# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 03 15_S97 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) fern vom Kampfplatze, die feindlichen Kugeln gingen alle zu hoch, noch war kein Mann verwundet. Da hebt ein Soldat, ich weiß nicht wozu, die rechte Hand in die Höhe, und in dem— ſelben Augenblicke iſt ſie von einer Kanonenkugel weggeriſſen. Als er ſich beſann, rief er: „Mil der Hand habe ich heute früh — er ſtammte aus der Nähe — meinen Vater geſchlagen. Ich zankte mit ihm um fünf Thaler, die er mir noch geben ſollte.“ Da lag die Hand ſammt den fünf Fingern. — — Dr. Luther ſagt: „Was Vater und Mutter nicht zieh en kann, das zieht der Henker und der Teufel, Gottes Scharfrichter.“ (Stader Sonntagsklatt) Die erſten Chriſten und die Nicht⸗ chriſten. Der Kirchenvater Tertullian ſchreibt, daß die Heiden, wenn ſie das Leben der Chriſten unter ſich betrachteten, ausgerufen hätten: „Siehe, wie lieb haben ſie ſich einander!“ Tertullian ſetzt hinzu: „Denn ſie (die Heiden) haſſen ſich einander.“ Er ſpricht ferner, die Heiden hätten voll Verwunderung auch Das von den Chriſten ausgeſagt: „Und einer iſt ſelbſt bereit, für den andern zu ſterben!“ Wozu Tertullian die Be— merkung macht: „Denn ſie ſelbſt (die Heiden) ſind mehr bereit, einander zu tödten.“ Kann man jetzt die, welche Chriſten ſein wol⸗ len, auch ſo von den Nichtchriſten unterſchei⸗ den? — Was ſagt zunächſt Dir, o Leſer, Dein Gewiſſen? Lies Joh. 13, 35. — Die wahre Kirche iſt blöde, die fal⸗ ſche frech. Nun ſiehe, mein lieber Freund, welch ein wunderlich Ding das iſt! Wir, ſo gewißlich Gottes Wort lehren, ſind ſo ſchwach und für großer Demuth ſo blöde, daß wir nicht gern uns rühmen, wir ſeien Gottes Kirchen, Zeugen, Die— ner, Prediger, und Gott rede durch uns ꝛc., ſo wir's doch gewißlich ſind, weil wir ſein Wort gewißlich haben und lehren. Solche Blödigkeit kömmt daher, daß wir's ernſtlich gläuben, Got⸗ tes Wort ſei ſo ein herrlich majeſtätiſch Ding, daß wir uns allzu unwürdig erkennen, daß durch uns ſolch groß Ding ſollt geredt und ge⸗ than werden, die wir noch im Fleiſch und Blut leben. Aber unſere Widerpart, Teufel, Papi⸗ ſten, Rotten und alle Welt, die ſind freudig u. ynerſchrocken, dürfen kecklich herausſagen für großer Heiligkeit: Hie iſt Gott, wir ſind Got⸗— tes Kirche, Diener, Propheten und Apoſtel! — gleichwie alle falſche Propheten allezeit gethan. Aber Demuth und Furcht in Gottes Wort iſt allezelt das rechte Zeichen der rechten heiligen Kirchen geweſen; Durſt und Frevel in menſch⸗ licher Andacht das rechte Zeichen der Teufel ge— weſt. Luther wider die Duplik Herzog Helnrich's von Braunſchweig vom J. 1541. Opp. Tom. XVII, 1686. 87.) ö „2 n — von Hrn. A. Pape 27½½ —.—96——.