# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 06 21_S153 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) er ſagt, das will ich annebmen. Alſo könnteſt du dem Teufel entlaufen und vor ihm ſicher ſein, wenn du Chriſtum vor Augen hielteſt; wenn man ihn aber aus den Augen verlieret, ſo iſt's aus. Sonſt ſoll man Angen, Ohren und Herz zuthun, und nur glauben, was er ſagt. St. Antonius hat auf eine Zeit geſehen, daß die Welt gar voller Stricke gelegt war, und ei⸗ ner nach dem andern gelegt; da ſeufzte er tief und ſprach: Wer will den Stricken alleu ent⸗ laufen? Da wird ihm geantwortet: Wer da demüthig iſt. Das iſt dunkel geredet, wenn es von Gott gertdet wäre, es iſt zu ſchwach; denn die Welt iſt voller Stricke, fleiſchlicher Sünden, ſondern voller Mißglau⸗ ben, Verzweiflung und andrer Laſter. Aber rer kann des Teufels nicht loswerden, noch ihm entlaufen, der nicht Chriſtum kennet. ſage: Ich weiß nichts, denn Chriſtum, den will ich allein hören, was er redet; da müſſen denn alle Stricke zerreißen. Will ich aber die De— muth haben, ſo falle ich auf meine Werke, werde ein Mönch, die demüthigen ſich vor den Leuten. Als, ein Barfüßermönch dücket und bücket ſich vor den Leuten, auch vor Gott, und machet doch aus ihm ſelber einen Schalk; aber wenn ich zu ihm ſage: Du biſt ein Schalk, ſo wird er zor⸗ nig, toll und thöricht. Darum ſo iſt's ein finſter Wort, Demuth; wenn er's ſo meinet, ſo wollte er, daß man nur verzweifeln ſollte. Es iſt aber nicht genug, daß man thue, wie Judas. Aber wenn du deine Demuth fahren läſſeſt, hältſt und traueſt auf den einigen Mann, Chriſtum, das thut's. Darum iſt's auch zu thun; wie er denn ſagt: Wenn ihr mich kennet, ſo kennet ihr auch den Vater. Hebe nicht hinten an, noch oben an, daß du wollteſt den Vater vor kennen lernen, es wird nichts daraus; ſondern alſo thue ihm: ſchleuß die Augen zu, und ſage, ich weiß nichts von Gott, noch vom Vater, ich komme denn hie⸗ her, und höre was Chriſtus ſagt. Deun was ſonſt außerhalb dieſes Mannes Wort, wie hoch es auch ſein mag und was es nur iſt, gepredi⸗ get und erdacht wird das iſt nicht der Vater, ſondern bleibt Blindheit, Irrthum und der Teu⸗ fel ſelber. Wenn ihr aber mich kennetet, ſo ken⸗ netet ihr auch den Vater; aber kennet ihr mich nicht, ſo wiſſet ihr auch nichts vom Vater, denn der Vater hat geſagt, er will durch den Sohn erkannt ſein. Und nimmt uns aus allen hohen Schulen, aus aller weiſen Leute Geſetz, aus al⸗ ler heiligen Leute Leben, aus allen Neligionen, Glauben und Lehren, aus den Kloſterkappen und Platten, und ſpricht: Wer will wiſſen, wer ich, Gott der Vater, ſei, der höre Chriſtum, den Sohn. Das iſt unſre chriſtliche Lehre. Wir wollen es vom Papſt nicht wiſſen noch lernen, oder den Hals drüber laſſen, wenn er uns will gen Him⸗ mel führen, denn er kennet den Vater nicht; wir wollen ſeines Glaubens nicht; es iſt der türkiſche, jüdiſche und papiſtiſche Glaube faſt Ein Ding. Sondern ſage: Lehre mich ehe Chriſtum erkennen, und führe mich zu dem nicht allein voller! Darum 1 * — —152 — Manne; hat's der Mann geſagt, ö Wort, kömmt's