# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1851 09 30_S20 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) —.— — —— —— — ⏑—— ⏑—π ——— —.— Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, —9————— — — II—— „Gottes Wort und Luthers Lehr“ vergehet uun und nimmermehr. * 2* —2 ——.— 2 * — —— —— (Sffenb. Joh. Cay. 14. v. 6.7.) 4— * Ohio und andern Staaten. — Redigirt von C. F. W. Walther. Jahrg. 8. St. Louis, Mo., den 30. September 1851t. No. 3. dedingungen: Der Lutheraner erſcheint ale zwel Wochen einmal für den jäbrlichen KAubſtriptisnsvreis von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchreider welche renſelben vorauaube⸗ Illen und tas Poägeld zu tragen baben. In St. Louis wird jede einzelne No. für d Cente verkauft. Vorwort. Schluß. In Betreff unſres Verhältniſſes zur Indiana⸗ holis-Synode, ſo haben wir, da ſie nicht nur auf demſelben Vekenntnißgrunde mit uns ſteht, bendern auch ihre kirchliche Praris immer mehr demgemäß einrichtete, den Beſchluß gefaßt, ihr den Antrag zu näherer kirchlicher Gemeinſchaft zu machen; denn es wäre Gottes Worte uud ürchlichem Brauche nicht angemeſſen, wenn wir in demſelben Staate, obwohl kirchlich, dem We— in nach, Eins, doch als zwei getrennte kirchli⸗ che Körperſchaften neben einander fortbeſtänden, vas ſich zudem für jene Sonode, als die jün⸗ Are, um ſo weniger ſchicken würde. Da ſie indeß erſt ganz kürzlich ibre Spnodal⸗ Derſammlung abgehalten hat, zu welcher zwei us unſrer Mitte als Delegaten mit unſrem küderlichen Erbieten abgeordnet waren, ſo find deren Berichte über den Erfolg unſrer Delega⸗ zon noch nicht eingetroffen. Schließlich hätten wir nun noch des traurigen Mioverbältniſſes Erwähnung zu thun, das lei⸗ der dermalen zwiſchen der Buffaloer Spnode und ſonderlich, dem Senior ihres Miniſteriums, berrn Paftor Grabau zu Buffalo, und uns be⸗ ſieht. Es würde hier zu weit führen, auch nur die buupt⸗Umriſſe von der geſchichtlichen Entſtehung dieſes Zerwürfniſſes wieder aufzunehmen, da zu⸗ Nur die Briefe, welche Mittheilungen für das Vlatt enthalten, ſind an den Redakteur, alle andtren aber, welches Geſchäftliches, Beſtellungen. Adbeſtelungen. Gelder ꝛc. enthalten, unter der Adret Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anber zu ſenten. dem das Nähere in einem Pamphlet *) jedem Le⸗ ſer vorliegt. Nur ſo viel ſei hier geſagt, daß wir uns faſt in Verlegenheit befinden, wie wir unſre tiefe Betrübniß und zugleich gerechte Entrüſtung über die zwei von P. G. verfaßten Synodalbriefe der Buffaloer Synode vom Jahre 1850 ausdrücken ſollen. Denn ſeben wir zunächſt auf die gegen uns herrſchende Geſinnnng im Großen und Ganzen, wie ſie ſich durchweg in Ton und Ausdruck kund giebt, ſo können wir — und ſicherlich jeder unpartheiiſche Leſer wird es auch alſo befinden — nichts anderes entdecken, als ein durch und durch von Haß, Zorn und Bitterkeit wider uns erfülltes Gemüth, das ſich demgemäß ohne Un⸗ terlaß in Ausdrücken Luft macht, die in Gift und Galle getaucht ſind, alſo daß ſelbſt Brüder in Deutſchland, die bis jetzt in gewiſſer Hinſicht mit ihm derſelben Lehrmeinung ſind, den Ton ſeines Briefes „abſcheulich“ nennen. „Wöl⸗ fe, Nottenbeſchützer, Bruder Kaiphas, Achabs⸗ Sonode“, und dergleichen Ehrentitel werden uns mit unermüdlicher Freigebigkeit geſpendet. In allen einzelnen von ihm angezogenen Fällen, darin wir nach ſeiner Meinung, Übelthäter ſind *) Der Hirtenbrief des Herrn Paſtor Grabau zu Buffalo vom Jahre 1640 nebſt den zweſchen ihm und mebreren luth. Paſtoren von Miſſouri gewechſelten Schriften; der Offent⸗ lichkeit übergtben als eine Proteſtation gegen Geltendma⸗ chung hierarchiſcher Grundſätze iunerhalb der lutheriſchen Kirche. (zn haben in New York bei Ludwig und in der Ex⸗ pedition des Lutheraner.) wird uns ſchlechthin vorbedachter böſer Wille gegen ihn, als herrſchende Geſinnung, unterge⸗ ſchoben und in keinem einzigen Falle auch nur die leiſeſte Möglichkeit angedeutet, daß wir aus irrendem Gewiſſen alſo gehandelt hätten. Fer— ner, wenn wir gegen ſeine hierarchiſche Beſchrän⸗ kung des geiſtlichen Prieſterthums aller gläubi⸗ gen Chriſten und der urſprünglichen evangeli⸗ ſchen Gerechtſame der Gemeinde uns erklären, ohne darin jedoch anderſeits die Gerechtſame des beiligen Predigtamts, als einer göttlichen Ordnung, zu verletzen und demokratiſchen Über⸗ griffen und ſchwärmeriſcher Willkühr Tbür und Thor zu öffnen, — ſo ſtellt er die Möglichkeit des Mißbrauchs unſrer zwiſchen beiden Klippen, an der Hand des göttlichen Wortes, richtig hin⸗ durchſchreitenden Lebre, als gewiſſe Thatſache dar wider alle Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit ſelbſt eines natürlichen Menſchen. Denn als wäre er jemals in einer Gemeinde-Verſamm⸗ lung zu St. Louis oder Fort Wayne Augen- und Ohrenzeuge geweſen und berichte wahre Be⸗ gebenheiten, ſchreibt er: „eben in. don babyloni⸗ ſchen Freiheitstempeln zu Fort Wapne und St. Louis *), da ſchallt und brüllt es: „Keinen Ge⸗ *) Wir wagen es getroſt, Herrn Paſt. G. einzuladen, irgendwann unſere Gemeinde Verſammlungen, ſei es auch als Unbekannter, betzuwohnen, und wenn es ibm möglich iſt, ſeine geſchwärzte Brille, mit der er uns ſonſi ſtets anſieht, für dieſe Stunden abzunehmen, ſo wird er gewißlich nichts anders finden, als die Herrſchaft des göttlichen Wortee, dem ſich in tinträchtigem Zuſammenwirken Lehrer und Hö⸗