# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1852 03 02_S115 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) tritt uns“ (Röm. 8, 34.). Er iſt „unſer Für⸗ ſprecher bei Gott“ (1. Joh. 2, 1.), was wird der himmliſche Vater dieſem ſeinem allerliebſten Sohne abſchlagen? Was wird jener gütigſte Heiland durch Kraft und Verdienſt ſeiner für uns geleiſteten Genugthuung nicht erlangen? Ihm ſteht der Eingang in das göttliche Heilig— thum offen; er bringt unſere Wünſche in den geheimen Rath der Gottheit. Ihn ſollte der Vater nicht hören? Jenem ſollte er etwas ver⸗ weigern? Sich ſelbſt ſollte er nicht hören, ſich ſelbſt ſollte er etwas verweigern, da „der Vater und der Sohn eins“ iſt (Joh. 10, 30.), da der Sohn „in des Vaters Schooß iſt“ (Joh. 1, 18.), da der Sohn „im Vater und der Vater im Sohn“ iſt (Joh. 14, 10.)? „Ich weiß,“ ſpricht dieſer unſer Fürſprecher bei dem Vater, „daß du mich allezeit höreſt“ (Joh. 11, 42.) Alſo in den Tagen des Fleiſches, in dem Stande der Erniedrigung, in der Zeit der Schwachheit ſollte er erhört worden ſein, und im Stande der Erhöhung, in der Herr⸗ lichkeit der Majeſtät, in der Fülle aller Gewalt ſollte er vom Vater nicht erhört werden? Die vierte Grundveſte der Erhörung end⸗ lich iſt die Bezeugung des heiligen Geiſtes. „Derſelbige gibt Zeugniß unſerm Geiſt, daß wir Gottes Kinder ſind“ (Röm. 8§, 16.). Durch ihn können wir rufen: „Abba! lieber Vater!“ (Gal. 4, 6.) Sollte alſo Gott nicht jene Seufzer, jene Thränen, jene Wünſche erhören, welche der heilige Geiſt in uns wirkt? Dies hieße, ſein eignes Werk verach⸗ ten und verwerfen. „Der Geiſt iſt es, der un⸗ ſerer Schwachheit aufhilft. Denn wir wiſſen nicht, was wir beten ſollen, wie ſich's gebühret; ſondern der Geiſt ſelbſt vertritt uns auf's beſte, mit unausſprechlichem Seufzen“ (Röm. 8, 26.). Er vertritt uns nicht mit menſchlichen Reden, ſondern nach der Art ſeiner Natur ergießt er ſich über unſere Gebete, um unſere Ungeſchicktheit mit ſeinem Bewegen zuzudecken und uns das von Gott zu bitten, was uns nütze iſt. — Dieß ſind jeue vier Grundveſten, auf die ſich das Vertrauen unſeres Herzens ſicher gründet, damit es in den Gebeten nicht wanke und an der Erbörung nicht zweifle. „Darum laſſet uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenſtuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen, und Gnade finden, auf die Zeit, wenn uns Hülfe noth ſein wird“ (Ebr. 4, 16.). Niemand von uns achte ſein Gebet gering, weil Jener, zu dem wir beten, es nicht gering achtet, ſondern, ehe es aus unſerem Munde geht, daſſelbe in ſein Buch ſchreiben läßt. Und Eins von den Zweien ſollen wir ohne allen Zweifel hoffen, daß er uns entweder, was wir bitten, geben wird, oder das, wovon er weiß, daß es uns nützlich ſei. So nützlich und nothwendig es aber iſt, „allezeit zu beten und nicht laß zu werden,“ (Luc. 18, 1.), ſo ſchwer iſt es; dieß wird jeder mit dem Einſiedler Agatho leicht einſehen, welcher die göttl. Majeſtät und