— Luther über Miſſion unter den Türken. — Am Gründonnerstag 1521 ließ Pabſt Leo X. eine Bannbulle ausgehen, darin er unter Anderen auch die in den Bann that, welche den Türken Eiſen und Holz zuführten. Luther, der dieſe Bulle mit Gloſſen, Vor- und Nachrede herausgab, ſchrieb hierzu Folgendes: „Der Pabſt vermaledeit, die den Türken und Sarazenen Eiſen und Holz zuführen, daß man achten ſolle, es ſei ſein Ernſi, der Chriſtenheit Guts zu thun. Wenn er aber Chriſti Statt— halter wäre, ſo würde er auf ſeine Füße treten, hingehen, und dem Türken das Evangelium predigen, daran ſetzen Leib und Leben. Das wäre eine chriſtliche Weiſe, die Türken zu be— ſtreiten und die Chriſtenheit mehren und be— ſchützen.“ (XV, 2153.) ——— 272—.. ———iß Erhalten a. zur Synodal⸗-Caſſe von Hrn. Pſt. S. für den Colporteur „ J. Gl. Walier in A. desgl. b. zur Synodal⸗-Miſſions⸗Caſſe: 82.00 80.30 7. von Hrn. C. K. 81.00 „ der Gemeinde des Hrn. Pſt. Stecher in Hnntington, Ja. 4.00 „der Gemeinde Frankenluſt, Mich. 810.00 c. zum Unterhalt des Concordia⸗-College: von Hrn. Gruder in Saginaw, Mich. 51.00 „ B. in St. Louis 813.70 Zu Aufſiellung eines Naturalien-Cabinets und Anſchaf⸗ fung eines phyſiſchen und chemiſchen Apparats durch Hrn. E. Beck in Baltimore: 7. 82.00 Innvalde 1.0⁰ A, Bach, Lettmale, Frl. Drage, P. Bauer, u. 7. + T. Prinz, je 25 Cis. 81.25 „ „ F. u. E. Beck 1.2⁵ „ Horn 1.00 „ „ H. Muble 0.50 d. für arme Studenten und Schüler im Con-⸗ cordia⸗-College: von dem Jünglings⸗Verein zu St. Louis in den Monaten Auguſt 1852 bis Endt Januar 1853 „ dem Jünglings-Verein u Alteuburg für G. sen. 36.00 „ Hrn. Job. Gl. Walter daſelbſt 0.30 e. zur Unterſtützung des hieſigen College⸗ baues: 2148.85 von der Gemeinde zu Collinsville, 2. Zahlung 51².00 „„„ „ „Frankenhilf, Mich. 81.89 7• N. N. 925.00 „ „ „ durch Hrn. Pſt. Diehlmann 81.00 F. W. Barthel, Caſſirer. —— Bezahlt den 7. Jahrg. Herr Pſt. Stübgen. „ 8. „ die HH. Gruder, Gerken (30.50), Sper⸗ ber, Pſt. Stübgen. „ 9. Jahrg. die HH. Pſt. Albach, H. Brandt, Döring, Heinr. Gerken, Pſt. Joſeph) Hartmann, Jacob Hof⸗ ſtetter (50.50), Jacob Helferich, Conrad Kalbfleiſch, Pſt. König (3 Expl.), Geo. Lögler, Heinrich Nehrt (80.50), Georg Riinhardti (einſchließlich 1. Hälſte, Jahrg. 10.), Heinr. Sievers, Pfſl. Sievers, Sper⸗ ber. ‚ I 5 Luther's Demuth. Als einſt Melanchthon die Einrichtung ge⸗ troffen hatte, daß die Studenten zu Wittenberg, ſobald Luther in den Hörſaal trat, aufſtanden, um Luther'n damit ihreEhrerbietung zu erwei⸗ ſen, war Luther ſelbſt hiermit ſehr übel zufrie⸗ den. Er erktärte: „Ich wollte, daß Magiſter Philippus mit ſeiner Ordnung ein gut Jahr hätte; ich muß allemal des Aufſtehens halber etliche Vater Unſer mehr beten; und wenn ich dürfte, gienge ich bisweilen ungeleſen davon.