# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1851 03 18_S129 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 22 un —⁴⁰ —7 24⁰0 D NE W 2. „Gottes Wort und Luthers Lehr“ vergeht nun und nimmermehr⸗ 4721 (Offenb. Joh. Cap. 14v. 6.7.) ausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten. Redigirt von C. F. W. Walther. St. Louis, Mo., den 15. April 1851. No. 17. Eengungen;: . Di Lehre von der heil. Dreieinigkeit und der Perſon Chriſti rs⸗ von Dr. M. Luther— A. (Sonſehung. 0) Colch hoch Ding etlichermaßen zu begreifen, Um die Doctores, ſonderlich Bonaventura, Rigob Gleichniß. Als: Wenn drei Jung⸗ ſurn einer unter ſich ein Kleid anzöͤgen, da ſie Eildrei das Kleid angriffen, und der dritten an⸗ inen, und die dritte ſelbſt auch mit gleich zugriffe: Mehen alle drei das Kleid der dritten an, und n doch allein die dritte mit dem Kleide ange⸗ gzen, und nicht die andern zwei. Alſo ſoll man Ar vertehen, daß alle drei Perſonen, als eini⸗ r Gott, die einige Menſchheit geſchaffen, und lit dem Sohne vereinigt habe in ſeine Perſon, ul alein der Sohn Menſch ſei, und nicht der Nite, noch heiliger Geiſt. Eben ſo ſoll man 4 verſtehen die Taube, ſo des heiligen Gei⸗ Perſon an ſich nimmt, und die Stimme, ſo Halers Perſon lan ſich nimmt. Item, die Ritigen Zungen am Pfingſttage, darin⸗ Iur des heiligen Geiſtes Perſon offenbaret wird. An, ter Win d, und was man mehr vom hilzen Geiſt prediget, daß er thue in der Chri⸗ hheit, oder' heiligen Schrift. ö Hier fragt ſich's billig: Warum ſprechen wir uu, oder vielmehr, warum lehret uns denn die hriſt alſo ſagen: Ich gläube an Gott Vater, Whöfer Himmels und der Erden, und nicht lden Sohn Schöpfer nennen? Item: An Der Lutheraner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen Whenytlenspreis von Einem Dollar für die ausmärtigen Unterſchreiber, welche denſetben vorauszube⸗ Rund das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft. Mr. F. Jeſum Chr riſtum, der empfangen iſt vom heili⸗ gen Geiſte. Item, daß der heilige Geiſt leben⸗ dig mache, und durch die Propheten geredet habe. Hier werden ja äußerlich denen Perſonen ihre be⸗ ſondere unterſchiedliche Werke zugeeignet, wie ſie ſelbſt unterſchieden ſind. Dies iſt einfältigen Chriſten vielleicht auch zu ſcharf, die mögen bei ihrem einfältigen Glauben bleiben, daß Gott Vater, Sohn und heiliger Geiſt Ein Gott ſei ꝛe. Doch muß man in der Chriſtenheit hiervon reden und lernen verſtehen, dem Teufel und ſeinen Ketzern zu widerſtehen. Erſtlich, iſt es gewiß, daß Gott will von uns erkannt ſein hier im Glauben, dort ewiglich im Schauen, wie er ſei ein einiger Gott, und doch drei Perſonen; das iſt uuſer ewi⸗ ges Leben, Joh. 17, 3. Hierzu hat er uns ſein Wort und die heilige Schrift gegeben, mit gro⸗ ßen Wunderzeichen und Werken beſtätigt, daß wir darinnen lernen ſollen. Denn, ſollten wir ihn alſo erkennen, müßte er es wahrlich uns leh⸗ ren, und ſich gegen uns offenbaren und erſchei⸗ nen, von uns ſelber würden wir nicht in Himmel ſteigen, und finden, was Gott ſei, oder wie ſein göttlich Weſen gethan iſt. Nun, hierzu braucht er ſi chtbarlich ſeiner Creatur, wie die Schrift uns lehret, auf daß wir es ergreifen mögen; denn unſi chtbare Creaturen bewegen unſere Sinnen nicht. Demnach mußt du nun die Creatur auf zwei⸗ erlei Weiſe anſehen. Auf's erſte, als eine Creatur oder Werk an ſich ſelbſt Labsolute] ſo und ſo von Gott geſchaffen, oder gemacht. Auf —— Nur die Briefe, weiche Mittheilungen für bas Blatt enihalten, ſind an den. Reiarteut, aue anderen aber, wel es Geſchäftliches, Beſtellungen, Abbeſtellungen. „Barthel, care ol C. F. Gelder ꝛc. enthalten, unier der Adreſſe W. Walther, St. Louis, Mo. anher zu ſenden. . dieſe Weiſe ſind alle Creaturen Gottes, das iſt, aller drei Perſonen gleich einerlei Werk, ohne al⸗ len Unterſcheid; wie geſagt iſt. Denn fie geben uns nach ſolcher Weiſe keine unterſchiedliche Of— fenbarung der drei Perſonen, weil ſie alle gleich einerlei Werk ſind der drei Perſonen, als des einigen Gottes. Zum andernmal, mußt du ſie anſehen, nicht:an. ihr ſelbſt (absolute) ſondern relative, nach ihrem Brauch, wie Gott derſelben braucht gegen uns. . Hier nimint Gott ſein Geſchöpfe, das alle drei Perſonen als ein einiger Gott ge⸗ ſchaffen haͤt; und braucht deſſelben zum Bilde oder Form, oder Geſtalt, darinnen er renbaret und erſcheinet. Hier werden unterſchiedliche Bilder, Geſtalt, oder Offenbarung der drei un⸗ terſchiedlichen Perſonen.“ Alſo braucht er der Taube, daß ſie ſoll ein Bild oder Offenbarung ſein, darinnen ſich der heilige Geiſt offenbaret; und iſt ein unterſchievlich Bild, das nicht den Vater noch Sohn uns zeiget, ſondern allein den heiligen Geiſt, unterſchiedlich. Denn der Va⸗ ter, Sohn und heiliger Geiſt will, daß die Taube ſoll unterſchiedlich uns allein die Perſon des hei⸗ ligen Geiſtes zeigen und offenbaren, damit wir gewiß werden, daß Gottes einiges Weſen ge⸗ wißlich drei unterſchiedliche Perſonen ſein von Ewigkeit. Darum ſpricht Lucas cap. 3, v. 22: Der heilige Geiſt fuhr hernieder in leiblicher Ge⸗ ſtalt, wie eine Taube. ö Ebenſo reden wir von dem Sohne, daß er uns offenbaret iſt in der Menſchheit, oder, wie St.