# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 07 19_S162 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) * ——————. ISIIIIITTTTTC IIPIIPPPTPTPTPTPTPTPTPTDTDTDTDTDTDTDTDTDTDC»UCi•ö (Ofenb. Joh. Cay. 14., v. 6, 7. ½ Bottes Wort und Luthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.““ . ——— Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten. RNedigirt von C. F. W. Walther. Jahrg. d. St. Louis, Mo., den 19. Juli 1853. Bedingungen: (Eingeſandt.) Die Stimme unſerer Kirche in der Frage von Kirche und Amt. Eine Sammlung von Zeugniſſen über dieſe Frage aus den Bekenntuißſchriſten der evangeliſch⸗latberiſchen Kirche und aus den Privatſchriften rechtgläubiger Lehrer derſelben. Von der deutſchen evangeliſch-lutheriſchen Spuode von Miſſouri, Obio und andern Staaten, als ein Zeugniß ihres Glaubens, zur Abwehr der Angriffe des Hrn. P. Grabau, in Buffalo, New⸗Nork, vorgelegt durch C. F. Walther, Pro⸗ feſſor der Theologie und Pfarrer zu St. Louis. Dieſe Schrift, deren Bearbeitung von unſerer Synode im Jahre 1850 zu St. Louis beſchloſ⸗ ſen und Herrn Profeſſor Walther übertragen, alsdann im Jahre 1851 zu Milwaukie geprüft und beſtätigt wurde, iſt ein Buch unſerer Sy⸗ node ſelbſt und ſollte ſchon um deßwillen im Be⸗ ſitz eines jeden Mitgliedes derſelben ſein. Nicht bloß nemlich ſollten wir Alle durch Anſchaffung und Verbreitung dieſes Buches uns zu dem⸗ ſelben bekennen, ſondern uns auch freuen, in ihm die reine lutheriſche Lehre von Kirche und Predigtamt nach all ihren Beziehungen klar und einfältig vor uns zu ſehen. Wir bedürfen ſol⸗ chen Unterrichts, obwohl wir ſelbſt ſchon die Lehre dieſes Buches für die unſere erklärt haben; denn einmal iſt die lautere Schriftlehre gleich einem ſchöngeſchliffenen Diamanten und erfor⸗ dert daher, daß wir ſie ohne Unterlaß ſtudiren, um nach und nach all ihre glänzenden Seiten kennen zu lernen; zum zweiten aber iſt die Luft voll von Spuck der Irrlehre und unſer eigen Der Lutberaner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen Sabſcriptisnerreis von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchreiber welche denſelben voraus zube · zahleu und das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft. aber. Herz in Trotz und Verzagtheit leicht zu über⸗ wältigen, daher wir uns beſtändig im Glauben der reinen Lehre erneuern und ſtärken müſſen; drittens endlich, iſt es ein kräftiger Troſt, zu ſehen, daß wir dieſelbe Lehre bekennen, welche aus Gottes Wort von den rechtgläubigen Vä— tern und Zeugen der Wahrheit zu aller Zeit be⸗ kannt worden iſt. Ihr ſollt eure Freude an dem Buche haben, auch in eurer Freude nicht geſtört werden durch die Form oder Redeweiſe deſſel⸗ ben; es ſpricht verſtändlich für Jedermann, und wenn man oftmals mit Leſen einhalten muß, ſo kommt dies nicht von ſeltſamen und dunkelen Worten und Redensarten, ſondern von der Fülle des Inhalts. Wie der Titel verſpricht, ſo handelt das Buch in zwei unterſchiedlichen Theilen von der Kirche, und vom hl. Predigtamt. Beide Lehren werden zuerſt in Theſen, d. i. kurzgefaßter. Haupt⸗ und Grundſätzen dargeſtellt, „um unz mit kurzen und runden Worten die Hauptpunkte, auf wel⸗ che es hier vor Allem ankommt, vorzuführen.“ Alsdann wird jede Theſis oder Hauptſatz für ſich genommen und zuerſt aufgezeigt, wie Gottes Wort eben dies und nichts Anderes lehrt; zwei⸗ tens, wie die evangeliſch-lutheriſchen Bekennt⸗ nißſchriften, enthalten im Concordienbuche vom Jahre 1580, gerade dieſe und keine andere Lehre führen; drittens, wie die rechtgläubigen Kir⸗ chenlehrer der lutheriſchen Kirche, z. B. Luther. Mr. F. W. Barthel, care of C. Chemnitz, Joh. Gerhard, und endlich auch die Nur die Briefe, welche Mittheilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Retakteur, alle anderen welche Geſchäftliches, 1 C. P. Abbeſtellungen. Gelder ꝛc. enthalten, unter der Adreſſe W. Walther, St. Louis, Mo., anher zu ſenden. alten Kirchenväter z. B. Ignatius, Hieronymus, Auguſtinus auch dieſe und keine andere Lehre in der hl. Schrift gefunden und einmüthig vor⸗ getragen haben. Der nächſten Veranlaſſung, durch welche die Abfaſſung dieſer Schrift her⸗ beigeführt wurde, nemlich der Angriffe und Be⸗ ſchuldigungen, mit welchen uns Hr. P. Grabau in Buffalo beſtändig überhäuft, wird in der Ausführung des Buches nicht weiter Erwähn⸗ ung gethan: es bedarf deſſen nicht; denn haben wir hier bewieſen, daß wir dieſelbe Lehre von Kirche und Amt behaupten, welche die rechtgläu⸗ bigen Lehrer der Kirche in Uebereinſtimmung mit dem Worte Gottes geführt haben, ſo ſind damit alle Beſchuldigungen des Hrn. P. Grabau, als irrten wir in jenen Lehrſtücken, zu nichte ge⸗ macht. Jener Beweis aber liegt hier klar vor. Betrachtet den erſten Theil, die 9 Theſen von der Kirche. Da wird erſtlich erklärt und als Schrift⸗ und Kirchenlehre erwieſen, daß dit Eine heilige chriſtliche Kirche, die wir im dritten Ar⸗ tikel des chriſtlichen Glaubens bekennen, die Ge⸗ meinſchaft der Heiligen iſt, daher nicht geſehen, vielmehr nur geglaubt werden kann; zweitens, daß dieſe Kirche die Schlüſſel des Himmelreichs, Gottes Wort und Saerament, von Gott zu eigen empfangen hat und daher erkannt werden kann an der reinen Lehre des Wortes Gottes und der rechten Verwaltung der hl. Sacramente; drit⸗ tens, daß die äußerliche, ſichtbare Gemeinſchaft der Chriſtenheit im uneigentlichen Sinnt auch