# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1850 10 27_S33 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) ————— ——— „ottes Wort und 1511 Lehr' vergeht nun und nmemnehr 0 — — —————— —————— — ——— —— Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten. Nedigirt von C. F. W. Walther. ———— (Offenb. Joh. Cap. 14, v. 6. 7.) St. LCouis, Mo., den 29. October 1850. Uo. 5. „Sin Sedingungen: „Der Lutherauer“ iſt diesmal länger ausgeblieben, als ge— wöhnlich. Die Urſache hiervon iſt, daß am 26. Oktober die Druckerei des Herrn Medner's, in welcher jetzt der Druͤck des „Lutheraner“ beſorgt wird, mit ſämmt⸗ lichem Zubehör durch Feuer zerſtört wurde. Da ſich Herrn Niedner alsbald die Aus⸗ ſicht eröffnete, nach kurzer Unterbrechung ſein Geſchäft wieder mit Gottes Hilfe nach wie vor zu betreiben, ſo zog es die Redak— ton vor, bis dahin mit der Herausgabe der nächſten Nummer lieber zu warten, als dieſelbe in einer andern Druckerei beſorgen m laſſen. Die geehrten Leſer werden da— her das längere Ausbleiben des Blattes heſtens entſchuldigen. Herr Niedner wird alles, was er vermag, aufbieten, daß das Baſiumte in Kurzem nachgeholt ſei. Die Redaktion. % ENebſt obiger Erklärung der Redaktion füble ich mich noch in ſonderheit gerrungen, wegen der eingetretenen Un⸗ regelmäßigkeit im Erſcheinen des „Lutheraners“, ſo wohl von Seiten derſelben, als den geehrten Abonnenten, um gütige Nachſicht zu bitten. Obſchon ich nach dem Brand⸗ unglücke eber neue Schriften wiever erhielt, als ich erwar⸗ ten konute, ſo wurde mir doch das andere zur Druckerei ge⸗ hörige Material um ſo länger enthalten, ſo daß es unter obwaltenden Umſtänden, trotz den Anſtrengungen, unmög⸗ 1⁰0 war, eine Nummer des Lutheraners früher zu beför⸗ Der Lutheraner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen „„Eubſcrivtionspreis von Einem Doellar für die auswärtigen Unterſchreiber, welche veuſelben voraue zube⸗ kblen und das Poſtgeld zu tragen habnn.— In St. Louis wird jere einzelne No. für 5 Cents verkauft. Nr. L dern. Von jetzt an aber werden wir den Lutheraner mit Gottes Hülſe wieder regelmäßig erſcheinen laſſen können — und zwar wöchentkich bis der Rückſtand ergänzt ſein wird. Moritz Niedner, E. . Drucker. Miſſionsrede des Direktors der evang. lutheriſchen Miſſion zu Leipzig. (Gehalten in der Kirche zu Jung⸗St. Peter in Straßburg) Im Herrn Geliebte! So eben begriffen auf einer mehrjährigen Miſ⸗ ſionsreiſe nach Oſtindien, habe ich es nicht uͤbers Herz bringen können, an eurem lieben Straßburg vorüberzugehen. Denn erſtens iſt doch hier die äußerſte Provinz unſrer evang. luth. Kirche, die an meinem langen, langen Wege liegt: wie hät⸗ te mich da nicht die Sehnſucht anwandeln ſollen, noch einmal den Wanderſtab niederzulegen und in dem Schoße der Mutter anszuruhen. Sodann aber wird ja das für laͤnge, lange, vielleicht für immer, die letzte Gelegenheit in der heimathlichen Kirche ſein, wo ich für unſre Miſſion, — die Miſ⸗ ſion dieſer Kirche, — das Wort ergreifen kann: wie ſollte es mich da nicht herzlich dringen, vor ouch den Mund darüber aufzuthun und ſie euch an's Herzzu legen! Endlich aber iſt ja ſchon ſo manche Gabe der Liebe aus euerer Mitte her, uns zuge floſſen: wie hätte ich da vorübergehn dürfen ohne einen brüderlichen Gruß und Hände⸗ druck! Und ſo grüße ich euch denn, als Söhne vom Hauſe, mit dem Gruße des Friedens von unſerm Herrn Jeſu Chriſto und reiche euch im Geiſte die Nur die Briefe, welche Mittheilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Redakt 1 merr eren aber. —7 Geſchäftliches, 1 C. P. Abbeſtellungen. eer 1 halten, unter der Adr F. W. Barthel, care of C. bens, der Liebe und der Hoffnung; iſt doch unſe⸗ thalten, unter der Adreſſe W. Walther, St. Louis, MO., anher zu ſenden. Hand brüderlicher Liebe. Stehen und arbeiten wir ja doch in völliger Gemeinſchaft des Glau⸗ re Miſſion eure Miſſion, als die Tochter unſerer und eurer Kirche, die euch und uns großge zogen hat mit der lautern Milch des Evangeliums; ge⸗ ben wir doch unſern Miſſionaren kein ſelbſtge⸗ machtes Bekenntniß mit, ſondern nur unſer gutes altes augsburgiſches Bekenntniß, das mit dem Herzblut unſerer Väter beſiegelte Bekenntniß, das Bekenntniß mit dem vollen geſunden Kern, das Bekenntniß mit dem glänzenden Stern der allein⸗ igen Rechtfertigung aus dem Glauben, auf dem Grunde der heil. Sakramente, — das geben wir unſern Miſſionaren mit und lehren ſo die Heiden „halten alles, was der Herr befohlen hat.“ So darf ich den auch meinen Mund über unſere Miſſion gegen euch, — ihr Söhne vom Hauſe! — aufthun mit voller Herzens- und Gewiſſens⸗Freu⸗ digkeit. Wollet mir daher geſtatten, daß ich euch nach Oſtindien, unſerem wichtigſten Miſſionsfelde, hinausführe und euch ein Bild von der Geſchichte der evang. luth. Miſſion daſelbſt vor Augen ſtel⸗ le. Es läßt ſih aber das geſchichtliche Bild, das ich euch vorzuhalten gedenke, in dem letzten Vers des 126ſten Pſalmes zuſammenfaſſen, der alfo lautet: „Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden undbringen ihre Gar⸗ ben.“ Dieſer Spruch des heil. Pſalmſängers liefert vier Grundſtriche zu dem geſchichtlichen Gemälde