unſere Schwach—⸗ heit mit rechtem Urtheil erwägt. Wenn du da⸗ ran gehſt, den HErrn zu bitten, ſo ſtelle dich mit großer Furcht und großem Verlangen vor den⸗ —112— ſelben hin, reiße die Banden der irdiſchen Un⸗ ruhe dir von dem Herzen und kämpfe männlich, damit dein Gebet heilig und rein und unbefleckt ſei und die Pforten des Himmmels, daſſelbe ſe⸗ hend, vor ihm ſich aufthun, die Engel mit Freu— den ihm entgegen gehen und es hinbringen bis zum Throne des Vaters, des Hochgelobten. „Vor dem Gebete,“ ſpricht der weiſe Mann, „bereite dein Herz, damit du Gott nicht ver— ſucheſt.“ + Kirchlicher Despotismus. — „Warum ſind die Reformirten in ihrer Kir⸗ chenverfaſſung ſo despotiſch? — Die Menſchen ſind häufig ſo, wie ſie ſich Gott vorſtellen. Die Reformirten aber haben zu Folge der Prädeſti⸗ nationslehre einen despotiſchen Gott.“ A. Bengel. ISISSI Veraͤnderte Addreſſe. Rev. Erh. Riedel, Benufort P. O. Franklin Co., Mo. 2 Herzlichen Dank der evangeliſch⸗lutheriſchen Gemeinde zu Eden, Erie Co., N. R., für die, durch Herrn Paſtor A. Ernſt überſendete Liebesgabe von Drei Dollars zum hochnöthigen Ausbau unſerer Kirche. Gott der Herr gedenke ihrer dafür im Beſten mit Seinem Gnadenſegen. L. F. E. Krauſe, Paſtor. Roſewill P. O., Macemb Co., Mich. Empfangen bis zum heutigen Datum: Ven der New Rorker Gemeinde „ Herrn Hoffmann für Herrn P. Küchle 93,84. 28/,00. Summa 331,81. New Rork, d. 11. Februar 1852. J. H. Bergmann. Erhalten a., zur Synodal-Miſſions⸗Caſſe: ven den Knaben der Schule in der Dreieinigk.- Kirche hier 25,10. von der Gemeinde des Herrn Pſt. Trautm ann in Adrian, Mich. 5¾00. von der Gemeinde des Herrn Pſt. Selle in in Will Co., Ill. 4,00. von der Filial-Gemeinde des Herrn Pſt. Mülltr bei Mancheſter, Mo. 5,/75. b., zur Unterhaltung des Concordia-College: von der St. Dreieinigkeits-Gemeinde bei Lan⸗ caſter, O 5,/70. von der St. Jacobus-Gemeinde daſ. 3,56. durch Herrn Pft. Richmann eingeſendet Nota: Dit letzte Poſt der in voriger No. 13. unter dieſer Abtheilung befindlichen Quittung iſt in 55,00. abzuändern. c., für den Collegebau: von Herrn Wolter durch Herrn Pſt. Müller. 1,00. ‚ F. W. Barthel, Caſſirer. Bezahlt den 7. Jahrgang die HH. John Hoffmann. Pſt. Krauſe, Fr. Thürwächter. Jahrg. dke HH. Ernſt Heinrich Ahring, Pſt. F. A. Beckel, Pſt. F. C. Becker, Carſtens, Martin Froſch, Ganuybauer, Jacob Gräſer, Pſt. Wilhelm Jobn, Pft. Johann Iſenſee, Pſt. Krauſe, Kuhl, Lörſch, Limle, Friedrich Melcher, Adolph Melcher, Manske, Merz, Nitſchke, Angelika Röder, Reu- mann, Rauſcher, Schuſter, Pl. Schaller, Stricker, Joh. Georg Schleier ſen., J. G. Schleier jun., Töpel, Thürwächter, Ernſt Heinrich Voth, Wol⸗ ter, Wendt, Zrion. den 8. In der Erpedition des „Lutheranero“ ſind zu haben: 28 Confirmations⸗Scheine mit Bibelſprüchen und Liederverſen ingleichen mie bibliſchen Bildern und Randzeichnungen. Lithographirt und herausgegeben von Leopold Gaſt. Preis: 81,00. für 28 Blätter. (Neue Anſgabe von den bereits im Lutheraner