# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1852 01 06_S83 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) Als ein Koſtgänger in Flattichs Hauſe den Fuß gebrochen, und die Mutter deſſelben, die ſchlechte Aufſicht anklagend, ſich äußerte, daß ſie keine Verpflegungskoſten tragen werde, ſagtt die Pfarrerin nach deren Abreiſe zu ihrer Magd: „Wenn die Mutter Nichts geben will, ſo wollen wir ihn um ſo ſorgfältiger pflegen; ich will ſelbſt mit bei ihm wachen, und Dich für Deine Nacht⸗ wachen belohnen.“ Sie hatte ganz den Grund⸗ ſatz ihres Gatten, gerade das zu thun, was der Natur am ſauerſten an⸗ kommt. (Wölbings chriſtlicht Geſchichten.) Das Tödten der Ketzer. So ſchreibt der Kirchenvater Hieronymus: Chriſtus hat niemanden getödtet, ſondern iſt ge⸗ tödtet worden; gab niemanden, ſondern empfing Backenſtreiche. Wer daher (um der Wahrheit willen) getödtet wird, iſt ein Nachfolger Chriſti, wer da tödtet, ein Nachfolger des Antichriſt's.“ Hiermit hat ein Kirchenvater, auf den die Pa⸗ piſten ſo viel halten, ihnen und ihrem Pabſt das Urtheil ſelbſt geſprochen. Brockenkorb. Die Papiſten und Schwärmer, obſchon ſie ſich gegenſeitig bitterlich anfeinden und haſſen, ſind dennoch geiſtliche Vettern und Blutsverwandte. Da ſie nämlich beiderſeits keine ganz und durch⸗ aus arme Sünder in Adam ſind d. i. ſich nicht als ſolche erkennen, ſo ſuchen ſie auch beide noch theilweiſe die Gerechtigkeit vos Gott in des Ge⸗ ſetzes Werken, richten noch ſtückweiſe ihr Ver⸗ dienſt neben, alſo wider des HErrn Chriſti allein⸗ und vollgütiges Verdienſt auf und kön⸗ nen daher keine wahrhaft Gerechte in Chriſto werden. Denn nur dann koͤnnen ſie aus Sün⸗ dern Gerechte, aus Verfluchten Geſegnete, aus Todten Lebendige, aus Verdammten Selige werden, wenn ſie Gottes Gnade in Chriſto, die⸗ ſen ſelber und ſein Verdienſt, das im heiligen Evangelio ſammt den Sacramenten ausgetheilet wird, lediglich und ausſchließlich mittelſt des Glaubens ergreifen, ſich aneignen und feſthal⸗ ten, ohne vermeintliches Mitwirken der Geſetzes⸗ werke vorher und der Liebeswerke darnach. Deshalb ſind denn auch beide, die Papiſten und die Schwärmer, aus demſelben Grunde der theilweiſen feineren oder gröberen Selbſtgerech⸗ tigkeit und Werkheiligkeit, des geiſtlichen Hoch⸗ muths und Selbſtvertrauens, obwohl unter ſich aus Partheihaß uneins, dennoch wieder unter ſich eins im gemeinſamen Haſſe wider das reine Evangelium und ſonderlich die in dieſem be⸗ gründete Lehre von vom rechtfertigenden Glauben dieſem Kern und Stern des dritten Artikels, der Aneignung des Heils in Chriſto. Deshalb ſind ferner beide eins im Haſſe wider die rechtgläubi⸗ gen, dermalen lutheriſch genannte Kirche, welche die tröſtliche und ſeligmachende evangeliſche Wahrhtit dieſes Artikels vom rechtfertigenden 4 Glauben rein und unverfälſcht bekennet und leh⸗ ret und feſt und unverrückt wider beide behaup⸗ tet und vertheidigt. K „Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit eigander; denn zuvor waren ſie einander feind.