# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1851 03 18_S121 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) * * —9—9——————— ——————————— usgegeben von der D . —4 eutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Srasten Redigirt von C. F. W. Walther. ᷣ * ᷣ* X—————————+————— Bottes Wort und Luthere ſehr“ verocht nun und nimmermehr.“ *—— — — — (Oſenb. Oh. Cay. 14 v. 6, 7.) ‚ ahrg. 7. deblngengenu: hla ꝛas veſtacld iu tragen harlen. — In St. Louis wird d Lehre von der heil. Dreieinigkeit und der Perſon Chriſti den Zeichen der Zeit, welche ein Chriſt IIn Eutſetzen beobachtet, gehört ohne Zwei⸗ Pe allem der grauenhafte Unglaube, der irig in die ſogenannte Cyriſtenheit wie iis überfluthendes Weltmeer eingedrungen b. Der Unglaube hat in unſern Tagen offen⸗ tine Allgemein heit und eine Höhegunter den auften Chriſten erreicht, wie nie, ſo Chriſten gibt. Ja, — ſer kann es ſien? — Die Chriſtenheit iſt jetzt tiefer ge⸗ ilen, als ſelbſt je das Heidenthum. Ganze Wunten im Schooße der chriſtlichen Kirche Ge⸗ uner bekennen es jetzt mundlich und ſchriftlich An Scham und Scheu: „Es iſt kein Gott!“ vährend einſt das blinde Heidenvolk von + Gottesleugnern, als von verruchten, felten Menſcheu, mit Abſcheu ſich ab⸗ 1 jauchzt ihnen das ſoge nannte Chriſten⸗ iuſerer Tage vielfach als ſeinen Stimmfuͤh⸗ und Lieblingen zu. So mancher Chriſt je⸗ zunſern Tagen noch vor dieſem Abgrunde Aiglaubens, dem Atheismus, zuruckſchau⸗ fſgehört doch zu den gegenwärtigen Zeichen Ai auch dies: daß nicht nur überhaupt die Iii Partheien in der Chriſtenheit gerade ge⸗ wichtigſten Lehren des Chriſtenthums, die Chriſtenheit aller Jahrhunderte als *bäſten Kleinodien der göttlichen Offenba⸗ eethehalten und bekannt hat, gleichgül⸗ —— Der Lutheraner erſcheint alle zwel Wochen einmal für den jähelichen alrpnreasprele vol Einem Donar für die auswärtigen wird Kete em welche Lenſeloen vorans uoe- ede einzelne No. jür 5 Kente veriauft. Rur . . Geſchaflliches, tig ſind, als ſei nicht viel daran gelegen; ſon⸗ dern daß ſelbit viele ſolche Partheien, welche ei⸗ nen beſondern Schein der Heiligkeit um ſich zu verbreiten trachten und durchaus fur echt chriſt⸗ lich gelten wolen, jene Hauptitucke der chriſtli⸗ chen Religion leugnen und vekämpfen. Eine ſolche Geuadlehre iſt unter andern die Lehre von der hochheiligen O.eieinigkeit. Mir Schrek⸗ ken haben wir uns in neueſter Zeit mehrfach davon überzeugen muſſen, daß z. B. deutſche Baptiſten (Wiederläufer) das Geheimniß der heil. Deeifaltigkeit ſo frech ableuguen und verhöhnen, wie es ſonſt nur der verſtockeſte Jude oder der roheſte Rationaliſt that. Mit Schrecken haben wir ſehen muſſen, daß ſeit kurzem ſelbſt die unchriſtliche Swedenborgiſche Sekte unter unſeren hieſigen Deurſchen Proſelyten zu machen nicht ohne Erfolg verſucht hat und daß ſich ſelbſt ſolche in dieſe Sekte haben ziehen laſſen, welche ſeiner Zeit nicht ohne alle Eefahrungen von der Kraft des Wortes geblieben waren. Mit Schrecken haben wir neuerdings erfahren müſſen, daß ſelbſt ſogenannte „Gläͤubige“ ſo abgeſtumpft ſind, daß ſie ſelbſt vor der offenbaren Leugnung des erſten Glaubensartikels der ganzen chriſtli⸗ chen Kirche aller Zeiten und Orten nicht zurück⸗ beben, ſondern ſchon von dem geringſten Scheine der allerarmſeligſten Heilig⸗ undErleuchtetthuerei ſich täuſchen und um allen Glanbensgrund und ſo um Seel' und Seligkeit ſich bringen laſſen. Der ärgſte Wolf, der frank und frei mit den ſee⸗ lenmörderiſchen Klauen des offenbarſten Unglau⸗ bens daher tritt, wenn er ſich nur mit einijen Lappen von dem Schaafspelz der Frommthuerei Nur bie Briefe, welche Micthellungen für das Blazt enn 160. Ateu. nd an ben Rebakreur, atle anderet elcuungen, Abbeſenungen. Gelter ic. enthallen, uuter dor Weolß Bartnel, care 1 C. +. W. Walter, St. Louis, VIO., anher zu ſenden. behängt, bekommt jetzt ohne Mühe bald ein Heerdlein Schafe unter den ſogenannten „Glau⸗ bigen“, an deuen er ſeinen Durſt nach Seelen⸗ blut in aller Ruhe ſtillen kann. Gott! welch ein Gericht uber eine undankbare Chriſtenheit, dit die Zeit ihrer Heimſuchung nicht erkannt hat! „Dafur, daß ſie die viebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, daß ſie ſelig wurden. Dar⸗ um hat ihnen Gott kräftige Irrthumer geſendet, daß ſie glauben der Luge; auf daß gerichtet wer⸗ den alle, die der Wahrheit nicht glauben, ſondern haben Luſt an der Ungerechtigkeit.“ 2 Theſf. 2, 10. 1I. Da es nun nothig iſt, ſich gerade vor die Theile der Mauer und des Grundes zu ſtellen, wo der Feind durchbrechen will, ſo gedenken wir in eini⸗ gen Abſchnitten ein köſtliches Zeugniß Lu thers von der hochheiligen Dreieinigkeit und der Per⸗ ſon Jeſu Chriſti unſern lieben Leſern mitzutheilen. Wir thun dies auch darum, weil wir die Erfah⸗ rung gemacht haben, daß viele unter den Cyriſten meinen, die rechte, mit Gottes Wort uberein⸗ ſtimmende Vorſtellung von dieſem Glaubensge⸗ heimniß zu haben, deren Erkenntniß jedoch ge⸗ rade hierin höchſt lückenhaft nicht nur, ſondern auch durch viele falſche Begriffe getrubt iſt; was auf ihr ganzes CEhriſtenthum naturlich einen hochſt ſchädlichen Einfluß hat. Möchte es keinen reſer dieſes Blattes geden, der, indem er dies lieſ't, nun die Luſt verliert, weiter zu leſen, da er in der Auseinanderſetzung der Lehre von der⸗ heiligen Dreieinigkeit nur etwas höchſt Trockenes erwartet, was er eutweder ſchon längſt gelernt habe aber was ihn doch in ſeinem practiſchen