# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 05 10_S122 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) ————— —— —— — 2 — chet nun und nimmermehr.“ — ——. „ „VBottes Wort und Luthers Lehr“ verg — ..9——+—I———— Deutſehen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten. Herausgegeben von der —. — — —— — — — (Lfeub. Jeb. Cav. 14. v. 6,7.0 — Nedigirt von C. F. W. Walther. Jahrg. 9. St. Lonis, Mo., den 10. Mai 18538. No. 29. Bedingungen: Ter Lutreraner er eint alle wei Wechen einmal für ren jährlichen Rur die Brlefe, welche Mitthellungen für das Blatt enthalten. ſind an den. Redakteur, alle andert Sabferirtisnsvseis von Einem Toljar für die answä ligen Uaterſchretzer, we lhe denſelben vorauszube ⸗ aber. welche Geſthäftlichee, Veiehungen, Abdeſtellungen, Gelder ꝛc. enthalten, unter der Adreie zableu und das Voſtgelr zu tragen baken. — In St. Leuis wirt jede einzelne Ro. für 5 Cents verkanft. Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anber zu ſenden. Auszügliche tabellariſche ÜUberſicht einiger offenbarer Irrthümer Paſtor Grabau's, mit den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit der falſehen römiſchen, ſowie mit der reinen lutheriſehen Lehre verglichen. Paſtor Graban's. III. Von der Gewalt der Prediger. Lehren 25. „Er „der Prediger), ſagt ſich der Ge— meinde mit feiner Treue in Lehr und Wandel zu, und die Gemeine verbindet ſich ihm mit ihrer Treue und ihrem Ge⸗ borſam in allen Dingen, die nicht wider Gottes Wort ſind'. Was aber wider und nicht wider Gottes Wort ſei, das entſcheldet kein einzelnes Glied der Kirche, ſon— dern die Kirche ſelbſt in ihren Symbolen, Kir⸗ chenordnungen und Sonoden.“ (Hirten⸗ brief. S. 14.) Hierbei iſt nicht zu überſehen, raß hinwiederum in der Synode nach Paſtor (rabau's Lehre nur die Paſtoren die ent⸗ ſcheidende Stimme haben. (S. Nro. 17. des „Lutheraner.“) Pſt. Grabau ſpricht ſich auch darüber aus, was er unter anderen für Dinge bieher rechne, in denen eine Gemeinde dem Pre⸗ riger Gehorſam ſchuldig ſei. Er ſchreibt nehm— lich von uns Miſſouriern: „Sie leugnen ir⸗ rig, daß die Gemeine ihrem Seelſorger Gehor— ſam ſchuldig ſei, in allen Dingen, die Got⸗ tes Wort nicht zuwider ſind; denn ſchuldig bleibt ſie ihn, nach Hebr. 13, 17., ob ſie aber in jedem einzelnen Falle ihn leiſten und aus⸗ führen kann, z. B. einen nöthigen Schul— bau, iſt eine andere Sache. Die gehorſame Ausführung einer Sache kann wohl nach Um⸗ ſtäuden oft aufgeſcheben werden müſſen, des⸗ Lehre der römiſehen Kirche. III. Von der Gewalt der Prediger. 25. Bellarmin ſchreibt: „Wo jemand vermeſſen handeln würde, daß er dem Peieſter nicht gehorchte, der daſelbſt in des OErrn, dei— les Gottes, dlint ſtehet, oder dem Nichter: der ſoll ſterben. 5. Moſ. 17, 12. Wenn nun hier⸗ nach die Vorſchriften eines ISraelitiſchen Prieſters wahre Gebote waren und das Gewiſ— ſen verbanden, alſo auch die einesech ri ſtli⸗ chen. Der Grund des Schluſſes iſt, weil die Auktorität eines chriſtlichen Prieſters nicht ge⸗ ringer iſt, als die eines israclitiſchen.“ (Lib. 4. de pont. rom. c. 16.) In der päbſtli— chen Verdammungsbulle mehrerer Sätze der Synede von Piſtoja heißt es: „Der Satz, wel— cher behauptet: es ſei ein Mißbrauch der Kir— chengewalt, wenn man dieſelbe über die Gren⸗ zen der Lehre und der Sitten hinaus ausdehne uf äußere Dinge . . iſt ketzeriſch.“ (Coneil. FTrid. ed. Smets. p. 285.) Schon damals, als Luther die Reformation erſt begonnen und zu Worms vor Kaiſer und Reich erſchien, legten ihm die päbſtlichen Thrologen u. a. ſelgenden Satz aus ſeinen Schriften als ei⸗ Lehre der lutheriſchen Kirche, welche Paſtor Grabau die miſſou⸗ riſche nennt. III. Von der Gewalt der Prediger. 25. Luther ſchreibt: „Darum ſage ich, vedder der pabſt, noch Viſchof, noch einiger Menſch hat Gewalt, eine Syolbe zu ſeten über einen Chrißenmenſchen, es geſchehe denn mit ſeinem Willen; und was an ders geſchleht, das geſchiebet aus einem tyranniſchen Geiſt.“ (Von der Babyloniſchen Gefangenſchaft vom Jahr 1520. XIX, S3.) Derſelbe: „Wir? venn ſie gezwungen würden, zu ge⸗ ſeben, daß wir alle, ſo viel wir getauft ſind, gleichfals Prie⸗ ſer ſein? (wie wir's auch in Wahrheit ſind) und ihnen das Predigtamt allein, jedoch mit unſerer Vewilligung, be⸗ rollen: ſo wüßten ſir auch zugleich, deiß ſie kein Recht nech „Gewalt über uns zu gebicten hätten, denn: ſo viel wir ſelber ans eignem guten Willen ihnen zu⸗ lleßen.“ (Daſeibſt. S. 131.) Ebenberſelbe: „Wir baben Einen Herra, der iſ Chriſtus, der un⸗ ſere Serlen regicret. Die Viſchöſe ſellen nichts tbun, denn daß ſie weiden. Da bat nun St. Peter (1. Pet. 5, J.) mit Einem Worte umgeſtoßen u. veidammt alles Regiment, das jetzt der Pabſt führet, und ſchleußt klar, daß ſie nitt Macht haben, ein Wort zu gebieten, ſondern dah ſie allein Knechte ſollen ſein, und ſagen: Das ſant dein HErr Ebriſtns, darum' ſollſt du dasthun.“ (Aus- leg. der 1. Ep. Pet. ven 1523. IX, Bet.) So heißt ts endlich in unſeren ſamboliſchen Büchern und zwar in der Apologie, d. i. in der Vertheidigung der Rugsburg. Confeſſion zum 2. Artikel über den von Pſt. Gra⸗ bau immer angeführten Spruch: „Auch ziehen ſie Iit Papiſen) „ieten Syruch zu den Ebrerrn am 13, 17.: Ge·