“ Luc. 23, 12. 7*2 + Es iſt merklich, daß der Erſtling der Seligen im neuen Bunde ein bis daher grober und gro⸗ ßer Sünder, nämlich der Schächer am Kreuze war, der Erſtling der Verdammten dagegen im neuen Bunde ein berufener Apoſtel, nämlich Judas. Und es iſt ferner merklich, daß der Apoſtel St. Johannes, den der HErr lieb hatte, der unter ſeinem Kreuze treulich ausharr⸗ te, dem er die Pflege ſeiner Mutter befahl, der um Chriſti willen und in brünſtiger Gegenliebe zu ſeinem HErrn und Heiland ſo viele und lange Jahre in den Werken des Glaubens, in der Arbeit der Liebe, in der Geduld des Kreuzes nach Seel und Leib fortwährend ſich Ihm opferte, der ſich zuerſt auch für ihn zum Opfer dahinge⸗ geben — es iſt merklich, daß dieſer hochbetagte heil. Apoſtel, Evangeliſt und Prophet, dem der HErr, als ſeinem Schauer in h. Bildern und Geſchichten die Zukunft ſeines Reiches auf Er⸗ den aufthat, endlich, nachdem der HErr kam undihn heimholte, weſentlich keiner andern Seligkeit theilhaftig wurde, als der Schächer am Kreuze, wenn auch die Stufe ſeiner Herrlichkeit höher ward. Jenes wie dieſes aber ſoll uns einen neuen Einblick in die Ratur des Evangeliums geben, da Alles, alles, im Anfang, Mittel und In der Expedition des „Lutheraneret ſind zu haben: 8 2 ö Confirmations⸗Scheine mit Bibelſprüchen und Liederverſen ingleichen mit bibliſchen Bildern und Randzeichnungen. Litbographirt und herausgegeben ven Leopold Gaſt. Preis: 81,00. für 28 Blätter. (Neue Ausgabe von den bereits im Lutheraner Jahrg. 5. No. 13. angezeigten Confirmations ⸗Scheinen.) ö Neue Teſtamente, größtentheils mit dem Pfalter, Stuttgardter, Londouer und Hamburger Ausgabe, in klein Sedtz ⸗Format; ‚ ö in gewöhnlichem Einband: mit den Pfalmen: 20 Cents, oue Pſulter 15. in Goldſchnitt: ‚ Stuttgardter und Londoner Ausgabe 0. Hamburger Auegabe 3 Ohne dir Pfalmen jedes Ex. 5 Cents weniger. 5. W. Baribel. 272 ö + Bücher undo Pannhlet zu haben in der Expedition des Lutheraners um die beigtſetzten Preiſe. Dr. Martin Luthers kl. Catechismus, unveränderter Abdruck 10. Das Dußend § 1. Hunvert Stück g 7. Die Verfaſſung der deutſchen evang. lutb. Synode von Miſſouri, Otzio u. a. St. nebſt einer Einlcitung und erlänternden Bemerf. Das Dutzend 50; 25 Stück 9 1. Erſter Sonodalbericht der deutſchen erang. lulb. Synode von Miſſouri, Obio u. a. St. vom Jabre 1817 Zweiter, Dritter, Vierter und Jgünſ⸗ ter Synodalbericht derſelben Synode, jeder 10. Dritter Jabrgang des Lutheraners von 1816 — 47. No. 8 — 25. (Der 1. u. 2. Jahrgang ſind vergriffen.) Vierter, fünfter, ſechsteru. ſiebenter Jahrgang des Lutheraners, jeder 90.) — Cbriſtliches Concordien buch, d. i. Som⸗ boliſche Bücher der cvang. luth. Kirche, Rew⸗ Rorker Ausgabe in gepreßtem Leder gebunden Geſprächt zwiſchen zwei Lulberancern über den Methodismus, (in Pampblet⸗ * ſorm) 1 Stück 5. Dr. Martin Luthers Tractat von der 51. 