# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1852 04 27_S146 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) lichkeit, noch das Schwerdt deshalb zu fürchten, aufs höchſte vielleicht trifft uns ein wenig Spott und Hohn der Boshaften nud Ungläubigen. Wir ſollten alſo um ſo eifriger im Chriſtenthum ſein. Aber ach, wie iſt doch die Chriſtenheit ſo faul geworden, wie iſt Goͤttes Wort ſo unwerth bei uns, wie ſind wir ſo nachläſſig in der Wahr⸗ nehmung unſeres Seelenheils, wie wenig Muth haben und beweiſen wir der Welt gegenüber, und wie würde es erſt gehen, wenn über die chriſtli⸗ che Kirche wieder eine Zeit der Verfolgung und eine neue Bluttaufe kommen ſollte! Das aber halte keiner für unmöglich. Auf was hatten es denn die ſ. g. Demokraten in den Revolutions⸗— jahren 1848 und 1849 abgeſehen, worauf ſind noch immer ihre Plane gerichtet? Auf nichts anderes als auf den Umſturz der chriſtlichen Kir⸗ che. Und wo ſie (wenn auch nur auf kurze Zeit) durch Gottes Verhängniß die Macht erhielten, fielen ſie da nicht zu allererſt über die Chriſten her? — Wiſſen wir aber, was noch kommen wird? Man braucht kein Prophet zu ſein, um zu ſehen, daß große Trübſale im Anzuge ſind, Gerichte, die es zur Entſcheidung bringen werden, ob der Leuchter Gottes noch länger an ſeiner Stätte bei uns ſtehen, oder von derſelben geſtoßen wer⸗ den ſoll. Darum laſſet uns, liebe Leſer, mit Ernſt erwägen, wie ſich ein Chriſt auf ſolche Zeiten bereiten und was ihm darin obliegen mag, damit er ſeine Seele rette. Anleitung da⸗ zu gibt uns Gott reichlich in ſeinem Worte, ins⸗ beſondere im 2. und 3. Kapitel der Offenbarung Johannis. — (Nördlinger Sonntagsblatt.) Das Abendmahl. Knieet hin vor Gottes Throne, Beuget euch vor Gott dem Sohne, Betet an den Herrn der Welt; Der uns ruft mit ſüßen Worten, Uns aufſchließt des Himmels Pforten, Und ſein Abendmahl jetzt hält. O unendliches Erbarmen, Das mit offnen Liebesarmen Unſre Seelen hold umfängt; Und mit dieſen äußern Zeichen, Himmelsſchätze ohne Gleichen, Chriſti Leib und Blut uns ſchenkt. Ueber alles, was wir ſehen, Ueber Bitten und Verſtehen Reichet Gottes Lieb' und Huld: Du willſt nicht bloß für uns leiden, Bluten und am Kreuz verſcheiden Zur Verſöhnung unſrer Schuld; Nein, du willſt mit unſren Seelen Dich, o Jeſu, ſelbſt vermählen; Darum trafſt du dieſe Wahl: Daß du deinen Leib uns ſcheukeſt, Und mit deinem Blut uns tränkeſt, In dem heil'gen Liebesmahl. O du Abgrund ew'ger Güte, Es begreift nicht mein Gemüthe, Dieſes wunderbare Prand. Wie ſich mit dem Brod und Weine Doch dein Leib und Blut vereine, Ueberſteiget den Verſtand. Aber weil du Herr geſprochen, Du, der nie dein Wort gebrochen: „Nehmt, das iſt mein Leib, mein Blut;“ Darum laß ich's mir nicht rauben, Hilf nur, daß in wahrem Glauben, Ich empfah' dies heil'ge Gut. 144 — Denn, wer ſich ſo hoch vermiſſet, Und unwürdig trinkt und iſſet, Ißt und trinkt ſich das Gericht; Damit, daß er frevler Weiſe Hierin von gemeiner Speiſe Dein'n Leib unterſcheidet nicht. Drum durchwehn mich heil'ge Schauer, Dazu fullt mich tiefe Trauer, Daß ich, ach, ein Sünder bin; Und mein' Schulden mich verdammen Zu der Hoͤlle Feuerflammen: — Ach, mein Gott, wo ſoll ich hin? Doch du willſt mich nicht verſchmähen, Auch zu mir willſt du eingehen, Du barmherz'nge Liebe, du. „Kommt, ſprichſt du mit treuen Blicken, Sunder, ich will euch erquicken, Daß ihr in mir findet Ruh.