aus ſeinem Munde, ſo will ich's annehmen, und will dir die Füße küſſen, und will dir noch wohl mehr Ehre thun. Aber wenn du mir ihn willſt aus den Augen thun, ſo will ich dich nicht hören, ja, ich will dich noch wohl dazu mit Füßen treten laſſen. Es ſoll dein Leben und Lehre gegründet und ge⸗ ſtiftet ſein auf Chriſti Wort und Lehre, daß es gehe aus des Mannes Munde und Wort. Ich ſoll getauft ſein und an Chriſtum gläuben: denn werde ich ſelig durch ſeinen Tod u. Blut-— vergieben. Alſo gläube ich und lebe; das gehet alles aus des Mannes Munde, und nicht aus des Pabſts, aus der Türken oder der Jüden Munde. Darnach ſo treiben wir die Liebe unter⸗ einander und richten unſern Beruf und Aemter aus; bas geht alles aus des Mannes Munde. Da weiß ich denn, wen ich höre und wem ich nachfolge. Da ſpricht denn Gott: Wenn du den Mann, Chriſtum, höreſt, ſo höreſt du mich, und wenn du mich denn gehöret haſt: was du darnach thuſt in deinem Stand und Beruf, das iſt fein und recht; denn mein Sohn hat's alſo geordnet und befohlen. Das iſt, daß er ſaget: „So ihr mich kennetet.“ Als ſollte er ſagen: Ikr wiſſet nicht, was er ſonſt will, over wie er geſinnet iſt, ſondern durch mich werdet ihr's er— fahren, der ich zu euch geſandt bin, der ich euch predigen ſoll; wenn ihr mich aufnehmet und höret, und hänget euch an meinen Mund, ſ. werdet ihr's alles lernen. Schlaget ihrs aber in Wind, und ſaget, wie die Jüden ſprechen: Wo iſt dein Vater? ſo ſeids gewiß, daß ihr den Vater nicht kennet; denn ihr höret den Pabſt, Türken und die Mönche. Denn heißets: Wenn ihr mich nicht wollt hören, ſo kennet ihr mich und den Vater nicht, wiſſet von Gott noch von Chriſto nichts; denn er iſt darum kommen, daß er es uns ſagen ſollte. Darum ſo iſts alles darum zu thun, daß man Ceriſtum erkenne und ein Chriſt nichts wiſſe von Gott ohne Chriſto und was ihm ſonſt zur Seligkeit vonnöthen iſt, und ſonſt gegen al⸗ len Predigern u. Gedanken die Augen zuſchließe und ſage: Ich höre keinen Prediger, nehme auch keinen Gedanken an; fallen ſie mir ein, ſo laſſe ich ſie wieder ausfallen; Chriſtum höre ich, was der mir ſaget. Gegen den andern all— zumal ſtopfe ich die Ohren zu und ſpreche: Es iſt alles eitel Plauderei; waſche hin und her, ich höre es nicht; bringe mir aber dieſes Mannes Gedanken und Spruch her, ſo will ich dich hö— ren; das andere alles mag ſich trollen. —7k — Eingegangen für die ev. lutb. Gemeinde in Neumelle, Mo., zum Aufbau ihrer durch Freplers Hand abgebrannten Kirche: Von der rb in und um Miſchawaa, St. Joſeph Co., Ja. 4.50 „Hrn. Eergtd in Bremen 1.00 „Hrn. Ph. Merz in St. Louis Co., 0.5 „Glledern der Gemeinde des Hrn. Paſtor Riedel, nemlich den HH. H. Aldemeier 0.55., H. H. Alvdemeier und Hnuger, je 80 25 1.05 „„ Gliedern der Gemeinde in St. Louis, u. zwar: „ Hrn. Ph. Schubarih 0⁵⁰. „Hru. Steinmeier 3.8. „den H. H. Brockſchmidt, A. Dellit, Chr. Lange in Rord St. Louis, A. Hermann und einem iſt es ſein ! — — nt ic 33.00 * 1 * den 55. C. Römer, Fr. Schuricht, A. Ublich, Oin. . Et „ Hrn „ den 58. W. wemitlc, Fr. 2.0* F. Scheel, Schuritht. 