# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1851 05 13_S153 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 2* —— —. — — der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und ander Nedigirt von C. F. W. Walther. Herausgegeben von Jahrg. 7. St. Louis, Mo., den 27. Mai 1851. Nur die Briefe, welche Mlttheilungen für das Blatt enthalten, ſlud an den Nedalteur, alle anderen aber, welches Geſchäftliches, Beſtellungen, Abbeſtellungen, elder ic. enthalten, unter der Adreſſe Mr. F. W. Barthel, care of O. F. W. Walther, St. Louis-„Mo., anher ii ſenden. Beding ungen- Der Lut beraner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen Cuſtriptlenspreis von Einem Dollar für die ausnärtigen Unterſchreiber, welche Tenſelben. voraus iube⸗ illen und däs Peſtgeld zu tragen haben. — In St. Leuis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft. —— Vorwort der Redaktion ö zu den folgenden, die Weſt⸗Ohio-Synode betreffenden Aufſätzen. 2 4. Einem Redakteur das Anſinnen machen, eine Entgegnung gegen einen Artikel des eigenen Blattes aufzunehmen, die nicht blos eine einfache derichtigung, ſondern eine Fluth von Scheltworten, perſönlich beleidigenden Ausfällen und groben Schmähungen enthält, dies iſt im hohen Grade mbillig, ungerecht, ja, — wir müſſen es Aunſor herausſagen — unverſchämt. Ein nur einigermaßen gebildeter Mann, wenn ihn die Leidenſchaft nicht blind gemacht hat, wird dergleichen Anſprüche an den Redakteur einer Zeitſchrift nimmer ſtellen und jeder Redakteur hat das vollkommenſte; Recht ſolche dreiſte Zumuthungen ohne weiteres abzuweiſen. In einem ähnlichen Falle befand ſich der Redakteur des „Lutheraner“, als ihm vor anigen Wochen die unten folgende Einſendung des Herrn Prof. Lehmann zukam. Dieſelbe ſetzte ihn in nicht geringe Verlegenheit. Die Einſendung bl offenbar nicht fur ein wirklich luth. Blatt, ſondern etwa für Blätter wie der „lutheriſche Kirchenbote“ iſt. Wir übermachten ſie daher Herrn tofeſſor Dr. Sihler mit der Bitte, uns Rath zu ertheilen. Letzterer hat ſich denn dahin erklärt, die Einſendung möge immerhin in unſerem Blatte erſcheinen, jedoch natürlich zugleich mit den nöthigſten Noten zum Text. Die Gründe für dies Verfahren in dieſem Falle mußten auch wir anerkennen; wir verſprachen daher ſchon in letzter Nummer, Herrn Prof. Lehmann zu willfahren. Die lieben Leſer wollen ſich dies, in Betrachtung, daß ſie liermit ein Aktenſtück zur Geſchichte der amerikaniſchen lutheriſchen Kirche der Gegenwart erhalten, gefallen laſſen; die Weſt⸗Ohio⸗Srnode aber wird es hoffentlich nicht uns, ſondern lediglich Herrn Lehmann zurechnen, wenn die ſeinſollende Vertheidigung dieſes Herrn ſo lange zu ihren Unehren gereicht, ſo lange ſie dieſem ihrem Apologeten nicht öffentlich ſeine übel gerathene Dienſtfertigkeit verweiſt. Zugleich thun wir aber allen denen, velche wider den „Lutheraner“ zu ſchreiben gelüſtet, kund und zu wiſſen, daß derſelbe ein Blatt iſt nicht zur Verunglimpfung lutheriſcher Lehre und Raris, ſondern zu deren Vertheidigung und zu öffentlicher Beſtrafung alles falſchen Weſens inſonderheit deſſen, das ſich mit lutheriſchem Namen decken will. Wer daher nicht in dieſem Sinne ſchreiben will, verſchone uns mit ſeinen Einſendungen. Rechtſchaffene Lutheraner und rechte luthe⸗ liche Letre und Praxis zu ſchmähen, dazu bedarf es ja auch unſerers „Lutheraner“ nicht; dazu ſind ja der „lutheriſche Kirchenbote“, der Miſſionsbote“ und andere Boten in Menge da. ö ö ö CEingeſantt.) Eingeſandt.) Die Weſtliche Ohio⸗Sonode und Dr. Sihler's Die zur Selbſtoerklagung gerathene Vertheidigung der Weſt⸗Ohio⸗ „Denkwuͤrdigkeit.“ Synode, durch Herrn Prof. W. F. Lehmann in Colnmbus. Da ſich Dr. Sihler unberufenerweife im Lutheraner vom 4. März Herr Profeſſor Lehmann hat im oder. ohne Auftrag der Weſt⸗Ohio⸗Synode einen rohen Angriff auf die Weſtl. Synode von Ohio erlaubt hat, in gegen meine in No. 14. enthaltene Denkwürdigkeit“ eine Vertheidigung aus⸗ velchem mehrere grobe Verletzungen der Wahrheit und Gerechtigkeitgehen laſſen, die der Lutheraner auch, mit meiner Bewilligung, aufgenommen borkommen; und da auch manche ſeiner früheren Critiken über dieſe hat, damit ich der Wahrheit zur Ehre, ſogleich kurz die Entgegnung liefern könne. Synode von einer ähnlichen Geſchäftigkeit zeugen; ſo wird der Herr! Zu 1. und 2. Mein Bericht iſt nicht „falſch und ungerecht;“ denn kutheraner, der ja erſt vor kurzer Zeit für unumwundene Rede das was hilft das äußerliche Bekenntniß zu den kirchlichen Symbolen? Was iſt Vort führte, hoffentlich dem Unterzeichneten eine Vertheidigung der ſes für ein ſonderlicher Fortſchritt, wenn auch die Synode das Bauen gemein⸗ Angeklagten in ſeinen Spalten nicht verweigern. ſchaftlicher Kirchen, und die Bildung vereinigter Gemeinden mißbikligt und. Die ſogenannte „Denkwürdigkeit“, nämlich der ervähnte Be⸗verwirft, da nach wie vor die bekenntnißwidrige Abendmahlspraris ſtehen. nicht über die Ohio ⸗Sypnode iſt falſch; ungerecht; lieblosz bleibt, die Ohio⸗Prediger fort und fort Reformirten, als ſolchen, das hei⸗ annaßend; verläumderiſch; fleiſchlich; unlutheelige Abendmahl reichen, und ſich damit begnügen, daß ditſe der lutheriſchen