“ Run betrübt' ich deine Liebe, Wenn ich furchtſam ferne bliebe; Drum ſo komm ich auf dein Wort. Der den Schächer angenommen, Der iſt auch für mich gekommen, Stößt auch mich nicht von ſich fort. So will ich getroſt mich nahen, Und das Heiligthum empfahen, Wie mir Jeſu Mund gered't. Denn er kommt nicht, mich zu richten, Und die Sunder zu vernichten, In des Rächers Majeſtät. Sieh, er kommt mir zu vergeben, Und mir Seligkeit und Leben Zu verleih'n mit ſeinem Leib; Um mit dieſen Himmelsgaben Meine müde Seel' zu laben, Daß ich ewig in ihm bleib. Ach, ſo wollſt du dich mir ſchenken, Und mich ganz in Dir verſenken, Daß du lebſt allein in mir. So will ich die Brüder lieben, Mich im Glauben treulich üben, Und von Herzen dienen dir. H. Fick. Gewünſehte Erklärung. Nach dem Wunſche des Herrn Paſt. Schwan erkläre ich hiemit der Wahrheit gemäß, daß ich zu der Herrn Paſtor Schwan von Herrn Paſt. Winkler im Informatorium beigelegten Be— nennung „Rottenprediger“ weder mündlich noch ſchriftlich Veranlaſſung gegeben habe. Schmidt. *) Unterzeichneter iſt der Amtsvorgänger Herrn Paſtor Schwan's in Cleveland. Anm. d. Red. Die deutſche ev. luth. Synode von Miſſouri, Ohio und a. St. hält ihre diesjährigen Sitzungen in Fort Wayne, Indiana, vom Mittwoch nach dem zweiten Sonntag post Trinitat., den 23. Juni, an bis zum 3. Juli incluſive. Ludwig W. Habel, Seer. e Veränderte Addreſſe. Die gegenwärtige Adreſſe des Herrn Miſſio⸗ nar Diehlmann iſt: Mr. Dielllmann, care of RRV. SIEVEXRũS, Saginaw city, Mich. Quittung und Dank. Mit Dank gegen Gott und Die jenigen, dulch deren chriſ⸗ liche Liebe mir die Theilmahme am Unterricht im hieſigen Concordia-College möglich gemacht wird, bekenne ich ſol⸗ gende Beiträge empfangen zu haben: Vom Jünglingsverein in Buffalo, N. N. 87,0. Von Herrn Paſtor Stecher in Hunting ton, Ja. 2,00. Dom Jinglingsverein in Altenburg, Perry Co., Mo. 12,/0. Von eininen Jünglingen der evang. luth. Gemeinde in St. vonis, Mo. Durch Herrn Paſtor Heid, geſammelt in ſeiner Ge⸗ mieinde in Auglaize Co., O. 2,00. Gott gewähre jedem Geber reichlich die ungeſuchte, von ihm verheißene Verheißung und belfe, daß der Entzweck, den zu erreichen dieſe Liebesgaben geſpendet wunden, nicht ver⸗ fehlt werde; zu dem Ende erlaube ich mir, mich eines jeden Gebers chriſtlicher Fürbitte zu empfehl en. J. P. Beyer. 9•3. Ich beſcheinige hiermit, zu meiner Unterſtützung auf dem Concordia Collegium, durch Herrn Paſior Birkmann erhalten zu haben: * 92,60. von der ev. luth. Gemeinde bei Waterloo, Ils. 1,00. von Herrn Horn daſelbſt. 50. „ „ Johanni daſelbſt. Den milden Gebern ſage ich berzlichen Dank und wünſche, daß der reiche und allmächtige Gott, der meiner Armuth da⸗ durch zu Hülfe gekommen iſt, es ihnen vielfach vergelten möge. A. Hügli. Erhalten a. zur Synodal⸗Caſſe: Von der Gemeinde des Herrn Paſtor Schliepſiek in Pleaſant Ridge, Madiſon Co., Ills. 85,0. „ der St. Johannes Gemeinde in Minden, Was⸗ hingion Co., Ills. 3,55, b. zur Synodal⸗Miſſions⸗Caſſe: „ der Gemeinde in St. Lonis 7,15. „ „ „ in Collinsville, Ills. 4,15. „ den Schul kindern daſelbſt 1/00. „ der Stiadt Gemeinde in Cheſter, Ills. 2,05. a. zur Unterhaltung des Concordia⸗College: von der Genieinde Collinsville, Ills. 4,15. „ Gemeindegliedern des Herrn Paſtor Lehmann in Cape Girardeau d. für arme Studenten: „ den Confirman den in Neumelle F. W. Barthel, Caſſirer. 2,75. V. Bezahlt den 7. Jahrg. die Herren Paſt. Baumgart, Paſt. Brandt, C. Müller, Joh. Rodekohr (2. Hälfte), H. Stüntel. den 8. Jahrg. die Herren Paſt. Baumgart, Paſt. Brandt, Ernſt Veyer, Buck, Heinrich Bruns, David Bruns, Paſt. Claus, Paſt. Döpken, Heinrich Frerking, dr. Graf, W. Hofmann, Chriſtian Knell, Carl Müller, Friedrich Meyer, Andr. Paar, Paſt. Riedel, Heinr. Roner, Joh. Rodekohr (1. Hälfte), Jul. Schlim⸗ pert, Louis Stünkel, Lonis Scharnhorſt, Heinrich Thöle, Vogel, Conrad Weißenburger. die zweite Hälfte des 8. Jahrg. die Herren Flottmann, Job. Köpf, Scheer, Waldenhorſt, Windhorſt und 4 Cenſ. Zur Nachricht. Da von den Nummern 1 bis 8 des laufenden Jahrgangs einige gänzlich vergriſſen ſind, ſo können neue Beſſellungen auf den ganzen Jahrgang nur von No. 9 an effectunm: werden. F. W. Barthel. Gedruckt bei M. Niedner, Nord ⸗Ecke der dritten und Cheſinut ⸗Straße.