# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1851 05 13_S145 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) ——9X—— — —— „Gottes Wort und Luthers Lehr“ vergehrt nun und mmmermehr. 11 (Offenb. Joh. Cap. 14, v. 6. 7.) ——— *.————— — —— ———————7— x‚ Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten. Redigirt von C. F. W. Walther. St. Louis, Mo., den 13. Mai 1851. ——.— No. 19. Bedingungen: hallen und kas Voſtgeld zu tragen haben. Der Lutheraner rſcheint alle zwei Wochen einmal 4 Subitziptisaepreis von Einem Dollar für dre auswärtigen Unterſchreiber, welche denſelben vorauszube⸗ In St. Louis wird jede einzelne No, für 5 Tents verkauft. Ur den Mr. F. W Nur die Briefe, weibe Mittheilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Redakteur, alle anderen aber. Rech Geſchäftliches, Beſtellungen, Abbeſtellungen. Gelder 14. enlhaklen, unter der Adreſſſe Harthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., arther zu ſenten. Predigt, am Oſtertage 18351 in St. Louis, Mo., bebalnen und auf mehrfaches Verlangen mitgetheilt von C. F. 2 W. W. J. N. J. HErr JEſu, wohl haſt du einſt unter dem Spoite der Welt und unter dem Frohlocken der Hille dein Haupt am Kreuze geneigt und biſt Eudlich, ſelbſt von Gott dich verlaſſen klagend, bhinabgeſunken in die Fluthen des Todes; aber ſehe! des Todes Abgrund hat dich nicht halten ünnen: lebend, ſiegend, leuchtend mit Himmels- glanz, biſt du nach dreien Tagen wieder erſtan⸗ een. Verſiegelt iſt hiermit das Wort, das du geredet; verſi iegelt die Ehre der Anbetung, die di gefordert; verſiegelt das große ſelige Werk er Erlöſung, das Du auszuführen verſprochen „haſt Wie ſind nun alle deine Feinde, die da Unicht wollen, daß du über ſie herrſcheſt entwaff⸗ Unet und beſchämt! und auf wie feſtem, uner⸗ ſchüttelichem Grunde iſt nun der Glaube und die Hoffnung der Deinen gegründet! Wie ge⸗ koſt können ſie nun deinem Worte vertrauen! nit welcher Zuverſicht können ſie nun, vor dir ihre Kniee beugend, ſprechen: Mein HErr und Uein Gott! wie gewiß und fröhlich können ſie Eiun deiner Wiederkunft in Herrlichkeit, entgegen harren und aus deiner Hand die Kroͤne des Le⸗ bens erwarten! . Siehe aber, O HErr IEſu, du allmächtiger lberwinder der Hölle, du Herr des Todes und gzurt des Lebens, ſiehe, wie liſtig und mächtig — 9— inſonderheit in unſeren Tagen der Glaube der Deinen an Dich, beſtürmt wird! Siehe, wie da⸗ her jetzt dein armes Häuflein ſo oft wieder klein— zläubis ausruft: HErr, hilf uns, wir verder— ben! O, mache doch darum den Deinen das ge— genwärtige Feſt deiner Verherrlichung zu einem Feſte der Stärkung ihres zagenden Glaubens. Tritt in dieſen Tagen in der ganzen Herrlichkeit deiner glorreichen Auferſtehung lebendig vor ihre Seelen und gib, daß ihr Herz über die Welt und ihren ohnmächtigen Spott ſich frohlockend erhebe,‚ und deiner fröhlich ſich ühme. Und wie du einſt ſelbſt dem inZweifeln verſunkenen Thomas dich geoffenbart und dadurch auch ſein fried⸗ und fr reud⸗ loſes Herz zur Ruhe gebracht und ihn mit heili⸗ ger Glaubensfreudigkeit erfüllt haſt; ja ſelbſt dem wider dich ſchnaubenden Saulus erſchienen biſi und dadurch auch ihn Dir zu Füßen gelegt und in einen Herold Deiner Majeſtät und Gnade ver⸗ wandelt haſt: o, ſo offenbare Dich in dieſen Feſt⸗ tagen auch den jetzt Zweifelnden und wider Dich Schnaubenden und mache ihnen allen die Oſterbotſchaft zu einem Auferſtehungsruf, der hin⸗ abdringe in das Grab ihresUnglaubens und auch ſie erwecke und Deinem Gnadenſeepter unterwerfe. Ja, Herrſcher, herrſche; Sieger, ſiege; König, brauch Dein Regiment; Fiihre Deines Reiches Kriege, Mach der Sclaverel ein End. Führe aus der Grub' die Seelen Durch des Neuen Bundes Blut; Daß ſie ſich mit Dir vermählen, Aller Sünder höchſtes Gut! Amen. 4.% In Chriſto, dem Erſtandenen, g. Zuhörer! So ſind denn die Töne der Trauer, welche in den Verſammlungshäuſern der Chriſten jetzt län⸗ gere Zeit gehört wurden, verklungen, und allent⸗ halben, wo Chriſten ſich verſammeln, erſchallt wieder lautes Freudengetön. Der Chriſten duͤ⸗ ſtere Bußgeſänge ſind plötzlich verſtummt und ju⸗ belnde Feſtlieder an deren Stelle getreteu. Auf den bangen Ruf um Gnade uud Erbarmen iſt heute plötzlich der Ruf: „Halleluja, wir haben geſiegt“! gefolgt. Die Chriſten, welche jetzt län⸗ gere Zeit unter dem Spotte der Welt niederge⸗ ſchlagen haben ſingen und ſeufzen müſſen: O Traurigkeit, O Herzeleid, Iſt das nicht zu beklagen? Gott des Vaters einig Kind Wird ins Grab getragen — ſie heben heute fröhlich und trotzig ihre Häupter empor und ſingen in allen Landen das Triumph⸗ lied: Chriſt iſt erſtanden Von der Marter alle; Deh ſoll'n wir alle ſroh ſein; Chriſt will unſer Troſt ſein. Kyrieleis. — Aber wie? meine Brüder, iſt das auch Wahr⸗ beit? — gewiſſe, unwiderlegliche, unwider⸗ ſprechliche Wahrheit? — Oder iſt es vielleicht nichts, als ein ſüßer leerer Traum? — Viel⸗ leicht nichts, als eine bittere großartige Täu⸗ chung? — ö Ach, meine Theuren, wie erſchrecklich wäre es, wenn wir hier uns täuſchten! Der heilige Apo⸗ +