“ — 8— Bücher und Pamphlets zu haben in der Expedition des Lutheraners um die beigeſeßten Preiſe. — — ———— — — Dritter Jahrgang des Lutheraners von 1816 — 47. No. 8 — 26. ů (Der 1. n. 2. Jahrgang ſind vergriffen.) Vierter, fünfter, ſechster u. ſiebenter Jabrgang des Lutheraners, jeder Geſpräche zwiſchen zwei Lutheranern über den Meihodismus, (in Pamphlet⸗ form) 1 Stück. ů ů Dr. Martin vuthers Tractat von der wahren Kirche, 2 Stück ů Die Verfaſſung der dentſchen evang. luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. Z3weiter, Dritter, Vierter nnd Fünf⸗ ter Synodalbericht derſelben Son ode, jeder Kirchen⸗Geſangbuch für evang. luth. Ge⸗ meinden, verlegt von der hieſigen evangel, luth. Gemeinden U. A. Conf. in gepreßtem Leder⸗ bande, das Stück. ů 55 Das Dutzend 88. 100 Stück 8 6,50. Daſſelbe in kleinerm Format, das Stück Das Dutzend 85/5. 100 Stück 8 4009. Dr. Martin Luthers kl. Catechismus, unveränderter Abdruck . I0. Im Dutz end § 1. A B C-Buch, und in gehöriger Stu⸗ 50. * 5. 5. * fenfolge geordnete mnſener Senſeicte n. ſ. w., herausgegeben von unſerer Synode 10. Im Dutzend § 1,00. obann Hübners Bibliſche Hiſtorien. New. Aorker Ausgabe, im Einzelnen 5. Im Dutzend 2,60. Dr. Martin Lutbers Auslegung des 90. Pſalms, broſchirt und beſchnitten — — Im Dutzend 91,0. Spruchbuch zum kl. Catechismus Lutheri ů . I5. rrucbnc Im Dutzend 81/,0. Der Hirtenbrief des Herrn Paſt. Grabau zu Buffalo v. J. 180 nebſt den zwiſchen ihm und mehreren Paſtoren m Miſſouri gewech⸗ ten Schri ten —— Brief Dr. Martin Luthers von Einſetzung der Kirchendiener au den Rath zu Prag in Böhmen vom Jahre 1525. aus dem Lateiniſchen überſetzt von Panlus SperatnsWWWWW Timotheus. Ein Geſchenk für die confirmirte Jngend. Bearbeitet nach Hiller, gebunden . V. Im Dußend 83,0. Predigt am Oſtertage 1851. in St. Lonis, Mo., gebalten von Prof. C. F. W. Walther . 5. Deſſen Predigt über 1 Tbeſſ. 4,1 — 7 Die Ermahnung des heil. Apoſtels, immer völliger 15. * werden ů ů ů 5. (Beide Predigten aus dem „Lutheraner“ beſouvers abgedruckt.) Neute Teſtamente, größtentheils mit dem Pfalter, Stuttgardter, Londoner u. Hamburger Ausgabe, in gewöhnlichem Einband mit den Pſalmen — . dito ohne Pſalter 15. in Gold ſchnitt . Confirmations⸗Scheine mit Bibel⸗ ſprüchen und Llederverſen, ingl. mit kibtiſchen Bildern und Randzeichnungen; lithographirt unv herausgegeben von veevold Gaſt “/. 16 Tauſſcheine mit Bibelſprüchen nebſt dergl. Bildern und Randzeichnungen; lithographirt und herausgegen von Gaſt u. Brother Melodien brnch raori Kirchengeſängt nach Dr. Friedrich Layritz ů ů . 25. Anhang dazu 15. Dieſelben mit dem Anhang Leipziger Evangel. Luther. Miſſionsblatt vom Jahre 18500ö0ͤ0o. . Gedruckt bei M. Niedner, Nord⸗Ecde der dritten und Cheſinut ⸗Straße.