# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 03 29_S98 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) —— — — ————— ——— —.— — „Bottes Wart und Luthers Lehr“ vergehet — —. Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſonri, Ohio und andern Staaten. Nedigirt von C. F. W. Walther. —— —— — ——— O ffenb. Jeh. Cav. 14 v. 67.) nun und nimmermehr.““ — Jahrg. 9. St. Louis, Mo., den 29. März 1853. Bedingungen⸗ —.5 —— Auszüg einiger offenbarer Irrthümer Vaſtor Grabau's, in der falſchen römiſchen, ſowie mit der rei Lehren Paſtor Grabau's. II. Von der Kirche. 17. „Käme ein Paſtor auf Irrthümer in der Lehre, wie es z. B. mit dem Pſt. Oertel in N. A. der Fall war, ſo wird es der ganzen Gemeine nicht verborgen bleiben, und in dem Falle ſoll doch die Gemeine' noch nicht das Urtheil ſprechen, ſondern ſich durch Schrift der Aelteſen zuvor an einen oder mehrere Pa ſio⸗ ren der Kirche wenden und die Sache der Wahrbeit gem äß vorſtellen; dieſe ſollen dann den angeklagten Paſtor fra⸗ gen, wie es ſich mit der Sache verhalte, und ſollen ſich münd⸗ lich oder ſchriftlich mit ihm beſprechen, da wird es daun wohl offenbar werden, ob er und in welchen Irrthümern ſolcher angeklagte Paſtor ſich befindet . .. Ihr wollet das Urtheilen der Lehre denen überlaſſen,“ denen es nach dem W. Art. der Augsb. Con⸗ feſſionzukommt. Eure Lehrer ſind nicht Lebrer einer ſalſchen Kirche, auch nicht Lehrer einer zeitgeiſtiſchen Richtung, ſondern Lehrer der vahren Kirche, wie genugſam bekannt iſt. Ihr könnt al ſo bei ihnen eine rechrſchaffene Erkenntniß der Kirchenlehre vorausſetzen und zwar eine tie⸗ ſere Erkenntniß, als Ihr ſie haben könnt, da ſie gelernt kaben, um zu glauben, zu lehren und Euch im rechten Glan⸗ ben zu erhalten, Ihr aber, um zu glanben, und im rechten Glauben erhalten und geheiligt zu werden. Hebr. 13, 17. 18. Gehorchet enren Lehrern und ſolget ihnen ꝛc.“ (dirtenbrief S. 18. 19.) „Was aber wider und nicht wider Gottes Wort ſei, das enſcheidet kein einzelnes Glied der Kirche, ſondern die Kirche ſelbſt in ihren Söm⸗ kolen, Kirchenordnungen und Synoden.“ (Ib. S. 14.) Bed Ver Lutberaner erſcheint alle wei Wochen einmal für den jährlichen Subſcriptisnsvreis von Einem Dollar für die auswärligen Unterſchreiber, welche denſelben vorauszute⸗ zahlen und das Poſtgeld zu tragen baben. — In Sr. Louis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft. Volk ungebildet iſt, ſo kann es über die Lehre ö aber. PtPtPtPtPPTPTPTPTPTPTPTPTPTPTTTTTTTTTTT ¶ TTTTT-v—ìꝛ liche tabellariſche Überſicht it den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit nen lutheriſchen Lehre verglichen. Lehre der römiſchen Kirche. II. Von der Kirche. 17. „Bellarmin wendet ein: Da das ſeines Paſtors nicht anders urtheilen, als aus Vergleichung mit der Lehre der Amtsvorfahren und der ordentlichen Paſtoren ... Wenn das Volk ſelbſt über die Lehre ſeines Paſtors ur— theilen könnte, ſo bedürfte es keiner Prediger .. Wenn der ordentliche Paſtor und ein anderer nicht berufener, welcher predigt, Entgegengeſetz— tes lehren, ſo muß das Volk allerdings ſeinem Paſtor eher folgen, als jenem andern, welcher nicht Paſtor iſt, wenn es ſich auch vielleicht zu— trüge, daß der Paſtor irrte.“ (Siehe Gerhard's loc. de min. §. 88., wo Gerh. dieſe Grund⸗ ſätze des Hrn. Cardinals widerlegt.) Nur die Briefe, welche Mittbeilungen für das Blatt enthalten, ſind an welche Geſchäftliches, Beſtetlungen, — Lehre der lutheriſchen Kirche, welche Paſtor Grabau die miſſou⸗ riſchenennt. Von der Kirche. 17. „Ueber der Lehre zu erkennen und zu richten, gehürt den Redakteur, alle anderen Abbeſtellungen, Gelder ꝛ0. enthalten, unter der Adreſſe Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anher zu ſenden. vor alle und jede Chriſten, und zwar ſo, daß der verflucht iſt, der ſolches Recht um ein Härlein kränkt. Denn Cbriſius ſelbſt hat ſolch Recht in unüberwindlichen und vielen Sprü⸗ chen angeordnet, z. B. Matth. 7.: Sehet euch für vor den ſalſchen Propheten, die in Schaafskleidern zu euch kommen. Dieß Wort ſagt er ja geriß wider die Lehrer zum Volk, und gebeut ihm, daß es ibre falſche Lehre meiden ſolle. Wie können ſie aber die ſelben meiden, ohne ſie zu er ken⸗ neu? und wie er kennen, uv ſie nicht Macht haben, zu urtheilen? (Luther XIX, 421.) „Cbriſtus ſetzt Gen das Widerſpiel, nimmt den Biſchofen, Gelehrten u. oncilien beide, Recht u. Macht, zu urikeilen die Lehre, und gibt ſie Jedermann und allen Chriſten insgemein, da er ſpricht Joh. 10, 4.: Meine Schaaſe kennen meine Stimme; desgl. B. 5.: Meine Schaafe folgen den Fremden nicht de. Hie ſieheſt du je klar, Gſ d. Recht iſt, zu urtheilen d. Lehre. Biſchöfe, Pabſt, Geiehrte u. jedermann bat Mackt, zu lehren, aber die Schaafe ſollen urtheilen, ob 15 Chriſti Stimme hören oder der Fremden Stimme .a ſo daß ſie nicht allein Recht u. Macht haben, Alles, was gepredigt wird, zu urtheilen, ſondern ſind ſ chuldig, zu ur⸗ tbeilen bei göttl. Majeſtät Ungnaden.“ (Ou⸗ ther X. 1797 ff.) „Es wäre nimmer ewiglich aus den Pabſthum etwas worden, ſo dieß Urtheil regiert hätte. Da⸗ rum haben ſie ihm ſelbſt faſt wohl gerathen, da ſie ünen al⸗ lein dieß Amt haben zugetbeilt.“ (Derſelbe R. 1853.) „Vielleicht werden ſie euch vor dem einfältigen Pöbel n. ſonſt Unverſtändigen auſmuten, wie ſie noch nicht von der Kir⸗ chen für Wölfe u. falſche Lehrer erkennt, ſendern für rechte Chriſien gehalten werden. Ja, fürwahr, das iſt weislich u. wohl geredet: wenn die Schaafe nicht eter vor den Wölfen lichen ſollten, denn bis die Wölfe durch ihr chriſlich Conciti⸗ nm u. öffentlich Urtheil die Schaafe bießen flichen, da mürde der Schaaſſtall gar bald ledig ſein, und der Hirte in Einem Tage weder Milch, Käſe, Butter, Wolle, Fleiſch noch einen