52. „den H5. B. Tichirpe, E. Schröder je 81.50 . . . Wiebuſch, Fr. Bünger, Fd, Schie⸗ mann, J. H. Luren, F. Bode, H. Bünger. H. Käſemann, Talennn M. Eſiel, Trampe, H. Kublenkeck, H. Heimſoth, Profeor Wal⸗ iber, Nector Gönner, D. A., Eckert, Har⸗ niſch. M. Große, F. Holzel, G. Richter, Mad. Dökerlein, Mad. N., je 81.00 „den HH. Spielmann d. ä.t., Störtemann, S. Lindner, J. Günther, G. Vetter, Reiz, Va⸗ ter Schuricht, Schau, Holzkamp, Mad. Del⸗ porte, Madame Jelper, Wittwe Kuhlenbeck, je 80.50 den 5. Behme, 0½3er d. ält., Igfr. Wa⸗ gentreiber, je 20 bd folgt.) J. F. Bünger, Paſtor. Bücher und Pamphlets zu haben in der Erpedition des Lutheraners um die beigeſeßten Preiſe. Dritter Jahrgang des Entheraers von 1816 — 47. No. 8 — 26. (Der J. u. 2. Jakrgang ſind vergriffen.) Vierier, fünlter, ſechsrern. ſiebenter Jahrgang ſdes Lutnerancro, ſe der Geſpräche wiſchen zwei Lutberanern über den Metrodismus, (in Pampolet⸗ form) 1 Stück. „ Dr. Martin duthers Tractat von der wahren Kirche, 2 Stück ‚ Die Verfaſſung der deutſchen evang. lut b. Synode von Miſſouri, Otio u. a. Si. Z3weiter. Dritrer, Vierter nnd Fünf⸗ ter Synodalbericht derſelben Synode, jeder Kirchen⸗Geſangbuch für evang. lutb. Ge⸗ meinden, verlegt von der hieſigen evangel. luth. Gemeinden U. A. Conf. in hepreztem Leder⸗ bande, das Stück. ů 100 Stück 8 62, Daſſelbe in kleinerm Format, d das Stück — Das Dutzend 8 5 Dr. Martin Vuihers kl. Catechismue, unveränderter Abdruck . 100 Stück 5 40,0. — — —/ 23.00 6.00 0. Das Dutzend 88. 7 70 50. 5. 10.5 „ 50. 50. „25. Im Dubend 51. A B C-⸗„Buch, und in gehöriger Stu⸗ jenfolge geordnete Uebungsſtücke u. ſ. w, herausgegeben von unſerer⸗ Sonode Im Duſtend 81, Jobann Hübners Vitliſche Hiſtorien. New Aorker Ausgabe, im Einzeinen Im Dutzend 352 Dr. Martin Luthers Anslegung des 90. Pſalms, broſchirt und beſchnitten. Im Dutzend 81, Spruchbuch zum kl. Catechismus L eutheri ů Im Dußend L, Der Hirtenbrief des Herrn Paſt. Graban zu Buffalo v. J. 1810 nebſt den zwiſchen ihm und mehreren Paſtoren in Miſonri gewech⸗ ten Schri ten „ ů Brief Br. Martin Lutbers von intng der Kirchendiener an den Rath zu Prag in Böhmen vom Jahre 1525. aus dem Latemiſchen überſetzt von Paulus Speratus Timotheus. Ein Geſchenk für die confirmirte Jugend. Bearbeitet nach Hiller, gebunden Im Dutzend 33,6 Predigt am Obert'ae 1851. in Louis, Mo., gebalten von Proſ. C. F. W. Waltter Deſſen Predigt über Theſſ. 4, 1—7: Die Ermahnung des heil. Apoſtels, immer völliger werden (Beide Prediaten aus dem „Vutherauer“ beſonders abgedruckt.) Neue Teſtamente, „Orbötentbeis mit dem Pſaiter, Stuttgardter, Londoner u. Hambur: er Ausgabe, in dewebinthen Einband mit dei Pfalmen — ů dito obne Pf. Iter in Goldſonet 2 Confirmations⸗-Scheine mit Bibel⸗ ſprüchen und Liederverſen, ingl. mit bidliſchen Bildern und Randzeichnungen; lithographirt und berausgegeben von veopold Gaſt — 16 Taufſchenne mit Bibelſprüchen nebſt dergl. Bitdern und Randzeichnungen; lithographirt und herauegegen von Gaſt u. Brother „ 10. 0. 0. 15. 50. 15. 50. 15. — 15. 30. — — Gedruckt bei M. Niedner, Nord⸗Scke ver dritten und Theßnut-Straße.