Jahrg. & No. 13. angezeigten Confirmations-Scheinen.) NReue Teſtamente, größtentheils mit dem Pſalter,; Stuttgardter, vonvoner und Hamburger Ausgabe, 1 flein Sedez ⸗-Format; in gewöhnlichem Einband: mit den Pſalmen: 20 Cents, ohne Pſalter in Goldſchnitt: Stuttgardter und Vondoner Ausgabt Hamburger Ausgabe Ohne die Pſalmen jedes Ex. 5 Cents weniger. F. W. Barthel. Bücher und Pamphlets zu haben in der Expedition des Lutheraners um die beigeſetzten Preiſe. 2 V. 5. Dr. Martin Luthers kl. Catechismus, unveränderter Abdruck Das Dutzend § 1. Hundert Stück d 7. Die Verfaſſung der deutſchen evang. lutb. Sonode von Miſſouri, Ohio u. a. St. nebſt einer Einleitung und erläuternden Bemerk. 5. Das Dutzend 50; 25 Stick 81. Erſter Synodalbericht der veutſchen evang. luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. vom Jahre 1847 Zweiter, Dritter, Vierter nnd Fünf⸗ ter Synodalbericht derſelben Synode, jeder Dritter Jahrgang des Lutheraners von 1846 — 47. No. 8— 26. (Der 1. u. 2. Jahrgang ſind vergriffen.) Vierter, fünfter, ſechster u. ſiebenter Jahrgang des vutheraners, jeder Geſpräche zwiſchen zwei Lutheranern über den Methodismus, (in Pamphlet⸗ forni) 1 Srück 5. Dr. Martin Luthers Tractat von der wahren Kirche, 2 Stück 5. Dr. Luthers Hauspoſtille, oder Previgten 2 über die Evangelien auf die Sonn-und Feſttage des ganzen Jabrs, New⸗ANorker Ausgabe, ge⸗ bunden in Kalbleder 2. Kirchen⸗Geſangbuch für evang. luth. Ge⸗ meinden, welchem ſonn⸗ und die feſttäglichen Perikopen beigefügt ſind, verlegt von der bieſigen evang. luth. Gemeinde U. A. C. in gepreßtem Lederdande⸗ kend 88 Das Dutzen 100 Stück 802. 505 gegen Baarzahlung. Daſſelbeinkleinerm Zormat mit denſelben Anhanger und 1 85„25 Finband, das Stück Das Dutzend 55,25. 100 Stück 540,50.6 gegen Baarzahlung. Melodien deutſcher Kirchengeſänge nach Dr. Friedrich Layritz „ A BC-⸗Buch, und in gehöriger Stu⸗ fenfolge geordnete Uebungsſtücke zur Erlernung des veſens, fürchriſt⸗ liche Schulen bearbeitet, im Verlag der ev. Uith. Syuode von Miſſouri, Ohiv und anderen Staaten im Dutzend 81,00. Johann Hübners Bibliſche Hiſtorien aus dem Alten und Neuen Teſtamente. Unveränderter Abdruck, New⸗Aorker Ausgabe, im Einzelnen 25. im Dutzend 82. 60. Dr. Martin Lutbers Auslegung des 90. Pfalme, broſchirt und beſchnitten „ im Dutz end 81. U. Spruchbuch zum kl. Catechismus Lutheri. Im Auf⸗ trage der Sonode von Miſſouri ꝛc. zuſammenge⸗ tragen von Paſtor Fr. Wynecken, das St ück 15. im Dutz end 81. V. Der Hirtenbrief des Herrn P. Grabau zu Buffalo v. J. 1840 nebſt dem zwiſchen ibm und mehreren luth. Paſteren von Miſſouri gewechſel⸗ ten Schriften Brief Dr. Martin Luthers von Einſetung der Kirchendiener an den Rath zu Prag in Böhmen vom Jahre 1523. aus dem Lateiniſchen überſetzt von Paulus Speratus Timotheus. Ein Geſchenk für die confirmirte Jugend. Bearbeitet nach Hiller, gebunden E— 10. 10. 10. 4 . 50. 75. 10. 5. U. Gedruckt bei M. Niedner, Rerd ⸗Ecke der britten und Cheſmut⸗Strabe.