bücher von der Kirche geb. 7⁵· 5. Beicht- und Commuionbuch geb. 4⁴ Luther's Hochzeitgeſchenk mit Titelkupfer geb. 883 Hommel Fr., Lithurgie luth. Gemeinde⸗Gotteedtenſe geb. 7⁵⁷ Layritz, Kern des deutſchen Kicchengeſanges geb. 10 „ Geiſtliche Melodieen zweiſt. 1 und 2 Hundert 5⁰ „ rithurgie eines vollſt. Haupigottesdien ſies, broſch. 2³ Geiſiliche Lieder Stuttgart geb. 1 Hoffmann L., die heilige Paſſion broſch. 2 Gerhards Betrachtungen geb. 44 Hutters Glaubenslehre geb. 6³3 Hunnius Glaubenslehte 7⁵ Spener's Erelärung der chriſt. Lehre nach der Ordn. des kl. Katech. Dr. M. Luthers geb. 38 Wolterevorfs Pſalmen geb. 8 fliegender Brief geb. 5⁰ Wildeuhahn, Paul Gerhardt geb. 17⁵ „ Joh. Arndt geb. 1 5⁰ Ph. J. Spener geb. 1 5⁰ Prätorius Schatzkammer geb. — 6³ Wackernagel, Leſebuch geb. per Bend *σ 6³ Kaltſchmidt, engliſch⸗ dentſches und veukſch⸗engliſches Wörterbuch geb. 22⁵ „ Vollſt. ſtamm⸗ und ſinnverwandt ſchaft⸗ liches Geſammt⸗Wörterbuch in der deutſchen Sprache geb. 25⁰0 „ Allgemeines Fremdwörterbuch broſchirt 31 Chriſtliche Familienbibliolhe? 4 Bändchen broſchirt 31 Redenbacher W., Geſchichtliche Zeugniſſe 13 7. „ Volksbibliethek per Bochen 13 Raumer's Paläſtina geb. ‚ 2 25⁵ Ulber's erbautiche Denkzettel * 1 6³3 Porta, Pastorale Lutheri 1 0⁰ Rambach's Betrachtungen geb. 31 Graul, Unterſcheidungelehren geb. 4⁴ Heſchberger Bibel geb. neue Ausgabt 4 0⁰