# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1853 02 02_S74 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) —.— —— ** * — — — ————— — —— ——— —— — — (Offenb. Joh. Cav. 14, v. 6,7.) „Vattes Wort und Luthers Lehr' nergehet nun und nimmermehr.““ — — — ——— —— — — .—— — —— ——— — Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten. Nedigirt von C. F. W. Walther. Jahrg. 9. St. Louis, Mo., den 18. Jannar 1858. No. 11. Sedingungen; Der Lurberaner erſcheint alle wei Wochen einmal für ven jäbrlichen Sabſcrivtiensrreis von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchreiber „welche rerſelden voranstude · labieu und das Poſtgeld zu tragen baben. — In St. Lonis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft. welche Geſchäftliches, Beſtellungen. Abbeſtellungen, Gelder ꝛc. enthalten, unter der Adreſfe Nur die Briefe, welche Mittbeilungen für das Blatt enthalten, ſind an ben Redakteur, alle anderen aber. Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anber zu ſenden. Auszügliche tabellariſche Überſicht einiger offenbarer Irrthümer Paſtor Grabau's, mit den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit der falſchen römiſchen, ſowie mit der reinen lutheriſchen Lehre verglichen. Lehreu Paſtor Grabau's. II. Von der Kirche. 6. „Er lehrt: Die lutheriſche Kirche ſei eine ſichtbare, außer welcher Niemand ſelig werden könne! Ei gewiß, daß die Und daß außer der lutheriſchen Kirche Niemand ſelig werden kann, iſt nur zu gewiß.“ (Zweiter Sy⸗ nodalbrief. S. 24. Vergl. Inform. I. 2.9 Hier erklärt Paſt. Grabau, die katholiſche Kirche im eigentlichen Sinn ſei eine ſichtbare. 7. „Dr. Spener treibet allezeit in ſeinen Schriften, daß das fromme Leben (wel⸗ ches an ſich freilich ein Kleinod der Kirchen' Gottes iſt,) vor allem andern zum Kirchenweſen erfordert werden ſoll, da doch die Augsburgiſche, Confeſſion ſolches nicht zu dem Kirchen weſen Art. 7., ſondern zu derſelben Wohlſtand Art. Lehre der römiſchen Kirche. II. Von der Kirche. 6. An beiden Stellen, Matth. 16, 18. 1. Tim. 3, 15. wird von der ſichtbaren Kirche gere⸗ det, und doch hören wir die Wahrheit ſelbſt be⸗ haupten, daß die. Pforten der Hölle dieſelbe nicht überwältigen werden.“ (Der Cardinal Bel⸗ larminus lb. 3, de cccl. c.) Wir ſind alle verbunden, bei Gefahr des ewigen Todes uns an die wahre Kirche anzuſchließen und in der— ſelben zu verharren; aber dieſes kann nicht ge— ſchehen, wenn die Kirche unſichtbar iſt.“ (Der— ſelbe.)“ * 7. „Daß die Kirche ſei eine Verſammlung der Heiligen, kann nicht ohne Nachtheil des Glaubens zugelaſſen werden. Denn dadurch die Böſen und Sünder ganz aus der Kirchen ausgeſchloſſen und abgeſondert werden. Wel— cher Artikel im Concilio zu Coſinitz verdammt iſt, neben anderen Irrthumen des verdammten Johann Huß, und widerſpricht gänzlich dem Evangeliv.“ (So heißt es in der ſ. g. Con⸗ Lehre der lutheriſchen Kirche, welche Paſtor Grabau die miſſou⸗ riſche nennt. II. Von der Kirche. 6. „Die Kirche nennen wir in einem zweifachen Sinne und in einer zweifachen Rückſücht un ſicht bar; erſllich, weil diecatholiſche (allgemeine) Kirche der Hei⸗ ligen unſichtbar iſt, da die waͤhren Glänbigen und Heiligen von den Heuchlern mit menſchlichen Augen nicht von einander verſchieden werden können; in dieſem Sinne iſt und bleibt die wahre Kirche unſichtbar, ſelbſt wenn es in der gan⸗ zen Welt die allervol'reichſten und berriichſten Particu⸗ larkirchen gäbe. Zweitens, weil die Particularkirchen in einen ſolchen Zuſtand gebracht werden können, daß ſie nicht aller Welt durch einen äußerlichen und ausnehmen⸗ den Glanz ſichtbar ſind, wenn nebmlich die Ketzereien über⸗ hand nehmen, c. ... Wenn eine ſolche Zeit einfällt, daß der äußerliche Glanz der ſichtbaren Kirche untergebt, dann iſt es nicht ſchlechterdings zur Setigkeit nöthig, daß ſich Jemand mit einer ſichtbaren und Parkicularkirche vereinige, ſondern es reicht hiu, daß Jemand durch den wahren Glauben ein Glitd der catholiſchen Kirche iſt, denn von dieſer iſtes eigentlich zu verſteben, daß außer der Kirche kein Heil (keine Seligkeit) iſt.“ (J. Gerhard's Loci th. de ecel. § 101.) „Particnlarkir— chen gibt es viele, Chriſtus redet aber (Matth. 16, 18.) von der Kirche als von der Einen, er bezeichnet ˙ die Eine catho⸗ liſche unſichtbare Kirche. (Ib. 596. 7. Die zweite innere Eigenſchaſt der Kirche iſt die Heilig⸗ keit, nehmlich des Glanbens oder der Lehre, und der tten. . . . Zur Heiligkrit der Kirche und ibrer Glieder reicht nicht hin, daß die höchſie Urſache oder Gott, und die Mittelurfachen, das Wort und die Sacramente, heilig ſind ſondern es wird anch von Seiten der Giieder erfordert die Ergreifung und Zulaſſung der wirkenden Urſachen, nach je⸗ nem Spruch Joh. 10, 16. 27. Und daher iſt bald im An⸗ fang der Uebergabe der Augsb. Confeſſion eine Trennung wiſ en dem päpfülichen und rechtgläubigen Theil entſtanden, indem die ſe zur Heiligkeit der Kirche die innerliche Hriligkeit vestGlanbens und der Sitten in din 393 *