# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1851 03 30_S137 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) — —— — —————— —— ———— „Gottes Wort und Luthers Lehr' vergehet nun und nimmermehr.“ — — Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und dere Siaaten. Redigirt von C. F. W. Walther. —* * * St. Lonis, Mo., den 29. Npril 1881. dedingungen: Der Lutberaner O0 Eubſeriptionsvreis von Einem. Dollar für die auäwär De kchre von der heiligen ODreieinigkeit Zund der Perſon Chriſti. * dargelegt; von Dr. M. Luther. — — — 21 AE ö SSaab. Summa, es iſt Ein Gott, Ein HErr, Eine zönliche Majeſtät, Natur und Weſen aller drei Herſonen; aber es offenbaret ſich zuweilen die Perſon des Vaters, umaſlene des Sohnes mpeilen des heiligen Geiſtes. Welche ſich nun offenbaret, ſo iſt es der einige Gott, in drri Perſonen, auf daß wir die göttliche Ma⸗ jtät recht erkennen, und nicht, wie Jüden, Keher, Mahometh, blindfeld einhin gläuben, als ti Gott nichts mehr, denn eine eigene Perfon: das will Gott nicht hahen, ſondern will erkannt ſin, wie er ſich uns offenbaret. Und ſonderlich it es Gott zu thun um die Offenbarung und Elenntniß ſe nes Sohnes, durch die ganze Schrift, Altes und Neuen Teſtaments; alles geht auf den Sohn. Denn die Schrift iſt gegeben dum des Meſſiä oder Weibes⸗Saamens willen, alles wieder zurecht bringen ſoll, was die Schlange verderbet hat: Sünde, Tod, Zorn weg⸗ iehmen; Unſchuld, Leben, Paradies und Him⸗ nelreich wiederbringen. Und gleichwie der Fall Wams iſt geſchehen, daß er ſich unterſchiedlich an den Sohn ſtieß, und doch damit zugleich wi⸗ der alle drei Perſonen, als einigen Gott, ſün. ligte: alſo hat Gott wiederum ſeinen Sohn allein Ind unterſchiedlich. laſſen Menſch werden, daß eint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen ligen Unterſchrelber, welche enſelsen voraus ube · Ablen une das Ye ſtgt lo zn tragen hahen. — In Si. Louis wird jede einzelne Nr. jũr 5 Gents verkauft. Mr. PF. ** Adam durch den Sohn unterſchiedlich, an wel⸗ chem er ſich geſtoßen und gefallen war, wieder aufgerichtet würde, und doch ſolche Aufrichtung Aoder Erlöſung aller dreier Perſonen einerlei, als des einigen Gottes, Werk iſt. Denn da die Schlange, der Teufel, Adam fäl⸗ len wollte, hetzte er ihn wider den Sohn unter⸗ ſchiedlich, da er ſprach: ihr werdet Gott gleich werden. und wollten beide, der Teufer und Adam, den Sohn entſetzen ſeinerEhren; denn allein der Sohn iſt gleich, oder das Ebenbild des unſichtbaren Gottes, Coloſſ. 4, 15., und bas Ebenbild ſeines göttlichen Weſens, der dem Vater gleich iſt in Einer Gottheit, Ebr.1, 3. Und der Teufel hatte zuvor denſelben Fall im Himmel gethan und ge⸗ lernet mit ſeinen Engeln eben an demſelben Ebenbilde, dem Sohne Gottes; er ließ ihm nicht genügen, daß er das allerſchönſte Bild Gottes unter allen Engeln war (doch nicht geboren von Ewigkeit, ſondern anfänglich geſchaffen), ſon⸗ dern wollte auch das inwendige natürliche Got⸗ tes ⸗Ebenbild ſein, dem Sohne gleich; wie die Väter den Spruch Eſ. 14. v. 12. 13. 14. un⸗ ter des Königs zu Babel Namen auslegen: „Wie biſt du gefallen, du ſchöner Morgenſtern? Der du ſpracheſt in deinem Herzen: „Ich will in den Himmel, und gleich ſein dem höheſten Gott“. Darum iſt die Perſon des Sohnes unterſchiedlich offenbaret, und Menſch worden, daß wir an ihm durch ſeine Menſchheit wieder aufſtünden. die wir uns an ſeiner Gottheit geſtoßen hatten Das war dem Sohne Gottes zu nahe, No. 18. Nur die Briefe. welche Mittheilungen für das Blatt enthalten, ſud an den Renahieut, alle anteren aber. weiches Geſchäftliches, Beſteuungen. Abdbeſte dungen Geleet 2. enthalten, unter der Adriſſi W. Bartnel, care o C. F. W. St. Wanner, 1.L.Ouis, Wo. anggt en. und gefallen waren. Alſo iſt nun die ganzt Schrift, wie geſagt, alles eitel Chriſtus, Gottes und Marien Sohn; alles iſt es zuthun um den⸗ ſelben Sohn, daß wir ihn unterſchiedlich erken⸗ nen, und alſo den Vater und den heiligen Geiſt, Einen Gott, ewiglich ſehen mögen. Wer den Sohn hat, dem ſtehet die Schrift offen, nnd jt größer und größer ſein Glaube an Ehritm wird, 1 heller die Schrift n en. + Aer 177 (Von beiden. Raturen in Ehrtiſe Wenn du nun gläubeſt nud verſteheſt, daß Chriſtus ſei wahrhaftiger Gott und Menſch, wie die Schrift uns lehret; ſo ſiehe darnach zu,und lerne weiter gewiß werden, daß du die Perſon Chriſti nicht trenneſt, noch die zwo Naturen, oder das göttliche und menſchliche Weſen, nicht men geſt in Ein Weſen, ſondern die Natur hier —— und dir Perſon einig behalteſt. Denn hier haben fi 0 auch viel Klügrlinge geſtoßen, daß ſie entweder Gottheit und Menſch⸗ heit Eine Natur, oder aber zwo Per ſo⸗ nen haben machen wollen, wie Neſtorius und Eutyches mit ihren gleichen; die Jüden aber und Türken trefflich hahes und überhohes Gei⸗ ſtes hier ſind, und uns Chriſten für große Nar⸗ ren halten. Iſt er Gott (ſprechen ſie), wie kann er als ein Menſch ſterben? denn Gott iſt un⸗ ſterblich. Iſt er Menſch, wie kann er Gottes Sohn ſein? denn Gott hat kein Woeib. Hier gehet es, wie man ſpricht; Geld hat Ehre, ſprach —.— — — 11˙ —