25. i i iſt — di wahren Kirche, 2 Stück 5. Ende Gnade in Chriſto iſ die wobl ver⸗ Dr. Lutbers Hauspeſtille, eder Predigten loren, aber nimmer verdient werden kann. über die Evantzelien auf die Sonn - und Feſirage des ganzen Jabrs, New-Horker Ausgabe, e⸗ ÜAIIJIIII bunden in Kalbleder 52. Kirchen⸗G alem Lann and rie) muasiichen meinden, welchem ſonn und dit feſttäglichen Veränderte Addreſſe. Perikopen beigefügt ſind, verlegt von der bieſtgen — (Verſpätet.) Ledend ne vae Stück u. A. C. in gepreßtem 3 ederbande, das Stu 10. Rev. A. Selle, Crete P. O. Will Co., III. ö 100 Siet 882. 903 gegen Baarfahlung. Daſſelbe in 15 Gacham Eubaud, 5 Oint 50 Anbäugen und gltichem Einban as Stüt 0. Erbalten 100 Stück 510,00. gegen Baanallung N — u „0. * a. zur I. anſn Mgi Lae Kirchengeſänge von der Gemeinde des Hr. Pfi. Schlie pſiek zu nach Dr. Frindrich Layr „ Plaiſant Ridge, Il. W 36,65. A B CDuch, und in gebäriger ötr. prei 2,50 fenſolge georetnetir Uebunge ſüche „drei Ungenannten . zur Erlernung desLeſens, fürchriſt⸗ „ Frau R. 2/00˙liche Futh. Syncde ven Miſſou Dhie unt 2 der ev. lutb. Sonode von Miſſouri, io und b. für arme Siudenten: anderen Siaaten o 10. „der Gemeinde des HPr. Pſt. Link in Neu⸗Bie⸗ lefeld, Mo. 4,65. F. W. Barihel, Caſfirer. Bezahlt den 6. Jahrg. die 5H5. Pſt. Gräbner (8 388.), Jacob Rinker, Johannes Ungemach. „ 7. Jahrg. die HH. Chriſtian Alt, Joh. Geo. Birkner, Jacob Rinker, Wilh. Ruth, Pſt. Spieß, Johann Stege, Joh. Ungemach, Heinrich Ungemach, Pſt. zur Müblen. „8. Jabrg. die HH. Job. Gev. Birkner, Pſt. Dumſer, David Hahn, Dietrich Hellwege, Frau Jockers, Chriſt. Kuhlof, Conrad Kalbfleiſch, Ludw. Rimm, Friedr. Kanne, Pſt. Link, Ludwig Muhn, Chriſtian Puſcheck, Pſt. Schwankowsly, Hermann Schäſer, Nicol aus Schäfer, Cenrad Tadje, Jobanues Unge⸗ mach, Zehlhöfer. im Dutzend 51.00. Jobann Hübners Bibliſche Hiſtorien aue dem Alten und Neuen Teſtamente. Unveränderter Addruck, New⸗Aorker Ausgabe, im Einzelnen 25. im Dutzend 32. &0. y Ime, bieiont und d. ſhntten des 90. ſalms, broſchirt und beſchnitten 5. im Dutzend 31. 0. Spruchbuch zum kl. Catechismus Lutberi. Im Auf⸗ trage der Synode von Miſſouri ꝛc. zuſammenge⸗ tragen von Paſior Fr. Wynecken, das Stück 15. im Dutzend 81. 0. Der Hirtenbrief des Herrn P. Grabau zu Buffalo v. J. 1840 nebſi dem zwiſchen ibm und mehreren luth. Paſloren von Miſſouri gewechſel⸗ ten˖ Schr iſt en Brief Dr. Martin Lutbers von Einſetzung der Xirchenditner an den Rath zu Prag in Böbhmen vom Jabre 1523. ans dem Lateiniſchen über ſetzt von Paulus Speratus Timotheus. Ein Geſchenk ſür die confirmirtt Jugend. Bearbeitet nach Hiller, gebunden 15. Gedruckt bei Moritz Niedner, Norp-Ecke der britten und Cheſlnutſlraße.